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Kieferorthopädie

Beeinflusst Mundatmung die Kieferentwicklung? Anzeichen bei Kindern

Schlafendes Kind mit leicht geöffnetem Mund als Hinweis auf Mundatmung
In diesem Artikel 8
  1. Beeinflusst Mundatmung die Kieferentwicklung?
  2. Anzeichen, auf die man bei Kindern achten sollte
  3. Polypen, Allergie und verstopfte Nase
  4. Schmaler Oberkiefer und Kreuzbiss
  5. Mit welchen Ärzten erfolgt die Abklärung gemeinsam?
  6. Welche kieferorthopädischen Optionen gibt es?
  7. Kinderkieferorthopädie in Ankara
  8. Häufig gestellte Fragen

Kurze Antwort: Lang anhaltende Mundatmung wird bei manchen Kindern im Wachstumsalter mit einem schmalen Oberkiefer, hohem Gaumen, Kreuzbiss und Engstand der Zähne in Verbindung gebracht; sie wirkt sich aber nicht bei jedem Kind gleich aus. Die Ursache sind meist Polypen, Allergien oder eine verstopfte Nase, und sie sollte von einem HNO-Arzt abgeklärt werden. Der Kieferorthopäde beobachtet die Kieferentwicklung und plant bei Bedarf in der Wachstumsphase Optionen wie eine Dehnung.

Wenn Ihnen aufgefallen ist, dass Ihr Kind nachts mit offenem Mund schläft und tagsüber die Lippen meist einen Spalt offen stehen, ist es ganz natürlich, sich zu fragen, ob das nur eine Gewohnheit ist oder ein Zeichen, auf das man achten sollte. Mundatmung wird besonders bei Kindern im Wachstumsalter mit der Entwicklung von Kiefer und Zähnen in Verbindung gebracht. In diesem Beitrag erklären wir ruhig und realistisch, auf welche Anzeichen man achten kann, welche Ärzte bei der Ursachenklärung beteiligt sind und welche Rolle die Kieferorthopädie in diesem Prozess spielt.

Beeinflusst Mundatmung die Kieferentwicklung?

Lang anhaltende und zur Gewohnheit gewordene Mundatmung kann bei manchen Kindern die Kieferentwicklung beeinflussen, hat aber nicht bei jedem Kind dasselbe Ergebnis. Bei normaler Nasenatmung liegt die Zunge am Gaumen an, und die Lippen bleiben geschlossen. Diese Zungenposition dient als natürliche Stütze bei der Erweiterung des Oberkiefers. Bleibt der Mund dauernd geöffnet, liegt die Zunge tiefer, die Wangenmuskeln drücken ohne Gegenhalt von innen auf den Oberkiefer, und dieses Gleichgewicht kann sich verändern.

Studien zeigen, dass zwischen chronischer Mundatmung und einem schmalen Oberkiefer, hohem Gaumen, Kreuzbiss und einer Verlängerung des Gesichts in senkrechter Richtung ein Zusammenhang bestehen kann. Dennoch hängen Gesichts- und Kieferentwicklung auch von der genetischen Veranlagung, den Ernährungsgewohnheiten und vielen weiteren Faktoren ab. Deshalb ist die Aussage „Mundatmung stört die Kieferentwicklung mit Sicherheit“ nicht richtig; die zutreffendere Formulierung ist, dass lang anhaltende Mundatmung als Risikofaktor zu betrachten ist.

Anzeichen, auf die man bei Kindern achten sollte

Das deutlichste Anzeichen für Mundatmung bei Kindern ist, dass die Lippen tagsüber und im Schlaf dauernd geöffnet bleiben. Weitere Anzeichen, die Eltern bemerken können:

  • Das Kind schläft mit offenem Mund, schnarcht häufig oder scheint unruhig zu schlafen
  • Mundtrockenheit am Morgen, rissige Lippen oder schlechter Mundgeruch
  • Müdigkeit, Unkonzentriertheit oder Unruhe am Tag
  • Ständig verstopfte Nase, häufig wiederkehrende Erkältungen oder laufende Nase
  • Kauen mit offenem Mund beim Essen und Atemlosigkeit
  • Nach vorn geneigte obere Frontzähne oder in einem schmalen Bogen stehende Zähne

Dass eines oder mehrere dieser Anzeichen auftreten, bedeutet allein noch kein Problem. Mundatmung, die jedoch mehrere Wochen anhält und vor allem im Schlaf auffällt, ist Grund genug, einen Arzt zu fragen. Statt zu versuchen, anhand dieser Anzeichen zu Hause eine Diagnose zu stellen, ist es der gesündeste Weg, die Ursache von einem Facharzt abklären zu lassen.

Polypen, Allergie und verstopfte Nase

Die häufigsten Ursachen für Mundatmung bei Kindern sind Zustände, die den Nasenweg verengen. Dazu zählen vergrößerte Rachenmandeln (Adenoide, Polypen), große Gaumenmandeln, Heuschnupfen, Schwellungen der Strukturen in der Nase oder eine Verkrümmung der Nasenscheidewand. Bei manchen Kindern kann die Mundatmung als Gewohnheit fortbestehen, selbst wenn die ursprüngliche Verstopfung vergangen ist.

Das in der Literatur als „Adenoid-Gesicht“ bezeichnete Erscheinungsbild ist ein Gesichtstyp, der bei Kindern mit lang anhaltender Mundatmung beschrieben wird: Geöffnete Lippen, ein lang wirkender Untergesichtsbereich, enge Nasenlöcher und ein schmaler Oberkiefer gehören zu den in diesem Bild genannten Merkmalen. Dennoch ist dies keine Diagnose, sondern eine Beschreibung. Anhand der Gesichtsform eines Kindes lässt sich nicht entscheiden, dass es Polypen hat.

Die Beurteilung von Nase und Nasenrachenraum ist Sache des Hals-Nasen-Ohren-Arztes (HNO). Wenn der Kieferorthopäde Zahn- und Kieferbefunde bemerkt, die an Mundatmung denken lassen, verweist er die Familie zur HNO-Abklärung. Kieferorthopädische Maßnahmen, die ergriffen werden, ohne dass die Ursache in den Atemwegen beseitigt ist, führen langfristig möglicherweise nicht zum erwarteten Ergebnis.

Schmaler Oberkiefer und Kreuzbiss

Bei Kindern mit Mundatmung ist der häufigste Befund bei der kieferorthopädischen Untersuchung ein schmaler Oberkiefer und der damit verbundene Kreuzbiss. Wenn sich der Oberkiefer nicht ausreichend weitet, können die oberen Zähne innerhalb statt außerhalb der unteren Zähne stehen. Das kann auf einer oder auf beiden Seiten auftreten und führt manchmal dazu, dass der Unterkiefer beim Schließen zur Seite gleitet.

Ein schmaler Gaumen verringert außerdem den Platz, in dem die Zähne stehen sollen. Beim Übergang von den Milchzähnen zu den bleibenden Zähnen kann der Platzmangel deutlich werden, und die bleibenden Zähne brechen möglicherweise eng stehend durch. Dass sich die oberen Frontzähne nach vorn neigen, kann den Lippenschluss erschweren und so den Kreislauf aufrechterhalten.

Bei Kindern im Wachstumsalter ist die Wachstumszone in der Mittellinie des Oberkiefers noch nicht geschlossen; deshalb sprechen Dehnungsbehandlungen in dieser Phase meist besser an. Wie diese Behandlungen durchgeführt werden, haben wir auf unserer Seite Kieferdehnungsbehandlung ausführlich erklärt.

Mit welchen Ärzten erfolgt die Abklärung gemeinsam?

Die Abklärung eines Kindes, das durch den Mund atmet, erfordert in der Regel die Zusammenarbeit mehrerer Ärzte. Jede Fachrichtung betrachtet einen anderen Teil des Gesamtbildes:

  • Kinderarzt: Nimmt die erste Beurteilung im Hinblick auf allgemeinen Gesundheitszustand, Wachstum und häufig wiederkehrende Infekte vor.
  • HNO-Arzt: Untersucht Nase, Rachenmandeln und Gaumenmandeln, klärt die Ursache der Verstopfung im Atemweg ab und plant bei Bedarf die Behandlung.
  • Allergologe: Führt, wenn ein Heuschnupfen vermutet wird, die entsprechenden Tests und die Nachsorge durch.
  • Kieferorthopäde: Beurteilt die Kieferentwicklung, die Gaumenbreite, den Biss und die Zahnstellung.

Bei dieser Zusammenarbeit ist die Reihenfolge wichtig. In den meisten Fällen wird zuerst die Durchgängigkeit der Atemwege beurteilt und danach der kieferorthopädische Bedarf besprochen. Wenn unsere Klinik einen Befund bemerkt, der an Mundatmung denken lässt, verweist sie die Familie zur HNO-Abklärung; Medikamente oder Behandlungsempfehlungen sind Entscheidung des zuständigen Facharztes.

Welche kieferorthopädischen Optionen gibt es?

Die kieferorthopädischen Optionen richten sich nach dem Alter des Kindes, der Phase der Kieferentwicklung und den Untersuchungsbefunden. Im Allgemeinen können diese Ansätze infrage kommen:

  1. Beobachtung in der Frühphase: Liegt kein ausgeprägtes Problem vor, wird die Entwicklung des Kindes in bestimmten Abständen beobachtet.
  2. Dehnung des Oberkiefers: Bei schmalem Gaumen und Kreuzbiss können im Wachstumsalter Dehnapparaturen eingesetzt werden.
  3. Funktionelle Apparaturen: Apparaturen, die helfen, die Lage der Kiefer zueinander zu lenken, können in manchen Fällen bevorzugt werden.
  4. Training der Gewohnheiten: Ist der Atemweg frei geworden, kann eine Anleitung zu Lippenschluss und richtiger Zungenposition erfolgen; bei Bedarf wird mit entsprechenden Therapeuten zusammengearbeitet.

Ziel dieser Behandlungen ist es, das Wachstumspotenzial in die richtige Richtung zu nutzen. Weitere Informationen dazu, wann ein frühes Eingreifen nötig ist und wann abgewartet werden kann, finden Sie auf unserer Seite Frühe kieferorthopädische Behandlung. In geeigneten Fällen gehört auch Invisalign First bei kleineren Kindern zu den Optionen, die in Betracht kommen können; die Eignung wird bei der Untersuchung festgestellt.

Auch bei im Internet häufig anzutreffenden Übungen und Techniken zur Zungenpositionierung ist Vorsicht geboten. Der Einfluss dieser Methoden auf die Kieferstruktur ist begrenzt, und sie beseitigen keine Verstopfung im Atemweg. Dieses Thema haben wir in unserem Beitrag Was ist Mewing, verändert sich die Kieferlinie gesondert behandelt.

Kinderkieferorthopädie in Ankara

Die Türkische Kieferorthopädische Gesellschaft und die American Association of Orthodontists empfehlen die erste kieferorthopädische Kontrolle von Kindern um das 7. Lebensjahr; dieses Alter ist ein geeigneter Zeitpunkt, um Probleme der Kieferentwicklung früh zu erkennen. Die Begründung haben wir in unserem Beitrag Die erste kieferorthopädische Untersuchung bei Kindern erklärt. Wenn Ihnen aufgefallen ist, dass Ihr Kind mit offenem Mund schläft oder seine Zähne in einem schmalen Bogen stehen, können wir in unserer Klinik in Çankaya Oran Kiefer- und Zahnentwicklung beurteilen und bei Bedarf einen Beobachtungsplan besprechen, der gemeinsam mit einem HNO-Arzt verfolgt wird.

Häufig gestellte Fragen

Mein Kind schläft mit offenem Mund; bedeutet das unbedingt Polypen?

Nein. Schlafen mit offenem Mund kann außer durch Polypen auch durch unterschiedliche Ursachen wie Allergie, verstopfte Nase, große Gaumenmandeln oder Gewohnheit auftreten. Zur Klärung der Ursache ist eine Beurteilung durch einen HNO-Arzt nötig.

Bessert sich ein durch Mundatmung entstandener schmaler Kiefer von selbst?

Nachdem der Atemweg frei geworden ist, kann die Entwicklung bei manchen Kindern ausgewogener verlaufen, ein bereits entstandener Kreuzbiss oder ein deutlich schmaler Gaumen bessert sich aber in der Regel nicht von selbst. Die kieferorthopädische Beobachtung hilft zu beurteilen, ob und wann ein Eingreifen nötig ist.

Soll ich zuerst zum Kieferorthopäden oder zum HNO-Arzt?

Bei deutlicher verstopfter Nase, Schnarchen oder unruhigem Schlaf steht in den meisten Fällen die HNO-Abklärung an erster Stelle. Haben Sie ein Problem an den Zähnen oder im Biss bemerkt, kann auch eine kieferorthopädische Untersuchung erfolgen; beide Beurteilungen ergänzen einander.

Ab welchem Alter beginnt die kieferorthopädische Behandlung bei Kindern mit Mundatmung?

Die erste kieferorthopädische Kontrolle wird in der Regel um das 7. Lebensjahr empfohlen. Ob eine Behandlung nötig ist und wann sie beginnt, legt der Arzt anhand der Kieferentwicklung des Kindes und der Untersuchungsbefunde fest.

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Die Poliklinik liegt im Park Oran Ofis, Oran, Çankaya, Ankara – neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall.

Angeboten werden Kieferorthopädie, Invisalign-Aligner, digitaler iTero-Intraoralscan und allgemeine Zahnmedizin.

Praxis
Funda Sarıkaya Zahnpoliklinik
Adresse
Park Oran Ofis, Laden Nr. 70, Kudüs Cd., Oran, Çankaya / Ankara
Orientierung
Neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall
Öffnungszeiten
Montag–Samstag 09:00–20:00
Telefon
+90 312 911 60 36
Sprachen
Türkisch, Englisch, Deutsch, Russisch

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information; für Diagnose und Behandlungsentscheidung ist eine Untersuchung nötig. Dieser Artikel wurde aus dem Türkischen übersetzt.

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