Invisalign Provider

Kinderzahngesundheit

Zähnepressen und Zähneknirschen bei Kindern (Bruxismus): Wann ist Sorge angebracht?

Schlafendes Kind, das nachts mit den Zähnen knirscht
In diesem Artikel 8
  1. Was ist Bruxismus bei Kindern?
  2. Welche Ursachen hat Zähneknirschen bei Kindern?
  3. Welche Symptome gibt es?
  4. Wann ist eine Behandlung nötig?
  5. Welche Behandlungsansätze gibt es?
  6. Schadet Bruxismus den bleibenden Zähnen?
  7. Wann sollten Sie in Ankara eine Untersuchung für Ihr Kind planen?
  8. Häufig gestellte Fragen

Kurze Antwort: Zähneknirschen (Bruxismus) bei Kindern bedeutet meist, dass die Zähne im Schlaf zusammengepresst oder aneinandergerieben werden; es tritt im Vorschul- und Grundschulalter häufig auf. Bei vielen Kindern nimmt es mit dem Alter ab und erfordert keine Behandlung. Bei Schnarchen, Mundatmung, Kieferschmerzen, deutlichem Zahnabrieb oder Empfindlichkeit wird eine Beurteilung durch die Zahnärztin bzw. den Zahnarzt und gegebenenfalls durch die Kinderärztin bzw. den Kinderarzt empfohlen.

Das Knirschgeräusch, das nachts aus dem Kinderzimmer dringt, beunruhigt viele Eltern. Zähneknirschen bei Kindern wird medizinisch als Bruxismus bezeichnet und entsteht durch unwillkürliches Zusammenpressen oder Aneinanderreiben der Zähne. Obwohl es häufig vorkommt, ist es bei den meisten Kindern eine vorübergehende Phase, die ohne bleibenden Schaden von selbst abklingt. In manchen Fällen kann es jedoch auf ein zugrunde liegendes Problem hinweisen. In diesem Beitrag behandeln wir die Ursachen und Symptome des kindlichen Bruxismus und erklären, wann ein Arztbesuch angezeigt ist.

Was ist Bruxismus bei Kindern?

Bruxismus bei Kindern ist das Pressen oder Knirschen mit den Zähnen, meist im Schlaf, manchmal auch unbewusst am Tag. Schlafbruxismus ist bei Kindern die häufigere Form; das Kind bemerkt ihn meist nicht, und er fällt in der Regel durch das Geräusch auf, das die Eltern hören. Wachbruxismus zeigt sich dagegen eher als Zähnepressen bei Tätigkeiten, die hohe Konzentration erfordern, oder in Anspannungsmomenten.

Schon während des Durchbruchs der Milchzähne, also im Säuglingsalter, kann ein Aneinanderreiben der Zähne vorkommen; dies kann Teil davon sein, dass das Kind seine neuen Zähne erkundet. Das im Vorschul- und Grundschulalter häufige nächtliche Knirschen nimmt bei vielen Kindern mit dem Übergang zu den bleibenden Zähnen deutlich ab.

Welche Ursachen hat Zähneknirschen bei Kindern?

Zähneknirschen bei Kindern hat keine einzelne Ursache; meist wirken mehrere Faktoren zusammen. Heute geht man davon aus, dass Bruxismus weniger mit dem Zusammenbiss der Zähne als vielmehr mit den schlafregulierenden Prozessen im Gehirn zusammenhängt.

  • Schlafbezogene Faktoren: Das Anspannen der Kiefermuskulatur während kurzer Weckreaktionen im Schlaf (Mikro-Arousals) wird mit Bruxismus in Verbindung gebracht. Unregelmäßige Schlafzeiten und zu wenig Schlaf können dieses Bild verstärken.
  • Atemprobleme: Zustände, die die Atmung im Schlaf beeinträchtigen – etwa vergrößerte Rachenmandeln (Polypen) oder Gaumenmandeln, allergisch verstopfte Nase, Schnarchen und Mundatmung –, treten bei Kindern häufig zusammen mit Bruxismus auf.
  • Stress und emotionale Faktoren: Veränderungen wie Schulbeginn, die Geburt eines Geschwisterkindes oder ein Umzug sowie Ängste können das Knirschen verstärken.
  • Andere gesundheitliche Zustände: Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS), einige neurologische Erkrankungen und manche Medikamente werden mit Bruxismus in Verbindung gebracht.
  • Zahndurchbruch und Wechselgebiss: Der Durchbruch der Milchzähne und der sich verändernde Zusammenbiss im Wechselgebiss können zu vorübergehendem Knirschen beitragen.

Um zu verstehen, welcher dieser Faktoren bei Ihrem Kind im Vordergrund steht, sind eine ausführliche Anamnese und eine Untersuchung nötig. Bruxismus ist für sich genommen keine Diagnose, sondern meist ein Symptom.

Welche Symptome gibt es?

Das häufigste Symptom ist ein nachts im Schlaf hörbares Knirschen oder Knacken der Zähne; daneben können sich bestimmte Zeichen an Zähnen und Kiefer zeigen. Die wichtigsten Symptome, auf die Eltern achten können:

  • regelmäßig im Schlaf hörbares Knirschgeräusch,
  • abgeflachte, verkürzte Zahnkanten oder glänzende Abriebflächen,
  • Empfindlichkeit der Zähne bei heißen oder kalten Speisen,
  • morgendliche Schmerzen oder Müdigkeitsgefühl im Kiefer, Gesicht oder an den Schläfen,
  • Schwierigkeiten beim Mundöffnen oder Geräusche im Kiefergelenk,
  • morgendliche Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Konzentrationsschwäche am Tag (vor allem bei gestörter Schlafqualität),
  • Schnarchen, Schlafen mit offenem Mund, Atemaussetzer im Schlaf.

Ein gewisser Abrieb an Milchzähnen ist für sich allein kein Grund zur Beunruhigung. Entscheidend sind das Ausmaß des Abriebs, begleitende Schmerzen oder Empfindlichkeit und vor allem Symptome, die mit der Atmung im Schlaf zusammenhängen.

Wann ist eine Behandlung nötig?

Zähneknirschen bei Kindern wird in den meisten Fällen lediglich beobachtet; eine Behandlung kommt infrage, wenn deutliche Zahnschäden, Schmerzen oder ein zugrunde liegendes Problem vorliegen. In folgenden Fällen wird empfohlen, eine Zahnarztpraxis aufzusuchen:

  1. wenn an den Zähnen sichtbarer und fortschreitender Abrieb, Brüche oder Risse bestehen,
  2. wenn das Kind über empfindliche Zähne oder Kieferschmerzen klagt,
  3. wenn das Knirschen auch nach dem Durchbruch der bleibenden Zähne stark anhält,
  4. wenn Schnarchen, Mundatmung oder Atemaussetzer im Schlaf hinzukommen,
  5. wenn Veränderungen der Schlafqualität, des Verhaltens oder der schulischen Leistungen des Kindes auffallen.

Befunde wie Schnarchen und Atemaussetzer sind auch unabhängig vom Bruxismus wichtig und sollten von einer Kinderärztin bzw. einem Kinderarzt oder einer HNO-Fachärztin bzw. einem HNO-Facharzt beurteilt werden. In solchen Fällen spielt die Zahnärztin bzw. der Zahnarzt eine wichtige Rolle bei der Überweisung des Kindes an die zuständige Fachrichtung.

Welche Behandlungsansätze gibt es?

Die Behandlung des kindlichen Bruxismus zielt darauf ab, die Symptome zu lindern und eine etwaige zugrunde liegende Ursache anzugehen; nicht bei jedem Kind wird dieselbe Methode angewendet.

Beobachtung und Anpassung von Gewohnheiten

In leichten Fällen wird der Zustand der Zähne bei regelmäßigen Kontrollen beobachtet. Weniger Bildschirmzeit vor dem Schlafengehen, ein ruhiges Abendritual, regelmäßige Schlafzeiten und der Verzicht auf koffeinhaltige Getränke (wie Cola oder Eistee) am Abend können hilfreich sein. Auch über Stressquellen des Kindes zu sprechen und es daran zu erinnern, den Kiefer zu lockern, wenn es tagsüber merkt, dass es die Zähne zusammenpresst, sind unterstützende Maßnahmen.

Wenn Sie vor dem Termin einige Wochen lang kurze Notizen führen, erleichtert das die ärztliche Beurteilung: zum Beispiel, in wie vielen Nächten pro Woche das Knirschen zu hören ist, ob Schnarchen oder Schlafen mit offenem Mund vorkommt, ob das Kind morgens über Kiefer- oder Kopfschmerzen klagt und ob es eine vorübergehende Stressquelle gibt. Wenn möglich, kann auch eine kurze Tonaufnahme im Schlaf zur Beurteilung des Knirschens und des Atemmusters beitragen.

Behandlung der zugrunde liegenden Ursache

Werden Probleme der Atemwege wie Polypen, vergrößerte Mandeln oder Allergien festgestellt, kann deren Behandlung durch die zuständige Fachrichtung bei manchen Kindern auch das Knirschen verringern. Bei ausgeprägten Ängsten oder Verhaltensauffälligkeiten kann mit der Kinderärztin bzw. dem Kinderarzt und bei Bedarf mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie zusammengearbeitet werden.

Aufbissschiene und Zahnreparatur

Im Milchgebiss wird eine Aufbissschiene nicht routinemäßig empfohlen, da Kiefer und Zähne schnell wachsen und sich verändern. Besteht nach dem Durchbruch der bleibenden Zähne ein deutlicher Abrieb, kann die Zahnärztin bzw. der Zahnarzt eine weiche oder harte Aufbissschiene empfehlen, die das Wachstum berücksichtigt; solche Schienen stoppen das Knirschen nicht, schützen die Zähne aber vor Abrieb. An Zähnen, bei denen durch Abrieb Empfindlichkeit oder Substanzverlust entstanden ist, können schützende Maßnahmen oder Reparaturen vorgenommen werden. Antworten auf weitere Fragen zur Mundgesundheit Ihres Kindes finden Sie auf unserer Seite mit häufig gestellten Fragen.

Schadet Bruxismus den bleibenden Zähnen?

Bruxismus im Kindesalter klingt in den meisten Fällen ab, ohne den bleibenden Zähnen ernsthaft zu schaden; starkes Knirschen, das auch nach dem Durchbruch der bleibenden Zähne anhält, kann jedoch zu Abrieb führen. Ist der Zahnschmelz bleibender Zähne einmal abgetragen, kann er sich nicht erneuern. Deshalb helfen regelmäßige zahnärztliche Kontrollen im Wechselgebiss, also etwa zwischen sechs und zwölf Jahren, Abrieb frühzeitig zu erkennen. Bei Bedarf kann auch eine kieferorthopädische Beurteilung erfolgen, um Zusammenbiss und Kieferentwicklung gemeinsam zu beobachten.

Wann sollten Sie in Ankara eine Untersuchung für Ihr Kind planen?

Wenn das nächtliche Knirschen Ihres Kindes wochenlang anhält, Sie Abrieb an den Zähnen bemerkt haben oder Symptome wie Schnarchen und Mundatmung hinzukommen, bietet eine zahnärztliche Beurteilung Orientierung. In unserer Praxis in Oran, Çankaya, werden die Zähne, die Kieferentwicklung und der Abriebzustand Ihres Kindes beurteilt; wenn nötig, erfolgt eine Überweisung an die zuständigen Fachärztinnen und Fachärzte.

Häufig gestellte Fragen

Ist es normal, dass mein Kind nachts mit den Zähnen knirscht?

Nächtliches Zähneknirschen ist bei Kindern im Vorschul- und Grundschulalter häufig und nimmt bei vielen Kindern mit dem Alter ab. Liegen keine begleitenden Symptome wie deutlicher Abrieb, Schmerzen oder Schnarchen vor, genügt in der Regel eine Beobachtung. Bei den Kontrollen behält die Zahnärztin bzw. der Zahnarzt den Zustand der Zähne im Blick.

Hängt Zähneknirschen mit Würmern zusammen?

Ein starker Zusammenhang zwischen Darmwürmern und Zähneknirschen ist nicht belegt. Bruxismus wird eher mit Faktoren wie Schlafmuster, Atemproblemen und Stress in Verbindung gebracht. Besteht der Verdacht auf Würmer, sollte hierzu die Kinderärztin bzw. der Kinderarzt befragt werden.

Werden bei Kindern Aufbissschienen verwendet?

Im Milchgebiss wird eine Aufbissschiene nicht routinemäßig empfohlen, da der Kiefer schnell wächst. Besteht nach dem Durchbruch der bleibenden Zähne ein deutlicher Abrieb, kann die Zahnärztin bzw. der Zahnarzt eine Schiene empfehlen, die das Wachstum berücksichtigt. Die Schiene stoppt das Knirschen nicht, schützt die Zähne aber vor Abrieb.

Zu welchem Arzt sollte man mit einem Kind gehen, das schnarcht und mit den Zähnen knirscht?

Die Zahnärztin bzw. der Zahnarzt beurteilt die Auswirkungen auf die Zähne; bei Schnarchen, Mundatmung oder Atemaussetzern im Schlaf wird eine Beurteilung durch die Kinderärztin bzw. den Kinderarzt oder durch eine HNO-Fachärztin bzw. einen HNO-Facharzt empfohlen. Diese Symptome sind auch unabhängig vom Bruxismus wichtig.

Verwandte Suchanfragen

Begriffe, nach denen Patienten zum Thema „Zähnepressen und Zähneknirschen bei Kindern (Bruxismus): Wann ist Sorge angebracht?“ häufig suchen:

  • Zähneknirschen Kinder
  • Bruxismus Kinder
  • Kind knirscht nachts mit den Zähnen
  • Aufbissschiene Kinder
  • Zähneknirschen Kinder Ursachen
  • Kinderzahnarzt Ankara
  • Bruxismus Behandlung Ankara

Information und Untersuchung in Ankara

Für eine persönliche Einschätzung zu Zähnepressen und Zähneknirschen bei Kindern (Bruxismus): Wann ist Sorge angebracht? können Sie einen Untersuchungstermin in der Zahnpoliklinik Funda Sarıkaya vereinbaren.

Die Poliklinik liegt im Park Oran Ofis, Oran, Çankaya, Ankara – neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall.

Angeboten werden allgemeine Zahnmedizin, Kieferorthopädie und Behandlung von Kiefer- und Muskelbeschwerden.

Praxis
Funda Sarıkaya Zahnpoliklinik
Adresse
Park Oran Ofis, Laden Nr. 70, Kudüs Cd., Oran, Çankaya / Ankara
Orientierung
Neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall
Öffnungszeiten
Montag–Samstag 09:00–20:00
Telefon
+90 312 911 60 36
Sprachen
Türkisch, Englisch, Deutsch, Russisch

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information; für Diagnose und Behandlungsentscheidung ist eine Untersuchung nötig. Dieser Artikel wurde aus dem Türkischen übersetzt.

Ähnliche Artikel

Terminanfrage

Wählen Sie einen passenden Tag und ein Zeitfenster; die Praxis ruft Sie an oder schreibt Ihnen per WhatsApp, um den Termin zu bestätigen.

Wenn Sie möchten, können Sie uns stattdessen unter 0312 911 60 36 anrufen.