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Mundpflege

Mund- und Zahngesundheit in der Schwangerschaft: Behandlung, Untersuchung und Pflege

Schwangere Frau bei einer zahnärztlichen Untersuchung
In diesem Artikel 7
  1. Welche Zahnfleischveränderungen treten in der Schwangerschaft auf?
  2. Welche Behandlungen sind in welcher Phase sicher?
  3. Was tun bei Zahnschmerzen in der Schwangerschaft?
  4. Sind Röntgen und Betäubung sicher?
  5. Warum steigt das Kariesrisiko in der Schwangerschaft und wie sollte die Pflege aussehen?
  6. Was Sie vor einem Zahnarzttermin in der Schwangerschaft wissen sollten
  7. Häufig gestellte Fragen

Kurze Antwort: Eine Zahnbehandlung in der Schwangerschaft ist in der Regel sicher möglich, wenn die nötigen Vorkehrungen getroffen werden. Für geplante Behandlungen ist das zweite Schwangerschaftsdrittel meist der angenehmste Zeitraum; Notfälle wie Schmerzen und Infektionen sollten dagegen in jeder Phase der Schwangerschaft ohne Aufschub behandelt werden. Verstärktes Zahnfleischbluten ist in der Schwangerschaft häufig und lässt sich mit regelmäßiger Pflege in den Griff bekommen. Wichtig ist, dass Sie der Ärztin bzw. dem Arzt Ihre Schwangerschaftswoche und Ihre Medikamente mitteilen.

Die Schwangerschaft führt wie in vielen Körpersystemen auch im Mund zu deutlichen Veränderungen. Eine der häufigsten Fragen werdender Mütter ist, ob eine Zahnbehandlung in der Schwangerschaft möglich ist. Die kurze Antwort lautet: Die Mundgesundheit zu erhalten ist während der gesamten Schwangerschaft wichtig, und mit geeigneten Vorkehrungen können viele Behandlungen in dieser Zeit erfolgen. In diesem Ratgeber behandeln wir Zahnfleischveränderungen in der Schwangerschaft, den Zeitpunkt von Behandlungen, das Vorgehen bei Zahnschmerzen, den aktuellen Ansatz zu Röntgen und Betäubung sowie Empfehlungen für die tägliche Pflege.

Welche Zahnfleischveränderungen treten in der Schwangerschaft auf?

Die häufigste Veränderung im Mund während der Schwangerschaft sind Rötung und Schwellung des Zahnfleisches sowie Bluten beim Zähneputzen; dieses Bild wird als Schwangerschaftsgingivitis bezeichnet. Der Anstieg der Schwangerschaftshormone erhöht die Durchlässigkeit der Blutgefäße im Zahnfleisch und die Reaktion des Gewebes auf bakterielle Plaque. Deshalb kann selbst eine geringe Plaquemenge, die vor der Schwangerschaft unbemerkt blieb, eine deutliche Entzündung auslösen. Die Veränderungen beginnen meist ab dem zweiten Monat und können im weiteren Verlauf der Schwangerschaft deutlicher werden.

Bei manchen werdenden Müttern kann sich am Zahnfleisch eine rote, leicht blutende, gutartige Schwellung bilden. Diese im Volksmund als „Schwangerschaftstumor“ bekannte Veränderung ist kein Krebs und bildet sich nach der Geburt meist zurück oder verschwindet. Erschwert sie das Essen oder blutet sie häufig, wird sie von der Ärztin bzw. vom Arzt beurteilt.

Eine schon vor der Schwangerschaft bestehende Zahnfleischerkrankung kann in dieser Zeit zum Fortschreiten neigen. Wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass zwischen fortgeschrittener Zahnfleischerkrankung und Frühgeburt sowie niedrigem Geburtsgewicht ein Zusammenhang bestehen könnte; ob es sich dabei um einen eindeutigen ursächlichen Zusammenhang handelt, wird jedoch noch erforscht. Dennoch wird empfohlen, die Zahnfleischgesundheit während der gesamten Schwangerschaft zu erhalten – sowohl für die Mutter als auch für die allgemeine Gesundheit.

Welche Behandlungen sind in welcher Phase sicher?

Der günstigste Zeitraum für geplante Zahnbehandlungen ist meist das zweite Schwangerschaftsdrittel, also etwa der vierte bis sechste Schwangerschaftsmonat. In dieser Zeit hat die Übelkeit meist nachgelassen, die Organentwicklung des Babys ist weitgehend abgeschlossen, und es fällt der werdenden Mutter noch nicht schwer, längere Zeit auf dem Behandlungsstuhl zu sitzen.

Erstes Drittel: In dieser Zeit können Untersuchungen, Zahnsteinentfernung und Notfallbehandlungen durchgeführt werden. Umfangreiche Behandlungen, die aufgeschoben werden können, werden meist auf das zweite Drittel verlegt. Da Übelkeit und Erbrechen in dieser Phase oft stark sind, sind kurze Termine angenehmer.

Zweites Drittel: Behandlungen wie Füllungen, Wurzelbehandlungen, notwendige Zahnextraktionen und Zahnfleischbehandlungen können in dieser Zeit geplant werden. Behandlungsbedürftige Karies sollte nicht bis zur Geburt aufgeschoben werden, damit sie nicht fortschreitet und zu Schmerzen und Infektionen führt.

Letztes Drittel: Notfall- und notwendige Behandlungen sind möglich, doch langes Liegen auf dem Rücken kann bei manchen werdenden Müttern Schwindel und Blutdruckabfall verursachen. Deshalb werden die Termine kurz gehalten, der Stuhl kann leicht nach links geneigt eingestellt werden, und es werden häufige Pausen eingelegt.

Bleaching, umfangreiche ästhetische Behandlungen und nicht dringende chirurgische Eingriffe werden in der Regel auf die Zeit nach der Geburt verschoben. Organisationen wie der Türkische Zahnärzteverband (Türk Dişhekimleri Birliği) und die American Dental Association betonen, dass eine Schwangerschaft kein Grund ist, eine zahnärztliche Untersuchung aufzuschieben.

Was tun bei Zahnschmerzen in der Schwangerschaft?

Zahnschmerzen in der Schwangerschaft sollten nicht aufgeschoben werden; unabhängig von der Phase der Schwangerschaft sollte man zeitnah eine Zahnärztin bzw. einen Zahnarzt aufsuchen. Zahnschmerzen weisen oft auf fortgeschrittene Karies, eine Nervenentzündung oder eine vom Zahnfleisch ausgehende Infektion hin. Unbehandelte Infektionen im Mund können sich ausbreiten und sowohl die Mutter als auch den Schwangerschaftsverlauf beeinträchtigen. Daher ist es in der Regel sicherer, die Ursache der Schmerzen zu behandeln, als monatelang mit Schmerzen abzuwarten.

Wenn Schmerzmittel oder Antibiotika nötig werden, nehmen Sie keine Medikamente auf eigene Faust ein. In der Schwangerschaft können manche Medikamente sicher angewendet werden, andere sollten vermieden werden. Ihre Zahnärztin bzw. Ihr Zahnarzt legt bei Bedarf in Absprache mit Ihrer Frauenärztin bzw. Ihrem Frauenarzt ein für die Schwangerschaftsphase geeignetes Medikament fest. Bei Anzeichen wie einer Schwellung im Gesicht, Fieber oder Schluckbeschwerden sollten Sie sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben.

Sind Röntgen und Betäubung sicher?

Bei Bedarf können in der Schwangerschaft Zahnröntgenaufnahmen gemacht werden; die Strahlendosis digitaler Zahnröntgenaufnahmen ist sehr gering, und der Strahl wird direkt auf den Mundbereich gerichtet. Dennoch werden unnötige Aufnahmen vermieden, und Röntgenbilder werden nur angefordert, wenn sie für Diagnose oder Behandlung wirklich nötig sind. Als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme werden bei der Aufnahme eine Bleischürze und ein Schilddrüsenschutz verwendet.

Die bei Zahnbehandlungen eingesetzten örtlichen Betäubungsmittel gelten in der Schwangerschaft bei Anwendung in angemessener Menge allgemein als sicher. Die örtliche Betäubung sorgt für eine angenehme Behandlung und erspart der werdenden Mutter Stress und Schmerzen – was für sich genommen ein wichtiger Vorteil ist. Welches Betäubungsmittel in welcher Menge verwendet wird, entscheidet die Ärztin bzw. der Arzt unter Berücksichtigung der Schwangerschaftsphase und Ihres allgemeinen Gesundheitszustands. Eingriffe in der Schwangerschaft, die eine Vollnarkose oder Sedierung erfordern, werden außer in Notfällen in der Regel aufgeschoben.

Warum steigt das Kariesrisiko in der Schwangerschaft und wie sollte die Pflege aussehen?

Das Kariesrisiko kann in der Schwangerschaft aus verschiedenen Gründen steigen: häufige Zwischenmahlzeiten, verstärkte Lust auf Süßes, ein saures Mundmilieu durch Übelkeit und Erbrechen sowie eine durch Müdigkeit vernachlässigte Mundpflege. Der verbreitete Glaube, die Schwangerschaft entziehe den Zähnen Kalzium, ist dagegen nicht richtig; die Mineralien im Zahnschmelz werden durch die Schwangerschaft nicht an das Baby abgegeben. Die eigentlichen Faktoren, die das Kariesrisiko erhöhen, sind Ernährungsgewohnheiten und Mundhygiene.

Um die Mundgesundheit während der Schwangerschaft zu erhalten, können Sie folgende Empfehlungen beachten:

  • Putzen Sie Ihre Zähne zweimal täglich mit fluoridhaltiger Zahnpasta und einer weichen Zahnbürste, und verwenden Sie täglich Zahnseide.
  • Putzen Sie Ihre Zähne nicht sofort nach dem Erbrechen; spülen Sie den Mund mit Wasser aus und warten Sie etwa eine halbe Stunde mit dem Putzen. Wird der durch Säure aufgeweichte Zahnschmelz sofort geputzt, kann dies den Abrieb verstärken.
  • Wenn Sie beim Putzen einen Würgereiz verspüren, versuchen Sie es mit einer Zahnbürste mit kleinem Kopf und einer mild aromatisierten Zahnpasta.
  • Greifen Sie zwischen den Mahlzeiten statt zu zuckerhaltigen Snacks lieber zu Käse, Joghurt, Gemüse und Obst, und trinken Sie über den Tag verteilt viel Wasser.
  • Sehen Sie Zahnfleischbluten nicht als Grund, mit dem Putzen aufzuhören; das Bluten lässt meist durch regelmäßiges Entfernen der Plaque nach.
  • Lassen Sie zu Beginn der Schwangerschaft, nach Möglichkeit schon bei der Planung einer Schwangerschaft, eine zahnärztliche Kontrolle durchführen.

Auch nach der Geburt ist es wichtig, die Mundgesundheit nicht zu vernachlässigen. Kariesverursachende Bakterien aus dem Mund der Eltern können zum Beispiel über einen gemeinsam benutzten Löffel auf das Baby übertragen werden; eine gute Mundgesundheit der Mutter trägt auch dazu bei, das spätere Kariesrisiko des Kindes zu verringern. Antworten auf weitere Fragen zu Schwangerschaft und Mundgesundheit finden Sie auf unserer Seite Häufig gestellte Fragen.

Was Sie vor einem Zahnarzttermin in der Schwangerschaft wissen sollten

Wenn Sie beim Termin Ihre Schwangerschaftswoche, eine eventuelle Risikoschwangerschaft, die von Ihnen eingenommenen Vitamine und Medikamente sowie die Empfehlungen Ihrer Frauenärztin bzw. Ihres Frauenarztes angeben, kann die Behandlung passend für Sie geplant werden. Für die regelmäßige Kontrolle der Mundgesundheit werdender Mütter werden in unserer Poliklinik im Park Oran Ofis in Oran, Çankaya, Untersuchungen und notwendige Behandlungen passend zu Ihrer Schwangerschaftsphase geplant; wir empfehlen Ihnen, Beschwerden wie Zahnfleischbluten oder Zahnschmerzen ohne Aufschub anzusprechen.

Häufig gestellte Fragen

Kann man in der Schwangerschaft einen Zahn ziehen lassen?

Bei Bedarf kann in der Schwangerschaft ein Zahn gezogen werden; für geplante Extraktionen wird meist das zweite Schwangerschaftsdrittel bevorzugt. Zähne, die Schmerzen oder Infektionen verursachen, können in jeder Phase der Schwangerschaft beurteilt werden. Die Entscheidung trifft die Ärztin bzw. der Arzt unter Berücksichtigung der Schwangerschaftswoche und des allgemeinen Gesundheitszustands.

Kann in der Schwangerschaft Zahnstein entfernt werden?

Ja, eine Zahnsteinentfernung ist in der Schwangerschaft möglich und hilft, die in der Schwangerschaft verstärkte Zahnfleischentzündung unter Kontrolle zu halten. Sie kann in der Regel in jeder Phase der Schwangerschaft durchgeführt werden. In den letzten Monaten wird auf dem Stuhl eine bequeme Position eingestellt und der Termin kurz gehalten.

Ist Zahnfleischbluten in der Schwangerschaft normal?

Da Schwangerschaftshormone die Reaktion des Zahnfleisches auf bakterielle Plaque verstärken, kommt Zahnfleischbluten häufig vor. Mit regelmäßigem Zähneputzen, Zahnseide und bei Bedarf professioneller Zahnreinigung lässt es sich meist in den Griff bekommen. Bei starkem Bluten oder einer Schwellung des Zahnfleisches ist eine Untersuchung nötig.

Ist eine Zahnbehandlung in der Stillzeit möglich?

In der Stillzeit können Behandlungen wie Füllungen, Wurzelbehandlungen und Zahnextraktionen durchgeführt werden. Eine örtliche Betäubung ist in dieser Zeit in der Regel unproblematisch. Ob die verwendeten Medikamente mit dem Stillen vereinbar sind, beurteilt Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt; geben Sie daher unbedingt an, dass Sie stillen.

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Information und Untersuchung in Ankara

Für eine persönliche Einschätzung zu Mund- und Zahngesundheit in der Schwangerschaft: Behandlung, Untersuchung und Pflege können Sie einen Untersuchungstermin in der Zahnpoliklinik Funda Sarıkaya vereinbaren.

Die Poliklinik liegt im Park Oran Ofis, Oran, Çankaya, Ankara – neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall.

Angeboten werden allgemeine Zahnmedizin, Kieferorthopädie und Behandlung von Kiefer- und Muskelbeschwerden.

Praxis
Funda Sarıkaya Zahnpoliklinik
Adresse
Park Oran Ofis, Laden Nr. 70, Kudüs Cd., Oran, Çankaya / Ankara
Orientierung
Neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall
Öffnungszeiten
Montag–Samstag 09:00–20:00
Telefon
+90 312 911 60 36
Sprachen
Türkisch, Englisch, Deutsch, Russisch

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information; für Diagnose und Behandlungsentscheidung ist eine Untersuchung nötig. Dieser Artikel wurde aus dem Türkischen übersetzt.

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