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Implantatentzündung (Periimplantitis): Symptome und Behandlung

Entzündetes Zahnfleisch rund um ein Zahnimplantat bei Periimplantitis
In diesem Artikel 7
  1. Was ist eine Periimplantitis?
  2. Symptome
  3. Ursachen
  4. Behandlungsmethoden
  5. Vorbeugung und Pflege
  6. Wenn Sie Beschwerden um Ihr Implantat haben
  7. Häufig gestellte Fragen

Kurze Antwort: Eine Implantatentzündung (Periimplantitis) ist ein Zustand, bei dem das Zahnfleisch um ein Implantat entzündet ist und der Knochen, der das Implantat trägt, fortschreitend abgebaut wird. Die häufigsten Anzeichen sind Bluten, Schwellung, Eiter und Zahnfleischrückgang; Schmerzen treten oft erst spät auf. Die Hauptursache ist bakterielle Plaque. Die Behandlung reicht von der Reinigung bis zur Chirurgie; regelmäßige Pflege und Kontrollen sind die Grundlage der Vorbeugung.

Zahnimplantate sind Schrauben aus Titan oder Zirkonoxid, die verlorene Zähne ersetzen und mit dem Kieferknochen verwachsen. Ein Implantat bekommt keine Karies; das umgebende Zahnfleisch und der Knochen können jedoch wie bei natürlichen Zähnen von bakterieller Plaque angegriffen werden. Dieser Zustand, im Volksmund Implantatentzündung und medizinisch Periimplantitis genannt, kann unbemerkt zum Verlust des Knochens führen, der das Implantat trägt. In diesem Beitrag erklären wir, was eine Periimplantitis ist, an welchen Anzeichen man sie erkennt, warum sie entsteht, wie sie behandelt wird und was Sie tun können, um Ihr Implantat über viele Jahre zu erhalten.

Was ist eine Periimplantitis?

Die Periimplantitis ist ein infektionsbedingter Zustand, bei dem die Weichgewebe um das Implantat entzündet sind und der Knochen, der das Implantat stützt, fortschreitend abgebaut wird. Kurz gesagt kann man sie als Gegenstück der fortgeschrittenen Zahnfleischerkrankung natürlicher Zähne (Parodontitis) am Implantat betrachten.

Wichtig ist, dieses Bild von der vorausgehenden, milderen periimplantären Mukositis zu unterscheiden:

  • Periimplantäre Mukositis: Die Entzündung beschränkt sich auf das Zahnfleisch um das Implantat; es gibt keinen Knochenabbau. Das Zahnfleisch ist gerötet, geschwollen und blutet beim Putzen. Dieses Stadium ist mit geeigneter Reinigung und Pflege oft umkehrbar.
  • Periimplantitis: Die Entzündung hat den Knochen erreicht, und im Röntgenbild ist Knochenabbau um das Implantat zu sehen. In diesem Stadium ist die Behandlung umfangreicher, und verlorener Knochen lässt sich nicht immer vollständig zurückgewinnen.

Im Alltag sind mit Implantatentzündung meist beide Bilder gemeint. Die Unterscheidung ist für die Behandlung jedoch entscheidend: Maßnahmen im Stadium der Mukositis sind meist einfach und kurz, während die Behandlung nach Beginn des Knochenabbaus mehr Sitzungen und manchmal einen chirurgischen Eingriff erfordern kann. Deshalb wird der Zustand der Gewebe um das Implantat auch ohne Beschwerden bei Routinekontrollen durch Messungen überwacht. Da sie auch noch Jahre nach dem Einsetzen des Implantats auftreten kann, wird diese Nachsorge fortgesetzt, solange das Implantat im Mund ist.

Der Übergang von der Mukositis zur Periimplantitis verläuft meist unbemerkt. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Menschen mit Implantaten die Anzeichen kennen und regelmäßig zur Kontrolle kommen.

Symptome

Das früheste und häufigste Anzeichen einer Implantatentzündung sind Bluten und Rötung des Zahnfleisches um das Implantat; Schmerzen treten dagegen oft erst spät oder gar nicht auf. Deshalb kann der Gedanke „Wenn es nicht wehtut, ist alles in Ordnung“ bei Implantaten täuschen.

Auf folgende Anzeichen sollten Sie achten:

  • Bluten um das Implantat beim Putzen oder bei der Verwendung von Zahnseide
  • Rötung, Schwellung und Empfindlichkeit des Zahnfleisches
  • Austritt von Eiter um das Implantat, schlechter Geschmack oder Geruch im Mund
  • Zahnfleischrückgang, wodurch der Metallteil des Implantats oder die Schraubengewinde sichtbar werden
  • Beschwerden im Implantatbereich beim Kauen
  • Im fortgeschrittenen Stadium Lockerung des Implantats oder des darauf sitzenden Zahns

Bei der Untersuchung misst die Ärztin bzw. der Arzt die Taschentiefe um das Implantat, prüft, ob es beim Sondieren blutet, und beurteilt die Knochenhöhe im Röntgenbild. Um Veränderungen der Knochenhöhe zu erkennen, ist ein Vergleich mit Röntgenaufnahmen aus der Zeit des Einsetzens hilfreich.

Ursachen

Die Hauptursache der Periimplantitis ist bakterielle Plaque, die sich um das Implantat ansammelt; bestimmte Risikofaktoren begünstigen die Entstehung. Die wichtigsten Risikofaktoren sind:

  • Unzureichende Mundhygiene: Der Bereich um das Implantat, besonders unter dem Zahnersatz und in den Zahnzwischenräumen, wird nicht regelmäßig gereinigt.
  • Frühere Zahnfleischerkrankung: Bei Menschen, die Zähne durch eine Zahnfleischerkrankung verloren haben, ist das Risiko höher.
  • Rauchen: Es beeinträchtigt die Durchblutung der Gewebe und die Heilung; zudem kann es die Anzeichen verschleiern.
  • Schlecht eingestellter Diabetes: Er verringert die Abwehr gegen Infektionen und verzögert die Heilung.
  • Zementreste: Bei zementiertem Zahnersatz können unter dem Zahnfleisch verbliebene Zementreste die Ansammlung von Bakterien begünstigen.
  • Schwer zu reinigende Konstruktion des Zahnersatzes: Zahnersatz, unter den Bürste und Zahnseide nicht gelangen, fördert die Plaquebildung.
  • Vernachlässigte Kontrollen: Fehlen professionelle Pflege und Nachsorge, werden frühe Anzeichen übersehen.

Ob Überlastungen wie Zähnepressen und -knirschen mit Periimplantitis zusammenhängen, ist umstritten. Da diese Gewohnheiten jedoch zu Brüchen und Lockerungen an Teilen des Zahnersatzes führen können, werden sie gesondert beurteilt.

Behandlungsmethoden

Die Behandlung der Periimplantitis zielt darauf ab, die Infektion unter Kontrolle zu bringen, die Implantatoberfläche zu reinigen und nach Möglichkeit den Knochenabbau zu stoppen; die Methode richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung. Die Behandlung verläuft meist schrittweise:

  1. Nichtchirurgische Behandlung: Im ersten Schritt werden die Implantatoberfläche und ihre Umgebung mit speziellen Instrumenten gereinigt sowie bakterielle Plaque und Zahnstein entfernt. Der Bereich kann mit antiseptischen Lösungen gespült werden. Die Mundpflege wird neu eingeübt, und Risikofaktoren werden angegangen.
  2. Überprüfung des Zahnersatzes: Bei Bedarf wird der Zahnersatz abgenommen und darunter gereinigt, eventuelle Zementreste werden entfernt, und eine schwer zu reinigende Konstruktion wird angepasst.
  3. Medikamentöse Unterstützung: Wenn die Ärztin bzw. der Arzt es für nötig hält, kann die Behandlung durch lokale oder systemische Antibiotika ergänzt werden. Die Auswahl und Anwendung der Medikamente legt ausschließlich die Ärztin bzw. der Arzt fest.
  4. Chirurgische Behandlung: Spricht der erste Schritt nicht ausreichend an, wird das Zahnfleisch eröffnet und die Implantatoberfläche direkt gereinigt. Je nach Form des Knochenabbaus kann eine Umformung der Gewebe oder die Unterstützung des Defekts mit Knochenersatzmaterial und Membranen in Betracht gezogen werden.
  5. Entfernung des Implantats: Ist der Knochenabbau sehr weit fortgeschritten und das Implantat gelockert, kann eine Entfernung nötig sein. Nach Abheilung des Bereichs kann bei geeigneten Bedingungen erneut ein Implantat geplant werden.

Nach der Behandlung ist die regelmäßige Nachsorge für den dauerhaften Erfolg ebenso wichtig wie die Behandlung selbst. Da die Periimplantitis wiederkehren kann, werden die Kontrollabstände in der Regel verkürzt.

Vorbeugung und Pflege

Die Grundlage der Vorbeugung von Implantatentzündungen ist die tägliche gründliche Reinigung um das Implantat und regelmäßige professionelle Kontrollen. Um Ihr Implantat zu schützen, können Sie folgende Empfehlungen in Ihre täglichen Gewohnheiten aufnehmen:

  • Putzen Sie zweimal täglich: Achten Sie mit einer weichen Zahnbürste besonders auf den Übergang zwischen Implantat und Zahnfleisch.
  • Vernachlässigen Sie die Zahnzwischenräume nicht: Interdentalbürsten, für Implantate entwickelte Zahnseide oder eine Munddusche helfen Ihnen, unter und neben dem Zahnersatz zu reinigen. Fragen Sie Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt, welches Hilfsmittel für Sie geeignet ist.
  • Hören Sie mit dem Rauchen auf: Das ist ein wichtiger Schritt sowohl für die Langlebigkeit des Implantats als auch für Ihre allgemeine Gesundheit.
  • Halten Sie Ihren Blutzucker unter Kontrolle: Wenn Sie Diabetes haben, schützen Sie auch Ihre Mundgesundheit, indem Sie die Empfehlungen Ihrer Ärztin bzw. Ihres Arztes befolgen.
  • Versäumen Sie keine Kontrollen: Bei den meist alle 3–6 Monate stattfindenden Kontrollen wird der Bereich um das Implantat gemessen, eine professionelle Reinigung durchgeführt und bei Bedarf eine Röntgenaufnahme angefertigt.
  • Nehmen Sie frühe Anzeichen ernst: Wenn Sie Bluten oder Schwellung um das Implantat bemerken, warten Sie nicht bis zur nächsten Kontrolle.

Wenn Sie für Ihre Zähne Aligner oder eine andere kieferorthopädische Behandlung in Erwägung ziehen, werden Ihre Implantate bei der Planung berücksichtigt, da sie sich nicht bewegen; dieses Thema können Sie bei der Untersuchung mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt besprechen. Bei weiteren Fragen zur Implantatpflege besuchen Sie unsere Seite Häufig gestellte Fragen.

Wenn Sie Beschwerden um Ihr Implantat haben

Wenn Sie Bluten, Schwellung, einen schlechten Geschmack oder Zahnfleischrückgang um Ihr Implantat bemerkt haben, wird eine Kontrolle empfohlen, auch wenn die Anzeichen gering sind. Eine früh erkannte Mukositis lässt sich meist mit einfachen Mitteln unter Kontrolle bringen. In unserer Poliklinik im Park Oran Ofis werden die Gewebe um das Implantat durch Untersuchung und Röntgen beurteilt; ein für Ihre Situation geeigneter Behandlungs- und Pflegeplan wird gemeinsam mit Ihnen erstellt.

Häufig gestellte Fragen

Heilt eine Implantatentzündung von selbst aus?

Eine Entzündung um das Implantat heilt in der Regel nicht von selbst aus; solange die bakterielle Plaque nicht entfernt wird, kann sie fortschreiten. Eine Mukositis im Frühstadium bessert sich mit professioneller Reinigung und guter Mundpflege oft. Hat der Knochenabbau begonnen, kann eine umfangreichere Behandlung nötig sein.

Führt eine Periimplantitis zum Verlust des Implantats?

Eine unbehandelte, fortschreitende Periimplantitis kann zum Abbau des Knochens, der das Implantat trägt, und schließlich zur Lockerung des Implantats führen. Mit früher Diagnose und geeigneter Behandlung können viele Implantate erhalten werden. Ist der Knochenabbau sehr weit fortgeschritten, kann eine Entfernung des Implantats nötig sein.

Wie oft sollten Menschen mit Implantaten zur Kontrolle gehen?

Die allgemeine Empfehlung lautet, dass Menschen mit Implantaten alle 3–6 Monate zur zahnärztlichen Kontrolle gehen. Bei Risikofaktoren wie einer früheren Zahnfleischerkrankung, Rauchen oder Diabetes kann der Kontrollabstand kürzer gewählt werden. Die Häufigkeit legt Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt nach Ihrem persönlichen Risiko fest.

Ist Bluten um ein Implantat normal?

Das Zahnfleisch um ein gesundes Implantat sollte beim Putzen oder bei der Verwendung von Zahnseide nicht bluten. Bluten ist oft das erste Anzeichen dafür, dass um das Implantat eine Entzündung begonnen hat. Wenn Sie dieses Anzeichen bemerken, wird eine Untersuchung empfohlen.

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Information und Untersuchung in Ankara

Für eine persönliche Einschätzung zu Implantatentzündung (Periimplantitis): Symptome und Behandlung können Sie einen Untersuchungstermin in der Zahnpoliklinik Funda Sarıkaya vereinbaren.

Die Poliklinik liegt im Park Oran Ofis, Oran, Çankaya, Ankara – neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall.

Angeboten werden allgemeine Zahnmedizin, Kieferorthopädie und Behandlung von Kiefer- und Muskelbeschwerden.

Praxis
Funda Sarıkaya Zahnpoliklinik
Adresse
Park Oran Ofis, Laden Nr. 70, Kudüs Cd., Oran, Çankaya / Ankara
Orientierung
Neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall
Öffnungszeiten
Montag–Samstag 09:00–20:00
Telefon
+90 312 911 60 36
Sprachen
Türkisch, Englisch, Deutsch, Russisch

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information; für Diagnose und Behandlungsentscheidung ist eine Untersuchung nötig. Dieser Artikel wurde aus dem Türkischen übersetzt.

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