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Mundpflege

Mundtrockenheit (Xerostomie): Ursachen und was hilft

Person trinkt einen Schluck Wasser gegen trockenen Mund
In diesem Artikel 7
  1. Was ist Mundtrockenheit?
  2. Ursachen: Medikamente, Diabetes, Allgemeinerkrankungen
  3. Auswirkungen auf die Zähne
  4. Was hilft gegen Mundtrockenheit? Linderung zu Hause
  5. Behandlungsansätze
  6. Wann sollten Sie wegen Mundtrockenheit ärztlichen Rat einholen?
  7. Häufig gestellte Fragen

Kurze Antwort: Mundtrockenheit (Xerostomie) bedeutet, dass weniger Speichel gebildet wird oder sich der Mund trocken anfühlt. Häufigste Ursache sind regelmäßig eingenommene Medikamente; auch Diabetes, Sjögren-Syndrom, Strahlentherapie, Flüssigkeitsverlust und Mundatmung können dazu führen. Wenn der Speichel abnimmt, steigt das Risiko für Karies und Mundsoor. Häufiges Trinken, zuckerfreier Kaugummi und fluoridhaltige Produkte verschaffen Linderung; die Ursache sollte ärztlich abgeklärt werden.

Wenn Sie morgens merken, dass Ihre Zunge am Gaumen klebt, tagsüber häufig etwas trinken müssen oder Mühe haben, einen trockenen Bissen zu schlucken, sind Sie nicht allein. Mundtrockenheit, medizinisch Xerostomie, ist eine Beschwerde, die besonders im mittleren und höheren Lebensalter häufig vorkommt, aber oft nicht ernst genommen wird. Dabei spielt Speichel beim Schutz der Zähne und der Mundgewebe eine viel größere Rolle, als man denkt. In diesem Beitrag behandeln wir die Ursachen von Mundtrockenheit, ihre Auswirkungen auf die Zähne, lindernde Maßnahmen für zu Hause und Behandlungsansätze.

Was ist Mundtrockenheit?

Mundtrockenheit bezeichnet ein Trockenheitsgefühl im Mund oder eine tatsächlich verringerte Speichelbildung; sie ist keine eigenständige Krankheit, sondern meist Symptom einer anderen Ursache. In der Medizin wird die empfundene Trockenheit als „Xerostomie“ bezeichnet, eine messbar verminderte Tätigkeit der Speicheldrüsen als „Speicheldrüsenunterfunktion“ (Hyposalivation). Beides tritt häufig gemeinsam auf, deckt sich aber nicht immer.

Betrachtet man die Aufgaben des Speichels im Mund, versteht man besser, warum ein Mangel Probleme verursacht:

  • Er spült Speisereste und Bakterien weg.
  • Er puffert die von Bakterien gebildeten Säuren und schützt so den Zahnschmelz.
  • Mit seinem Gehalt an Kalzium und Phosphat trägt er zur Reparatur des Zahnschmelzes bei.
  • Er erleichtert Kauen, Schlucken und Sprechen.
  • Er unterstützt das Schmecken und leitet die erste Phase der Verdauung ein.
  • Er hält die Mundgewebe feucht und schützt sie so vor Wunden und Infektionen.

Zu den Anzeichen von Mundtrockenheit gehören ein klebriges, trockenes Gefühl im Mund, häufiger Durst, Schwierigkeiten beim Schlucken und Sprechen, rissige Lippen, eingerissene Mundwinkel, Zungenbrennen, Geschmacksveränderungen und Mundgeruch. Bei Menschen mit Prothesen ist ein schlechterer Halt der Prothese ebenfalls eine häufige Beschwerde.

Ursachen: Medikamente, Diabetes, Allgemeinerkrankungen

Häufigste Ursache von Mundtrockenheit sind regelmäßig eingenommene Medikamente; es folgen Allgemeinerkrankungen wie Diabetes, Strahlentherapie im Kopf-Hals-Bereich und Lebensgewohnheiten. Oft liegen mehrere Ursachen gleichzeitig vor.

Medikamente

Bei Hunderten von Medikamenten zählt Mundtrockenheit zu den Nebenwirkungen. Beispiele sind Allergiemittel, manche Antidepressiva und angstlösende Medikamente, Blutdruckmittel und harntreibende Medikamente, Blasenmedikamente, bestimmte Schmerzmittel und Muskelrelaxanzien. Werden mehrere Medikamente gleichzeitig eingenommen, kann sich die Wirkung verstärken. Ein wichtiger Hinweis: Kein Medikament sollte eigenmächtig abgesetzt oder in der Dosis verändert werden, nur weil es Mundtrockenheit verursacht. Ein Gespräch mit der verordnenden Ärztin bzw. dem verordnenden Arzt ermöglicht es, bei Bedarf Alternativen zu prüfen.

Diabetes

Ein schlecht eingestellter Blutzucker kann zusammen mit häufigem Wasserlassen und Flüssigkeitsverlust zu Mundtrockenheit führen. Bei Menschen mit Diabetes kann Mundtrockenheit zudem das Risiko für Zahnfleischerkrankungen und Mundsoor erhöhen. Eine gute Blutzuckereinstellung hilft, diese Beschwerden zu lindern.

Andere Allgemeinerkrankungen und Zustände

  • Sjögren-Syndrom: Eine Autoimmunerkrankung, die die Speichel- und Tränendrüsen betrifft; Mund- und Augentrockenheit sind ihre Hauptsymptome.
  • Strahlentherapie im Kopf-Hals-Bereich: Liegen die Speicheldrüsen im Bestrahlungsfeld, kann die Speichelbildung deutlich und langfristig abnehmen.
  • Flüssigkeitsverlust: Zu wenig Trinken, Fieber, Durchfall und Erbrechen können vorübergehende Trockenheit verursachen.
  • Mundatmung und Schnarchen: Sie führen vor allem morgens zu deutlicher Trockenheit.
  • Rauchen, Alkohol und übermäßiger Koffeinkonsum: Sie können die Mundgewebe austrocknen und die Beschwerden verstärken.
  • Stress und Angst: Sie können ein vorübergehendes Trockenheitsgefühl verursachen.

Das Altern allein verringert die Speichelbildung nicht wesentlich. Hauptgrund dafür, dass Mundtrockenheit im höheren Alter häufiger auftritt, ist die in diesem Lebensabschnitt zunehmende Zahl eingenommener Medikamente.

Auswirkungen auf die Zähne

Da Mundtrockenheit die Schutzwirkung des Speichels verringert, erhöht sie das Risiko für Karies, Zahnfleischprobleme und Infektionen im Mund deutlich. Diese Folgen können unbemerkt fortschreiten; deshalb sind regelmäßige zahnärztliche Kontrollen bei Menschen mit Trockenheitsbeschwerden umso wichtiger.

  • Mehr Karies: Vor allem an den Zahnhälsen und an Wurzeloberflächen, die durch Zahnfleischrückgang freiliegen, kann rasch fortschreitende Karies auftreten.
  • Schmelzerosion: Wenn Säuren nicht abgepuffert werden, nutzt sich die Schmelzoberfläche leichter ab.
  • Mundsoor: Ein trockenes Milieu begünstigt die Entstehung von Pilzinfektionen.
  • Zahnfleischprobleme: Da sich bakterieller Zahnbelag leichter ansammelt, kann eine Zahnfleischentzündung begünstigt werden.
  • Sitz von Prothesen und Schienen: Prothesen halten schlechter und können Druckstellen an den Geweben verursachen. Auch bei Menschen mit Alignern oder Nachtschiene kann sich das Trockenheits- und Reizgefühl unter der Schiene verstärken.
  • Mundgeruch: Lässt die reinigende Wirkung des Speichels nach, können sich geruchsbildende Bakterien vermehren.

Was hilft gegen Mundtrockenheit? Linderung zu Hause

Mundtrockenheit kann abnehmen, wenn sich die zugrunde liegende Ursache beheben lässt; ist das nicht möglich, können einfache Maßnahmen zu Hause die Beschwerden deutlich lindern. Die folgenden Empfehlungen gelten allgemein als sicher und nützlich:

  • Trinken Sie über den Tag verteilt in kleinen Schlucken Wasser. Eine Wasserflasche griffbereit zu haben, erleichtert die Gewöhnung.
  • Kauen Sie zuckerfreien Kaugummi oder lutschen Sie zuckerfreie Pastillen. Xylit-haltige Produkte regen den Speichelfluss an, ohne das Kariesrisiko zu erhöhen.
  • Meiden Sie zuckerhaltige und saure Getränke. In einem trockenen Mund ist die kariesfördernde Wirkung von Zucker und Säure stärker ausgeprägt.
  • Schränken Sie Koffein und Alkohol ein und hören Sie mit dem Rauchen auf.
  • Verzichten Sie auf alkoholhaltige Mundspülungen. Alkohol kann die Mundgewebe zusätzlich austrocknen.
  • Verwenden Sie im Schlafzimmer einen Luftbefeuchter, besonders in den Wintermonaten und in beheizten Räumen.
  • Achten Sie darauf, durch die Nase zu atmen. Atmen Sie ständig durch den Mund, lassen Sie die Ursache ärztlich abklären.
  • Pflegen Sie Ihre Lippen und schränken Sie trockene, salzige und scharfe Speisen ein; Speisen mit Soße oder Suppe anzufeuchten, erleichtert das Schlucken.

Behandlungsansätze

Die Behandlung von Mundtrockenheit besteht aus drei Hauptschritten: der Klärung der Ursache, der Befeuchtung der Mundgewebe und dem Schutz der Zähne vor Karies. Dabei ist die Zusammenarbeit zwischen der Zahnärztin bzw. dem Zahnarzt und den anderen behandelnden Ärztinnen und Ärzten wichtig.

  1. Ursachenforschung: Eingenommene Medikamente, Allgemeinerkrankungen und Gewohnheiten werden ausführlich erfragt. Bei Verdacht auf eine Erkrankung wie das Sjögren-Syndrom erfolgt eine Überweisung an die entsprechende Fachrichtung. Bei medikamentenbedingter Trockenheit können mit der verordnenden Ärztin bzw. dem verordnenden Arzt Möglichkeiten einer Dosis- oder Medikamentenänderung besprochen werden.
  2. Speichelersatzprodukte: Künstliche Speichelprodukte in Form von Gel, Spray oder Spülung befeuchten den Mund vorübergehend. Besonders die Anwendung in der Nacht kann den Schlaf erleichtern.
  3. Speichelanregende Behandlungen: Wenn die Speicheldrüsen noch teilweise arbeiten, können nach ärztlicher Beurteilung Medikamente infrage kommen, die die Speichelbildung steigern. Eignung und Anwendung dieser Medikamente werden ausschließlich ärztlich festgelegt.
  4. Kariesvorbeugung: Die Zahnärztin bzw. der Zahnarzt kann eine hochfluoridhaltige Zahnpasta, das Auftragen von Fluoridlack in der Praxis und häufigere Kontrollen empfehlen. Früh erkannte Karies lässt sich mit kleinen Füllungen behandeln.
  5. Anpassung von Prothesen und Schienen: Bei Prothesenträgerinnen und -trägern wird der Sitz der Prothese kontrolliert; liegt Mundsoor vor, wird er behandelt.

Weitere häufige Fragen zur Mundtrockenheit und allgemeine Empfehlungen zur Mundpflege finden Sie auf unserer Seite Häufig gestellte Fragen.

Wann sollten Sie wegen Mundtrockenheit ärztlichen Rat einholen?

Wenn die Trockenheit seit einigen Wochen anhält, das Schlucken oder Sprechen erschwert, Sie neue Karies an Ihren Zähnen bemerken oder weitere Beschwerden wie trockene Augen und Gelenkschmerzen hinzukommen, sollten Sie eine Untersuchung nicht aufschieben. In unserer Poliklinik in Çankaya, Ankara, werden Zähne und Zahnfleisch von Patientinnen und Patienten mit Mundtrockenheit ausführlich beurteilt; es wird ein vorbeugender Pflegeplan gegen Karies erstellt und bei Bedarf an die entsprechende Ärztin bzw. den entsprechenden Arzt überwiesen.

Häufig gestellte Fragen

Welche Erkrankung kann hinter Mundtrockenheit stecken?

Mundtrockenheit kann mit Diabetes, Autoimmunerkrankungen wie dem Sjögren-Syndrom, Flüssigkeitsverlust und bestimmten neurologischen Erkrankungen zusammenhängen. Häufigste Ursache sind jedoch regelmäßig eingenommene Medikamente. Bei länger anhaltender Trockenheit sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.

Warum tritt Mundtrockenheit nachts auf?

Im Schlaf nimmt die Speichelbildung natürlicherweise ab. Mundatmung, Schnarchen, eine verstopfte Nase und trockene Raumluft können diesen Effekt verstärken. Das Schlafzimmer zu befeuchten und die Ursache der verstopften Nase abklären zu lassen, ist oft hilfreich.

Verursacht Mundtrockenheit Karies?

Ja. Da Speichel Säuren puffert und den Zahnschmelz schützt, steigt das Kariesrisiko deutlich, wenn weniger Speichel gebildet wird. Besonders an den Zahnhälsen und Wurzeloberflächen kann rasch fortschreitende Karies auftreten. Fluoridhaltige Produkte und regelmäßige Kontrollen helfen, dieses Risiko zu verringern.

Welche Mundspülung sollte ich bei Mundtrockenheit verwenden?

Alkoholhaltige Mundspülungen werden in der Regel nicht empfohlen, da sie den Mund zusätzlich austrocknen können. Alkoholfreie Produkte mit feuchtigkeitsspendender Wirkung können bevorzugt werden. Welches Produkt für Sie geeignet ist, besprechen Sie idealerweise mit Ihrer Zahnärztin bzw. Ihrem Zahnarzt.

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Information und Untersuchung in Ankara

Für eine persönliche Einschätzung zu Mundtrockenheit (Xerostomie): Ursachen und was hilft können Sie einen Untersuchungstermin in der Zahnpoliklinik Funda Sarıkaya vereinbaren.

Die Poliklinik liegt im Park Oran Ofis, Oran, Çankaya, Ankara – neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall.

Angeboten werden allgemeine Zahnmedizin, Kieferorthopädie und Behandlung von Kiefer- und Muskelbeschwerden.

Praxis
Funda Sarıkaya Zahnpoliklinik
Adresse
Park Oran Ofis, Laden Nr. 70, Kudüs Cd., Oran, Çankaya / Ankara
Orientierung
Neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall
Öffnungszeiten
Montag–Samstag 09:00–20:00
Telefon
+90 312 911 60 36
Sprachen
Türkisch, Englisch, Deutsch, Russisch

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information; für Diagnose und Behandlungsentscheidung ist eine Untersuchung nötig. Dieser Artikel wurde aus dem Türkischen übersetzt.

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