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Mundpflege

Schützt Zähneputzen vor Alzheimer? Was sagt die Wissenschaft?

Ältere Frau putzt sich vor dem Spiegel die Zähne
In diesem Artikel 7
  1. Was haben Studien herausgefunden?
  2. Wie könnten Zahnfleischbakterien und Gehirn zusammenhängen?
  3. Ursache und Wirkung oder nur ein Zusammenhang?
  4. Wie beeinflusst die Mundgesundheit die allgemeine Gesundheit?
  5. Praktische Schlussfolgerungen: Was sollten wir tun?
  6. Wann sollten Sie Ihr Zahnfleisch in Ankara untersuchen lassen?
  7. Häufig gestellte Fragen

Kurze Antwort: Studien haben gezeigt, dass Alzheimer und andere Formen der Demenz bei Menschen mit chronischer Zahnfleischerkrankung (Parodontitis) häufiger vorkommen und dass Spuren bestimmter Zahnfleischbakterien im Hirngewebe von Alzheimer-Patienten gefunden wurden. Diese Ergebnisse zeigen jedoch einen Zusammenhang; dass Zähneputzen Alzheimer verhindert, ist nicht bewiesen. Dennoch beugt eine gute Mundpflege Zahnfleischerkrankungen vor und ist wertvoll für die allgemeine Gesundheit.

In den letzten Jahren begegnen uns häufig Meldungen mit Schlagzeilen wie „Zähneputzen schützt vor Alzheimer“. Hinter diesen Meldungen stehen tatsächlich interessante wissenschaftliche Studien; die Schlagzeilen versprechen jedoch oft mehr, als die Ergebnisse aussagen. Für alle, die sich für den Zusammenhang zwischen Zähneputzen und Alzheimer interessieren, erklären wir in diesem Beitrag verständlich, was die Forschung herausgefunden hat, welche möglichen Verbindungen zwischen Zahnfleischbakterien und Gehirn bestehen, worin der Unterschied zwischen Zusammenhang und Ursache-Wirkung liegt und welche vernünftigen Schlüsse sich für den Alltag ziehen lassen.

Was haben Studien herausgefunden?

Kurz gesagt haben Studien gezeigt, dass Alzheimer und andere Demenzformen bei Menschen mit chronischer Zahnfleischerkrankung häufiger vorkommen; das bedeutet jedoch nicht, dass die Zahnfleischerkrankung Alzheimer verursacht. Die Studien auf diesem Gebiet lassen sich in einige Hauptgruppen einteilen:

  • Beobachtungsstudien: In einigen großen Studien, in denen Tausende Menschen über Jahre begleitet wurden, wurde berichtet, dass bei Menschen mit Parodontitis oder vielen verlorenen Zähnen in den Folgejahren häufiger ein kognitiver Abbau und eine Demenzdiagnose auftraten. Übersichtsarbeiten, die diese Studien zusammenfassen, weisen auf einen ähnlichen Zusammenhang hin.
  • Studien an Hirngewebe: In einer viel beachteten Studie aus dem Jahr 2019 wurde berichtet, dass Enzyme (Gingipaine) des an Zahnfleischerkrankungen beteiligten Bakteriums Porphyromonas gingivalis im Hirngewebe von Alzheimer-Patienten gefunden wurden.
  • Tierversuche: Wurden Mäuse über den Mund mit diesem Bakterium infiziert, zeigte sich, dass das Bakterium das Gehirn erreichen und die mit Alzheimer verbundene Proteinablagerung verstärken kann.
  • Klinische Arzneimittelstudien: Die erste große klinische Studie mit einem Medikament, das auf die Enzyme dieses Bakteriums abzielt, konnte in der gesamten Patientengruppe nicht den erwarteten Nutzen zeigen. Dieses Ergebnis lässt vermuten, dass das Bild komplexer ist als angenommen.

Wie könnten Zahnfleischbakterien und Gehirn zusammenhängen?

Wissenschaftler vermuten, dass Zahnfleischerkrankungen das Gehirn auf zwei Hauptwegen beeinflussen könnten: Bakterien und ihre Produkte gelangen direkt ins Gehirn, und eine anhaltende, niedriggradige Entzündung im Körper wirkt indirekt auf das Gehirn.

Bei einer Parodontitis bilden die Zahnfleischtaschen eine entzündete, leicht blutende Oberfläche. Bei alltäglichen Vorgängen wie Zähneputzen und Kauen können über diese Oberfläche Bakterien und Bakterienprodukte ins Blut übertreten. Manche Forschende vermuten, dass diese Stoffe über die Blutbahn oder über Nervenbahnen das Gehirn erreichen können.

Der zweite mögliche Weg ist die Entzündung. Eine chronische Parodontitis stellt eine lang anhaltende entzündliche Belastung für den Körper dar. Vermehrte entzündliche Botenstoffe können auch die Immunzellen im Gehirn beeinflussen und zu der bei Alzheimer auftretenden Schädigung der Nervenzellen beitragen. Ein ähnlicher Mechanismus wird auch beim Zusammenhang zwischen Zahnfleischerkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Diabetes vermutet. Inwieweit diese Mechanismen beim Menschen zutreffen, wird jedoch noch erforscht.

Ursache und Wirkung oder nur ein Zusammenhang?

Die heute vorliegenden Belege zeigen zwar einen Zusammenhang zwischen Zahnfleischerkrankungen und Alzheimer, beweisen aber nicht sicher, dass das eine das andere verursacht. Diese Unterscheidung ist wichtig, denn auch wenn zwei Zustände gleichzeitig auftreten, kann die Verbindung zwischen ihnen unterschiedlich erklärt werden:

  1. Umgekehrter Zusammenhang: In frühen Phasen des kognitiven Abbaus kann die Mundpflege vernachlässigt werden. Dann wäre die Zahnfleischerkrankung nicht die Ursache, sondern die Folge von Alzheimer. Da die Symptome der Erkrankung Jahre vor der Diagnose beginnen, lässt sich diese Möglichkeit nicht ausschließen.
  2. Gemeinsame Risikofaktoren: Rauchen, Diabetes, höheres Alter, ein niedriger sozioökonomischer Status und Bewegungsmangel erhöhen sowohl das Risiko für Zahnfleischerkrankungen als auch für Demenz. Beide Zustände könnten aufgrund dieser gemeinsamen Faktoren zusammen auftreten.
  3. Ein tatsächlicher Beitrag: Die Zahnfleischerkrankung könnte zusätzlich zu anderen Risikofaktoren tatsächlich zur Entstehung von Alzheimer beitragen.

Um zu verstehen, welche Erklärung zutreffender ist, braucht es langfristige, gut geplante Studien, die direkt messen, wie sich eine Parodontalbehandlung auf kognitive Ergebnisse auswirkt. Deshalb ist es heute wissenschaftlich nicht korrekt zu sagen, „Zähneputzen verhindert Alzheimer“. Treffender wäre: „Zahnfleischerkrankungen sind einer der möglichen Risikofaktoren, die derzeit erforscht werden.“

Es ist hilfreich, diese Unterscheidung auch beim Lesen von Nachrichten im Hinterkopf zu behalten. Das Ergebnis einer einzelnen Studie, insbesondere von Tierversuchen oder Untersuchungen mit kleinen Stichproben, sollte nicht direkt in eine Empfehlung für Menschen übersetzt werden. Wissenschaftliche Einschätzungen werden belastbarer, wenn viele Studien mit unterschiedlichen Methoden zu gleichgerichteten Ergebnissen kommen. Bei einer multifaktoriellen Erkrankung wie Alzheimer spielen bekanntlich viele Faktoren wie Alter, genetische Veranlagung, Herz-Kreislauf-Gesundheit, Schlaf, körperliche Aktivität und soziales Leben zusammen; die Mundgesundheit könnte nur ein Teil dieses großen Bildes sein.

Wie beeinflusst die Mundgesundheit die allgemeine Gesundheit?

Die Verbindung zwischen Mundgesundheit und allgemeiner Gesundheit beschränkt sich nicht auf Alzheimer. Parodontitis wurde auch mit Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bestimmten Lungeninfektionen und Schwangerschaftskomplikationen in Verbindung gebracht. Besonders zwischen Diabetes und Zahnfleischerkrankungen ist eine wechselseitige Beziehung gut bekannt: Ein schlecht eingestellter Diabetes verschlimmert Zahnfleischerkrankungen, während die Behandlung der Zahnfleischentzündung die Blutzuckerkontrolle positiv unterstützen kann.

Auch Zahnverlust ist ein wichtiger Faktor, der die Lebensqualität im Alter beeinflusst. Menschen mit wenigen verbliebenen Zähnen meiden wegen Kaubeschwerden möglicherweise Gemüse, Obst und ballaststoffreiche Lebensmittel, was die Ernährungsqualität senkt. Manche Forschende vermuten, dass auch die Kaufunktion selbst mit der Durchblutung und Anregung des Gehirns zusammenhängen könnte. Deshalb sollten der Erhalt der Zähne und der angemessene Ersatz fehlender Zähne als Teil der allgemeinen Gesundheit betrachtet werden.

Praktische Schlussfolgerungen: Was sollten wir tun?

Auch wenn der Zusammenhang mit Alzheimer noch nicht geklärt ist, steht fest, dass die Vorbeugung von Zahnfleischerkrankungen für sich genommen viele Vorteile hat. Zum Schutz der Zahnfleischgesundheit werden folgende Schritte empfohlen:

  • Die Zähne zweimal täglich mindestens zwei Minuten lang mit fluoridhaltiger Zahnpasta putzen und dabei auf den Zahnfleischrand achten
  • Die Zahnzwischenräume täglich mit Zahnseide oder Interdentalbürste reinigen
  • Anzeichen wie Zahnfleischbluten, Schwellung, Zahnfleischrückgang und lockere Zähne ernst nehmen
  • Alle sechs bis zwölf Monate, in der empfohlenen Häufigkeit, zur zahnärztlichen Kontrolle gehen und bei Bedarf Zahnstein entfernen lassen
  • Mit dem Rauchen aufhören; Rauchen ist einer der stärksten Risikofaktoren für Zahnfleischerkrankungen
  • Bei Diabetes den Blutzucker unter Kontrolle halten
  • Ältere Angehörige, besonders pflegebedürftige, bei der Mundpflege unterstützen

Weitere Fragen zu Mundpflege und Zahnfleischgesundheit beantworten wir auf unserer Seite Häufig gestellte Fragen.

Wann sollten Sie Ihr Zahnfleisch in Ankara untersuchen lassen?

Wenn Ihr Zahnfleisch beim Putzen blutet, Sie Rötungen, Schwellungen oder Zahnfleischrückgang bemerken oder schon lange nicht mehr zur Kontrolle waren, ist jetzt der richtige Zeitpunkt für eine zahnärztliche Untersuchung. Da Zahnfleischerkrankungen im Frühstadium meist schmerzlos fortschreiten, sind regelmäßige Kontrollen wichtig. In unserer Praxis in Oran, Çankaya, wird Ihre Zahnfleischgesundheit beurteilt, notwendige Reinigungen und Behandlungen werden geplant, und Sie erhalten auf Sie abgestimmte Empfehlungen für die tägliche Pflege.

Häufig gestellte Fragen

Verhindert Zähneputzen Alzheimer?

Die derzeitigen wissenschaftlichen Belege zeigen nicht, dass Zähneputzen Alzheimer verhindert. Studien haben zwar einen Zusammenhang zwischen Zahnfleischerkrankungen und Alzheimer festgestellt, ein Ursache-Wirkungs-Zusammenhang ist jedoch nicht bewiesen. Regelmäßiges Zähneputzen beugt aber Zahnfleischerkrankungen vor und ist wichtig für die allgemeine Gesundheit.

Mit welchen Erkrankungen hängen Zahnfleischerkrankungen zusammen?

Chronische Zahnfleischerkrankungen wurden mit Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bestimmten Atemwegsinfektionen und Schwangerschaftskomplikationen in Verbindung gebracht. Am gründlichsten untersucht ist der Zusammenhang mit Diabetes, der bekanntermaßen wechselseitig ist. Die Mechanismen der anderen Zusammenhänge werden noch erforscht.

Warum sollte man Zahnfleischbluten ernst nehmen?

Zahnfleischbluten ist meist das erste Anzeichen einer Zahnfleischentzündung. Wird sie früh behandelt, ist die Zahnfleischentzündung in der Regel umkehrbar. Ohne Behandlung kann sie zu einer Parodontitis fortschreiten, die den Knochen um den Zahn angreift.

Wie kann ich meine älteren Angehörigen bei der Mundpflege unterstützen?

Für Menschen mit nachlassender Fingerfertigkeit können Zahnbürsten mit dickem Griff oder elektrische Zahnbürsten die Handhabung erleichtern. Wichtig ist, behutsam darauf zu achten, ob regelmäßig geputzt wird, und bei der Reinigung von Prothesen zu helfen. Regelmäßige zahnärztliche Kontrollen sorgen zudem dafür, dass Probleme frühzeitig erkannt werden.

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Information und Untersuchung in Ankara

Für eine persönliche Einschätzung zu Schützt Zähneputzen vor Alzheimer? Was sagt die Wissenschaft? können Sie einen Untersuchungstermin in der Zahnpoliklinik Funda Sarıkaya vereinbaren.

Die Poliklinik liegt im Park Oran Ofis, Oran, Çankaya, Ankara – neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall.

Angeboten werden allgemeine Zahnmedizin, Kieferorthopädie und Behandlung von Kiefer- und Muskelbeschwerden.

Praxis
Funda Sarıkaya Zahnpoliklinik
Adresse
Park Oran Ofis, Laden Nr. 70, Kudüs Cd., Oran, Çankaya / Ankara
Orientierung
Neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall
Öffnungszeiten
Montag–Samstag 09:00–20:00
Telefon
+90 312 911 60 36
Sprachen
Türkisch, Englisch, Deutsch, Russisch

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information; für Diagnose und Behandlungsentscheidung ist eine Untersuchung nötig. Dieser Artikel wurde aus dem Türkischen übersetzt.

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