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Mundpflege

Zahnsteinentfernung in der Schwangerschaft: Ist sie möglich und warum ist sie wichtig?

Schwangere Frau bei der Zahnkontrolle, Symbolbild für Zahnsteinentfernung in der Schwangerschaft
In diesem Artikel 8
  1. Ist Zahnsteinentfernung in der Schwangerschaft möglich?
  2. Warum sollte man nicht warten?
  3. Wann ist der günstigste Zeitpunkt?
  4. Wie läuft die Behandlung ab, tut sie weh?
  5. Mundpflege in der Zeit von Übelkeit und Erbrechen
  6. Zahnsteinentfernung in der Stillzeit
  7. Wann sollte man in Ankara einen Kontrolltermin vereinbaren?
  8. Häufig gestellte Fragen

Kurze Antwort: Ja, in der Schwangerschaft kann Zahnstein entfernt werden, und das wird in der Regel auch empfohlen. Weil Schwangerschaftshormone das Zahnfleisch empfindlicher gegenüber Plaque machen, kann ein Aufschieben der Reinigung Blutungen und Schwellungen verstärken. Am angenehmsten ist meist das zweite Trimester (14.–27. Woche), bei Bedarf wird die Reinigung aber auch in anderen Phasen durchgeführt. Auch in der Stillzeit muss man dafür nicht pausieren.

Wenn sich das Waschbecken beim Zähneputzen in der Schwangerschaft rosa färbt oder das Zahnfleisch empfindlicher ist als sonst, geht es vielen werdenden Müttern so. Eine der ersten Fragen in dieser Zeit lautet, ob eine Zahnsteinentfernung in der Schwangerschaft möglich ist. Die kurze Antwort: ja, sie ist möglich und wird in den meisten Fällen empfohlen. Die Zahnsteinentfernung ist einer der grundlegenden Schritte, um die Zahnfleischgesundheit in der Schwangerschaft zu erhalten. In diesem Beitrag erklären wir, warum man nicht warten sollte, welche Phase angenehmer ist, wie die Behandlung abläuft und wie Sie an Tagen mit Übelkeit Ihre Mundpflege gestalten.

Allgemeine Informationen zu Zahnbehandlungen in der Schwangerschaft finden Sie auch in unserem Beitrag Ist Zahnbehandlung in der Schwangerschaft sicher?.

Ist Zahnsteinentfernung in der Schwangerschaft möglich?

Ja, in der Schwangerschaft kann Zahnstein entfernt werden; es ist eine vorbeugende Behandlung, die in jeder Phase der Schwangerschaft durchgeführt werden kann. Zahnstein entsteht, wenn nicht entfernte bakterielle Plaque durch Mineralien im Speichel verhärtet. Er lässt sich nicht mit der Zahnbürste entfernen, sondern nur von der Zahnärztin oder dem Zahnarzt mit speziellen Instrumenten. Weil die Oberfläche des Zahnsteins rau ist, hält sie noch mehr Plaque fest und nährt die Zahnfleischentzündung.

Internationale zahnmedizinische und gynäkologische Fachgesellschaften betonen, dass vorbeugende und notwendige Zahnbehandlungen in der Schwangerschaft möglich sind und die Mundgesundheit als Teil der Schwangerschaftsvorsorge gesehen werden sollte. Die Antwort auf die Frage, ob man in der Schwangerschaft die Zähne reinigen lassen kann, ist deshalb in der Regel positiv; Zeitpunkt und Einzelheiten werden bei der Untersuchung unter Berücksichtigung Ihrer Schwangerschaftswoche und Ihres Allgemeinzustands festgelegt. Wenn es nötig erscheint, beurteilen Ihre Frauenärztin bzw. Ihr Frauenarzt und Ihre Zahnärztin bzw. Ihr Zahnarzt die Lage gemeinsam.

Wenn Sie genauer wissen möchten, wie Zahnstein entsteht und wie er sich auf die Mundgesundheit auswirkt, lesen Sie unseren Beitrag Zahnsteinentfernung und ihre Auswirkungen auf die Mundgesundheit.

Warum sollte man nicht warten?

Weil das Zahnfleisch in der Schwangerschaft empfindlicher auf Plaque reagiert, kann ein Aufschieben der Zahnsteinentfernung dazu führen, dass die Zahnfleischbeschwerden zunehmen. Der Anstieg der Schwangerschaftshormone verändert die Durchblutung des Zahnfleisches und die Reaktion des Gewebes auf Bakterien. Deshalb kann es selbst bei Frauen, die zuvor keine Probleme hatten, zu Schwellung, Rötung und Bluten beim Zähneputzen kommen. Dieses Bild nennt man „Schwangerschaftsgingivitis“, und es ist recht verbreitet.

Werden Plaque und Zahnstein nicht entfernt:

  • können Zahnfleischbluten und Empfindlichkeit zunehmen, das Zähneputzen wird schwerer.
  • wird das Zähneputzen aus Angst vor Blutungen vernachlässigt, was die Plaque weiter ansammeln lässt – ein Teufelskreis entsteht.
  • kann sich bei manchen Frauen am Zahnfleisch eine gutartige, rote Wucherung entwickeln, auch „Schwangerschaftstumor“ genannt, die sich meist nach der Geburt zurückbildet.
  • kann eine bereits bestehende Zahnfleischerkrankung fortschreiten.

Einige Studien haben nahegelegt, dass zwischen einer fortgeschrittenen Zahnfleischerkrankung und bestimmten Schwangerschaftsverläufen ein Zusammenhang bestehen könnte; ein eindeutiger Ursache-Wirkungs-Zusammenhang wurde jedoch nicht nachgewiesen. Trotzdem ist der Erhalt der Zahnfleischgesundheit für die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden der Mutter wertvoll. Mehr zu Zahnfleischbluten und -schwellung lesen Sie in unserem Beitrag Zahnfleischschwellung und -bluten in der Schwangerschaft.

Wann ist der günstigste Zeitpunkt?

Für die Zahnsteinentfernung in der Schwangerschaft ist in der Regel das zweite Trimester (etwa die 14.–27. Woche) die angenehmste Phase. In diesen Wochen hat die Übelkeit der ersten Monate meist nachgelassen, und der Bauch ist noch nicht so groß, dass das Sitzen im Behandlungsstuhl schwerfällt. Deshalb wird diese Phase häufig für geplante Kontrollen und Reinigungen gewählt.

Das heißt nicht, dass die Behandlung in anderen Phasen nicht möglich wäre:

  • Erstes Trimester: Bei deutlichen Zahnfleischbeschwerden kann die Reinigung erfolgen. Ist die Übelkeit stark, kann der Termin auf Tageszeiten gelegt werden, zu denen sie schwächer ist.
  • Zweites Trimester: In der Regel die angenehmste Phase für Kontrolle, Reinigung und bei Bedarf kleine Behandlungen.
  • Drittes Trimester: Die Behandlung ist möglich; die Sitzungen werden jedoch kurz gehalten, der Behandlungsstuhl wird nicht ganz zurückgelegt, und der Körper wird leicht nach links gedreht, um Druck auf die große Hohlvene zu vermeiden.

Wenn Sie eine Schwangerschaft planen, sorgen eine Kontrolluntersuchung und eine Zahnsteinentfernung vor der Schwangerschaft für einen entspannteren Start in die Schwangerschaft.

Wie läuft die Behandlung ab, tut sie weh?

Die Zahnreinigung in der Schwangerschaft besteht aus denselben Schritten wie außerhalb der Schwangerschaft, und die meisten Frauen spüren während der Behandlung nur eine leichte Empfindlichkeit. Zuerst erfolgt die Untersuchung im Mund, und der Zustand des Zahnfleisches wird beurteilt. Anschließend werden mit Ultraschallgeräten und Handinstrumenten die Beläge auf den Zahnoberflächen und am Zahnfleischrand entfernt. Zum Schluss werden die Zahnoberflächen poliert, um Unebenheiten zu glätten; so haftet Plaque schlechter wieder an.

Das Gefühl während der Behandlung ist von Frau zu Frau verschieden. Ist das Zahnfleisch entzündet und geschwollen, können Bluten und Empfindlichkeit deutlicher ausfallen. Reichen Ablagerungen unter das Zahnfleisch und ist die Empfindlichkeit groß, kann die Zahnärztin oder der Zahnarzt eine lokale Betäubung vorschlagen; eine lokale Betäubung kann in der Schwangerschaft in geeigneter Dosierung angewendet werden. Ein Röntgenbild im Mund ist oft nicht nötig; wenn doch, wird es mit Bleischürze und Schilddrüsenschutz angefertigt, und die Dosis ist sehr gering.

Nach der Behandlung kann das Zahnfleisch einige Tage leicht empfindlich sein oder auf Warm und Kalt reagieren. Mit dem Rückgang der Zahnfleischentzündung lässt das Bluten meist nach. Hält die Empfindlichkeit lange an oder tritt eine neue Beschwerde auf, genügt es, Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt zu informieren. Die Entscheidung über ein in dieser Zeit anwendbares Schmerzmittel oder eine Mundspülung treffen Ihre Frauenärztin bzw. Ihr Frauenarzt und Ihre Zahnärztin bzw. Ihr Zahnarzt gemeinsam.

Wird bei der Zahnsteinentfernung außer am Zahnfleisch ein weiteres Problem, zum Beispiel Karies, bemerkt, wird der Behandlungsplan gesondert besprochen. Wie eine Füllung in der Schwangerschaft geplant wird, haben wir in unserem Beitrag Zahnfüllung in der Schwangerschaft erklärt. Wenn Sie Fragen zur kieferorthopädischen Behandlung haben, lesen Sie den Beitrag Zahnspange und Aligner in der Schwangerschaft.

Mundpflege in der Zeit von Übelkeit und Erbrechen

Die Mundpflege in der Schwangerschaft verlangt in der Zeit von Übelkeit und Erbrechen einen etwas anderen Ansatz: Ziel ist es, sowohl die Plaque zu entfernen als auch den Schmelz vor Säure zu schützen. Die beim Erbrechen in den Mund gelangende Magensäure macht die Schmelzoberfläche vorübergehend weich. Putzt man in diesem Moment sofort, kann der aufgeweichte Schmelz abgetragen werden.

Allgemein empfohlen werden diese praktischen Schritte:

  • Putzen Sie nicht direkt nach dem Erbrechen; spülen Sie den Mund mit klarem Wasser oder einer fluoridhaltigen Mundspülung.
  • Warten Sie mit dem Zähneputzen mindestens etwa eine halbe Stunde.
  • Löst das Putzen Übelkeit aus, verwenden Sie eine weiche Bürste mit kleinem Kopf und beginnen Sie nicht bei den hinteren Zähnen.
  • Wenn Sie der Minzgeschmack stört, probieren Sie eine fluoridhaltige Zahnpasta mit milderem Aroma.
  • Putzen Sie zu Tageszeiten mit weniger Übelkeit, zum Beispiel nachmittags, besonders sorgfältig.
  • Trinken Sie über den Tag verteilt oft Wasser; ein trockener Mund erhöht das Kariesrisiko.
  • Versuchen Sie, bei häufigen Zwischenmahlzeiten zucker- und säurehaltige Lebensmittel zu begrenzen.

Die Wahl der Zahnpasta kann in dieser Zeit den Komfort direkt beeinflussen. Welcher Inhaltsstoff wofür gut ist, haben wir in unserem Beitrag Wie wählt man die richtige Zahnpasta? erklärt.

Zahnsteinentfernung in der Stillzeit

Auch in der Stillzeit kann Zahnstein entfernt werden, und dafür muss das Stillen nicht unterbrochen werden. Bei der Behandlung kommt kein Stoff zum Einsatz, der das Baby beeinflussen würde; selbst wenn eine lokale Betäubung nötig ist, kann sie in geeigneter Dosierung angewendet werden. Dennoch ist es wichtig, dass Sie Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt sagen, dass Sie stillen, damit bei einem nach der Behandlung nötigen Produkt oder Medikament die richtige Wahl getroffen wird.

In den ersten Monaten nach der Geburt lassen die Zahnfleischbeschwerden meist nach, wenn sich die Hormone einpendeln; Plaque und Zahnstein, die sich während der Schwangerschaft angesammelt haben, verschwinden jedoch nicht von selbst. Zwischen schlaflosen Nächten und hektischen Tagen vernachlässigt man die Mundpflege außerdem leicht. Deshalb ist es sinnvoll, in den ersten Monaten nach der Geburt einen Kontroll- und Reinigungstermin einzuplanen. Zu weiteren Behandlungen in der Stillzeit lesen Sie unseren Beitrag Zahnbehandlung in der Stillzeit.

Wann sollte man in Ankara einen Kontrolltermin vereinbaren?

Allgemein wird empfohlen, eine Kontrolluntersuchung machen zu lassen, sobald Sie von Ihrer Schwangerschaft erfahren, und bei Zahnfleischbluten oder -schwellung nicht abzuwarten, sondern die Zahnärztin oder den Zahnarzt aufzusuchen. In unserer Praxis im Park Oran Ofis neben dem Panora Einkaufszentrum in Çankaya planen wir die Zahnsteinentfernung nach Ihrer Schwangerschaftswoche und Ihrem Wohlbefinden. Für Termine und Fragen erreichen Sie uns über unsere Kontaktseite.

Häufig gestellte Fragen

Schadet die Zahnsteinentfernung in der Schwangerschaft dem Baby?

Die Zahnsteinentfernung ist eine vorbeugende Behandlung, die in der Schwangerschaft möglich ist; so lautet die allgemein anerkannte Auffassung. Der Erhalt der Zahnfleischgesundheit ist für die Mutter wertvoll. Zeitpunkt und Einzelheiten werden bei der Untersuchung nach Ihrer Schwangerschaftswoche geplant.

X?

Für eine geplante Reinigung ist in der Regel das zweite Trimester am angenehmsten, also etwa die 14. bis 27. Woche. Bei deutlichen Zahnfleischbeschwerden kann sie auch im ersten oder letzten Trimester erfolgen; in den letzten Monaten werden die Sitzungen kurz gehalten und auf die Lagerung wird geachtet.

Warum blutet mein Zahnfleisch nach der Zahnsteinentfernung?

Entzündetes Zahnfleisch kann während der Reinigung und an den folgenden Tagen bluten. Wenn der Zahnstein entfernt ist und Sie regelmäßig weiter putzen, geht die Entzündung in der Regel zurück, und das Bluten lässt nach. Hält das Bluten lange an, wenden Sie sich an Ihre Zahnärztin bzw. Ihren Zahnarzt.

Soll ich nach dem Erbrechen sofort die Zähne putzen?

Allgemein wird empfohlen, nicht direkt nach dem Erbrechen zu putzen, da die Säure den Schmelz vorübergehend aufweicht. Spülen Sie den Mund mit Wasser oder einer fluoridhaltigen Mundspülung und putzen Sie nach etwa einer halben Stunde Wartezeit.

Kann ich in der Stillzeit den Zahnstein entfernen lassen?

Ja, in der Stillzeit kann Zahnstein entfernt werden, und das Stillen muss nicht unterbrochen werden. Wenn Sie Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt sagen, dass Sie stillen, wird bei einem nach der Behandlung nötigen Produkt die richtige Wahl getroffen.

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Information und Untersuchung in Ankara

Für eine persönliche Einschätzung zu Zahnsteinentfernung in der Schwangerschaft: Ist sie möglich und warum ist sie wichtig? können Sie einen Untersuchungstermin in der Zahnpoliklinik Funda Sarıkaya vereinbaren.

Die Poliklinik liegt im Park Oran Ofis, Oran, Çankaya, Ankara – neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall.

Angeboten werden allgemeine Zahnmedizin, Kieferorthopädie und Behandlung von Kiefer- und Muskelbeschwerden.

Praxis
Funda Sarıkaya Zahnpoliklinik
Adresse
Park Oran Ofis, Laden Nr. 70, Kudüs Cd., Oran, Çankaya / Ankara
Orientierung
Neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall
Öffnungszeiten
Montag–Samstag 09:00–20:00
Telefon
+90 312 911 60 36
Sprachen
Türkisch, Englisch, Deutsch, Russisch

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information; für Diagnose und Behandlungsentscheidung ist eine Untersuchung nötig. Dieser Artikel wurde aus dem Türkischen übersetzt.

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