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Wie wird ein Zahn entfernt, von dem nur noch die Wurzel übrig ist? Eingriff und Nachsorge

Röntgenbild eines im Kiefer verbliebenen Wurzelrests vor der Entfernung
In diesem Artikel 7
  1. Warum ist ein Wurzelrest gefährlich?
  2. Wie wird ein Wurzelrest entfernt?
  3. Ist die Entfernung einer Wurzel schmerzhaft?
  4. Was ist nach der Entfernung einer Wurzel zu beachten?
  5. Was kommt an die Stelle der entfernten Wurzel?
  6. Wann sollten Sie wegen eines Wurzelrests in die Praxis kommen?
  7. Häufig gestellte Fragen

Kurze Antwort: Im Mund verbliebene Zahnwurzeln können wegen der Bakterien in ihrem Inneren ohne Schmerzen zu Abszessen, Zysten und Knochenabbau führen. Ist die Wurzel stabil und ausreichend lang, kann sie mit einer Wurzelbehandlung und einer Krone erhalten werden; andernfalls wird die Entfernung empfohlen. Die Entfernung eines Wurzelrests erfolgt unter örtlicher Betäubung mit speziellen Instrumenten oder durch einen kleinen chirurgischen Eingriff. Als Ersatz kommen Implantat, Brücke oder Prothese in Betracht.

Bei einem stark kariösen oder abgebrochenen Zahn kann die Zahnkrone mit der Zeit vollständig verloren gehen, sodass im Mund nur noch ein oder mehrere Wurzelstücke im Kieferknochen verbleiben. Da diese Wurzeln oft keine Schmerzen verursachen, können sie lange unbemerkt oder aufgeschoben im Mund bleiben. Dabei ist die Entfernung eines Wurzelrests für den Erhalt der Mundgesundheit in den meisten Fällen ein Eingriff, der nicht aufgeschoben werden sollte. In diesem Beitrag erklären wir, warum Wurzelreste Probleme verursachen können, wie die Entfernung erfolgt, was Sie während und nach dem Eingriff spüren können und welche Möglichkeiten anstelle der entfernten Wurzel infrage kommen.

Warum ist ein Wurzelrest gefährlich?

Im Mund verbliebene Wurzelreste können durch abgestorbenes Nervengewebe in ihrem Inneren und Bakterien auf ihren offenen Oberflächen eine stille Infektionsquelle sein; diese Infektion kann an der Wurzelspitze zu Abszessen, Zysten oder Knochenabbau führen. Dass ein Wurzelrest nicht schmerzt, heißt nicht, dass kein Problem besteht.

Die wichtigsten Probleme, die Wurzelreste verursachen können:

  • Chronische Infektion: Bakterien im Inneren der Wurzel können sich über die Wurzelspitze in den umgebenden Knochen ausbreiten und entzündliche Herde bilden. Diese Herde können lange ohne Symptome wachsen.
  • Abszess und Schwellung: Wenn die Abwehrkräfte nachlassen, kann die stille Infektion aufflammen und eine Gesichtsschwellung, Schmerzen und Fieber verursachen.
  • Zystenbildung: Eine lang anhaltende Entzündung kann in manchen Fällen die Entstehung einer Zyste um die Wurzel begünstigen.
  • Knochenabbau: Die Entzündung kann den Knochen verringern, der später für Behandlungen wie ein Implantat benötigt wird.
  • Reizung der Weichgewebe: Scharfe Kanten der Wurzel können an Zunge und Wange reiben und Wunden verursachen.
  • Auswirkungen auf Nachbarzähne: Plaque, die sich um den Rest ansammelt, kann Karies und Zahnfleischprobleme an den Nachbarzähnen begünstigen.
  • Mundgeruch: Ablagerungen und Infektion um die Wurzel können zu anhaltendem Mundgeruch beitragen.

Muss jede Wurzel entfernt werden?

Nicht jeder Wurzelrest muss zwingend entfernt werden. Ist die Wurzel ausreichend lang, der umgebende Knochen gesund und die Wurzel stabil, kann der Zahn möglicherweise mit einer Wurzelbehandlung, einem in die Wurzel eingesetzten Stift und einer darauf gefertigten Krone erhalten werden. In manchen Fällen kann ein kleiner Eingriff am Zahnfleisch, um den über dem Zahnfleisch liegenden Teil des Zahns zu vergrößern, oder eine kieferorthopädische Extrusion der Wurzel in Betracht gezogen werden. Bei kleinen, symptomlosen Wurzelstücken, die sehr tief und nahe an wichtigen Strukturen wie Nerven oder der Kieferhöhle liegen, kann die Ärztin bzw. der Arzt statt einer Entfernung regelmäßige Röntgenkontrollen empfehlen. Diese Entscheidungen werden auf Grundlage von Untersuchung und Bildgebung getroffen.

Wie wird ein Wurzelrest entfernt?

Die Entfernung eines Wurzelrests erfolgt unter örtlicher Betäubung – je nach Lage und Zustand der Wurzel entweder direkt mit speziellen Instrumenten oder durch einen kleinen chirurgischen Eingriff, bei dem das Zahnfleisch angehoben wird. Da keine Zahnkrone vorhanden ist, kann mehr Planung erforderlich sein als bei einer klassischen Zahnentfernung.

  1. Bildgebung: Mit einer Röntgenaufnahme werden Länge der Wurzel, Anzahl der Fragmente, Lage im Knochen und Beziehung zu umliegenden Strukturen beurteilt. Bei Bedarf kann eine dreidimensionale Aufnahme (DVT) angefordert werden.
  2. Betäubung: Der Bereich wird örtlich betäubt; mit dem Eingriff wird erst begonnen, wenn die Betäubung vollständig wirkt.
  3. Lockern der Wurzel: Das Bindegewebe zwischen Wurzel und Knochen wird mit feinen Instrumenten, sogenannten Hebeln, langsam gelöst.
  4. Entfernen: Die Wurzel wird mit speziellen Wurzelzangen oder Hebeln in kontrollierten Bewegungen entfernt.
  5. Chirurgisches Vorgehen (bei Bedarf): Liegt die Wurzel tief im Knochen, ist sie brüchig oder gekrümmt, wird das Zahnfleisch über einen kleinen Schnitt angehoben und bei Bedarf eine sehr geringe Menge des umgebenden Knochens abgetragen. Bei mehrwurzeligen Backenzähnen können die Wurzeln voneinander getrennt und einzeln entfernt werden.
  6. Reinigung und Verschluss: Entzündetes Gewebe in der Extraktionswunde wird entfernt; bei Bedarf wird genäht, und zur Blutstillung wird ein Gazetupfer auf die Wunde gelegt.

Die Dauer der Entfernung kann je nach Lage und Anzahl der Wurzeln von wenigen Minuten bis zu einer längeren Zeit reichen. Ist später ein Implantat geplant, kann in derselben Sitzung auch ein Knochenersatzmaterial zum Erhalt des Knochenvolumens in die Extraktionswunde eingebracht werden.

Ist die Entfernung einer Wurzel schmerzhaft?

Da die Wurzelentfernung unter örtlicher Betäubung erfolgt, sind während des Eingriffs in der Regel keine Schmerzen zu spüren; was man spürt, ist meist ein Druck- und Schiebegefühl. Nachdem die Betäubung wirkt, vergewissert sich die Ärztin bzw. der Arzt, dass der Bereich vollständig betäubt ist, und beginnt dann mit dem Eingriff.

Manche Situationen können die Betäubung erschweren. Bei einer aktiven, starken Infektion kann das Betäubungsmittel wegen des sauren Milieus im entzündeten Gewebe schlechter wirken. In solchen Fällen kann die Ärztin bzw. der Arzt empfehlen, zuerst die Infektion unter Kontrolle zu bringen, und die Entfernung einige Tage später planen. Wenn Sie während des Eingriffs Schmerzen spüren, genügt es, dies mitzuteilen; es kann zusätzlich betäubt werden.

Nach dem Abklingen der Betäubung ist – vor allem bei chirurgischen Entfernungen – mit einigen Tagen Empfindlichkeit und leichter Schwellung zu rechnen. Welches Schmerzmittel in dieser Zeit geeignet ist, teilt Ihnen Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt individuell mit. Für Menschen mit ausgeprägter Zahnarztangst hilft es, dies vor dem Eingriff anzusprechen, damit der Ablauf ruhiger verläuft.

Was ist nach der Entfernung einer Wurzel zu beachten?

Nach der Entfernung einer Wurzel ist es das wichtigste Ziel, das Blutgerinnsel in der Extraktionswunde zu schützen; deshalb sollten Sie am ersten Tag nicht spülen, nicht ausspucken, nicht mit dem Strohhalm trinken und nicht rauchen.

  • Gazetupfer: Beißen Sie für die von der Ärztin bzw. dem Arzt empfohlene Dauer leicht auf den Tupfer, der auf die Wunde gelegt wurde.
  • Kühlen: In den ersten Stunden hilft es, die Wange von außen in Intervallen zu kühlen, um die Schwellung zu verringern.
  • Ernährung: Essen Sie nicht, bevor die Betäubung abgeklungen ist. Bevorzugen Sie am ersten Tag lauwarme, weiche Speisen; meiden Sie sehr heiße, harte und scharf gewürzte Lebensmittel.
  • Mundhygiene: Putzen Sie Ihre übrigen Zähne weiter, berühren Sie die Wunde aber am ersten Tag nicht. In den folgenden Tagen können Sie nach Anweisung Ihrer Ärztin bzw. Ihres Arztes behutsam spülen.
  • Rauchen und Alkohol: Sie können die Heilung verzögern und das Risiko einer trockenen Alveole erhöhen; in den ersten Tagen unbedingt meiden.
  • Körperliche Aktivität: Wer am ersten Tag auf anstrengenden Sport verzichtet, verringert das Blutungsrisiko.
  • Medikamente: Nehmen Sie verschriebene Medikamente wie von der Ärztin bzw. dem Arzt empfohlen ein.

Bei starken Schmerzen, die zwei bis drei Tage nach der Entfernung beginnen und zunehmen, bei nicht aufhörender Blutung, zunehmender Schwellung oder Fieber sollten Sie sich an die Praxis wenden. Wurde genäht, werden die Fäden in der Regel nach etwa einer Woche beim Kontrolltermin entfernt.

Was kommt an die Stelle der entfernten Wurzel?

Anstelle der entfernten Wurzel können je nach Lage der Lücke, Zustand der Nachbarzähne und vorhandenem Knochen Optionen wie Implantat, festsitzende Brücke oder herausnehmbare Prothese in Betracht gezogen werden. Bleibt die Lücke lange unversorgt, können sich die Nachbarzähne neigen und der Gegenzahn in die Lücke hineinwachsen.

  • Implantat: Eine Option, die den fehlenden Zahn ersetzt, ohne die Nachbarzähne zu berühren. Es kann nach Abheilung der Extraktionsstelle oder in geeigneten Fällen in derselben Sitzung wie die Entfernung geplant werden.
  • Festsitzende Brücke: Die Nachbarzähne werden beschliffen, und der fehlende Zahn wird durch eine Brücke ersetzt, die sich auf diese Zähne stützt. Haben die Nachbarzähne bereits große Füllungen oder Kronen, kann dies eine geeignete Option sein.
  • Herausnehmbare Prothese: Kann verwendet werden, wenn mehrere Zähne fehlen oder andere Optionen nicht geeignet sind.
  • Kieferorthopädischer Lückenschluss: In manchen Fällen, vor allem wenn zugleich ein Engstand vorliegt, kann die Lücke durch kieferorthopädisches Verschieben der Nachbarzähne geschlossen werden.

Welche Option für Sie geeignet ist, wird anhand Ihrer Mundsituation und Ihrer Erwartungen gemeinsam festgelegt. Weitere Fragen rund um die Zahnentfernung und die Zeit danach beantworten wir auf unserer Seite Häufig gestellte Fragen.

Wann sollten Sie wegen eines Wurzelrests in die Praxis kommen?

Wenn Sie wissen, dass sich in Ihrem Mund eine Zahnwurzel ohne Zahnkrone befindet, oder Sie mit der Zunge eine scharfe Kante spüren, ist es sinnvoll, auch ohne Schmerzen durch eine Untersuchung zu klären, ob die Wurzel erhalten werden kann oder entfernt werden muss. Bei einer Schwellung des Zahnfleischs, schlechtem Geschmack oder Ausfluss sollte diese Untersuchung nicht aufgeschoben werden. In unserer Poliklinik in Oran, Çankaya, wird der Wurzelrest röntgenologisch untersucht; ist eine Entfernung nötig, wird vorab besprochen, wie der Eingriff abläuft und wie die Lücke anschließend versorgt werden kann.

Häufig gestellte Fragen

Sollte eine Zahnwurzel entfernt werden, die nicht wehtut?

Das Fehlen von Schmerzen bedeutet nicht, dass die Wurzel unproblematisch ist; Wurzelreste können lange ohne Symptome eine Infektionsquelle sein. Ob die Wurzel erhalten werden kann oder entfernt werden muss, wird durch Röntgen und Untersuchung festgestellt. Bei manchen tiefliegenden, symptomlosen Fragmenten kann auch eine Beobachtung empfohlen werden.

Wie lange dauert die Entfernung einer Wurzel?

Die Dauer hängt von Lage, Anzahl und Zustand der Wurzel im Knochen ab. Eine einzelne, gut zugängliche Wurzel lässt sich rasch entfernen, während der Eingriff bei tiefen oder brüchigen Wurzeln, die ein chirurgisches Vorgehen erfordern, länger dauern kann.

Wird nach der Entfernung einer Wurzel genäht?

Bei chirurgischem Vorgehen oder einer großen Extraktionswunde kann genäht werden. Die Fäden werden in der Regel nach etwa einer Woche beim Kontrolltermin entfernt. In manchen Fällen werden selbstauflösende Fäden verwendet.

Kann über einem Wurzelrest eine Prothese angefertigt werden?

Eine Prothese über einer infizierten Wurzel kann später zu Problemen wie Schmerzen und Schwellung führen. Ist die Wurzel stabil, kann sie nach einer Wurzelbehandlung mit Stift und Krone versorgt oder als Stütze für eine Prothese genutzt werden. Die Entscheidung fällt nach Untersuchung und Röntgenaufnahme.

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Angeboten werden allgemeine Zahnmedizin, Kieferorthopädie und Behandlung von Kiefer- und Muskelbeschwerden.

Praxis
Funda Sarıkaya Zahnpoliklinik
Adresse
Park Oran Ofis, Laden Nr. 70, Kudüs Cd., Oran, Çankaya / Ankara
Orientierung
Neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall
Öffnungszeiten
Montag–Samstag 09:00–20:00
Telefon
+90 312 911 60 36
Sprachen
Türkisch, Englisch, Deutsch, Russisch

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information; für Diagnose und Behandlungsentscheidung ist eine Untersuchung nötig. Dieser Artikel wurde aus dem Türkischen übersetzt.

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