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Kieferorthopädie

Was ist ein Headgear (extraorale Apparatur)? Wann wird er verwendet?

Kind mit Headgear (Außenbogen) als extraorale kieferorthopädische Apparatur
In diesem Artikel 10
  1. Was ist ein Headgear?
  2. Wann wird ein Headgear eingesetzt?
  3. Welche Arten von Headgear gibt es?
  4. Wie viele Stunden täglich sollte er getragen werden?
  5. Worauf ist beim Tragen eines Headgears zu achten?
  6. Wie lange wird ein Headgear verwendet?
  7. Wie gewöhnt sich ein Kind an den Headgear?
  8. Gibt es Alternativen zum Headgear?
  9. Beurteilung in Ankara
  10. Häufig gestellte Fragen

Kurze Antwort: Der Headgear ist ein kieferorthopädisches Gerät, das einen Bogen im Mund mit einem Band um Kopf oder Nacken verbindet und so von außerhalb des Mundes Kraft auf die Zähne und den Oberkiefer ausübt. Er wird im Wachstumsalter bei vorstehendem Oberkiefer und zur Steuerung der Position der Backenzähne eingesetzt. In den meisten Behandlungsplänen wird er täglich etwa zwölf bis vierzehn Stunden am Abend und in der Nacht getragen. Die Eignung wird bei einer kieferorthopädischen Untersuchung festgestellt.

Der Anblick einer Kopfkappe oder eines Nackenbands außerhalb des Mundes ruft eines der Geräte in Erinnerung, vor denen man sich in der Kieferorthopädie am meisten scheut. Dabei ist der Headgear (extraorale Apparatur) in den richtigen Fällen und bei regelmäßigem Tragen nach wie vor ein wertvolles Hilfsmittel. In diesem Beitrag beantworten wir die Frage, was ein Headgear ist, wann und wie er eingesetzt wird, wie viele Stunden täglich er getragen werden sollte und welche Regeln für die sichere Anwendung gelten. Am Ende gehen wir auch auf alternative Methoden ein.

Was ist ein Headgear?

Der Headgear ist ein kieferorthopädisches Gerät, bei dem ein im Mund eingesetzter Bogen oder Bänder über ein Band um Kopf oder Nacken von außerhalb des Mundes gezogen werden. Weil er nachts und zu Hause getragen wird, ist er im Volksmund auch als „Außenbogen“ oder kieferorthopädische Kopfkappe bekannt.

Das Gerät besteht aus drei Teilen: einem Bogen (Gesichtsbogen), der im Mund mit Bändern verbunden ist, die meist an den oberen ersten Backenzähnen sitzen, einem Band, das um den Hinterkopf oder Nacken verläuft, und einer elastischen Verbindung zwischen beiden, die die Kraft reguliert. Da der Bogen im Mund mit den Zähnen verbunden ist, wird die Kraft direkt auf die Backenzähne und den Oberkiefer übertragen. Einen Überblick über kieferorthopädische Apparaturen finden Sie auf unserer Seite Kieferorthopädische Apparaturen.

Wann wird ein Headgear eingesetzt?

Der Headgear ist eine extraoral abgestützte Methode, die bei Kindern im Wachstumsalter bei vorstehendem Oberkiefer oder bei nach vorne gewanderten oberen Backenzähnen eingesetzt wird. Da die Kraft, die an Zähnen oder Kiefer zieht, von einer Abstützung außerhalb des Mundes ausgeht, werden die übrigen Zähne im Mund nicht belastet; diese Eigenschaft macht den Headgear in bestimmten Fällen besonders.

Kieferorthopädinnen und Kieferorthopäden planen das Gerät meist mit folgenden Zielen:

  • Das Vorwärtswachstum des Oberkiefers im Wachstumsalter begrenzen.
  • Die oberen Backenzähne nach hinten bewegen, um Platz bei Engstand oder vorstehenden Zähnen zu schaffen.
  • Ein Verschieben der Backenzähne verhindern und so den Lückenschluss nach Zahnextraktionen kontrollieren (Verankerung).
  • Die vertikale Position der Backenzähne bei Tiefbiss oder bei Neigung zum offenen Biss lenken.

Den Zusammenhang zwischen vorstehenden oberen Frontzähnen und verschiedenen Behandlungsoptionen erläutern wir auf unserer Seite Aligner bei vorstehenden Zähnen. Einzelheiten zur vertikalen Dimension des Bisses finden Sie auf unserer Seite Tiefbiss.

Welche Arten von Headgear gibt es?

Headgear-Arten werden nach der Zugrichtung eingeteilt, und jede dient einem anderen Zweck. Die Zugrichtung ergibt sich aus der Stelle, an der das extraorale Band angelegt wird.

  • Zervikaler Headgear (mit Nackenband): Er übt die Kraft vom Nacken aus; die Backenzähne werden nach hinten und etwas nach unten gezogen. Meist wird er bei Kindern mit Neigung zum Tiefbiss und kurzer oder normaler Gesichtshöhe eingesetzt.
  • High-Pull-Headgear (vom Scheitel aus): Da die Kraft zum Scheitel hin gerichtet ist, werden die Backenzähne nach hinten und oben gezogen. Er kann bei Kindern mit Neigung zum offenen Biss und großer Gesichtshöhe gewählt werden.
  • Kombinierter Headgear: Er nutzt Nacken- und Scheitelband gemeinsam, um die Zugrichtung einzustellen.

Diese Wahl wird unter Berücksichtigung der Gesichtsform und der Bissbeziehung des Kindes getroffen; da eine falsch gewählte Zugrichtung zu unerwünschten Zahnbewegungen führen kann, sollte die Art von der Kieferorthopädin bzw. vom Kieferorthopäden festgelegt werden.

Wie viele Stunden täglich sollte er getragen werden?

In den meisten Behandlungsplänen wird der Headgear täglich etwa zwölf bis vierzehn Stunden getragen; diese Zeit wird so gelegt, dass sie die Abendstunden und die Nacht umfasst. In der Schulzeit muss er nicht getragen werden, was das soziale Leben des Kindes weniger beeinträchtigt.

Damit er wirken kann, ist regelmäßiges Tragen unerlässlich; bei zu kurzer Tragezeit verlangsamt sich die gewünschte Zahnbewegung, und wenn die Kraft unterbrochen wird, können die Zähne in Richtung ihrer alten Position zurückwandern. Wird das Gerät in den ersten Wochen zunächst kurz und dann immer länger getragen, gewöhnt sich das Kind leichter daran. Es ist hilfreich, einen Tragekalender zu führen und als Elternteil nachts zu prüfen, ob das Gerät richtig sitzt. Tragezeit und Kraftstärke werden nach dem Plan der Ärztin bzw. des Arztes festgelegt; erhöhen Sie die Kraft zu Hause nicht eigenmächtig.

Worauf ist beim Tragen eines Headgears zu achten?

Der Headgear ist ein sicheres Gerät, doch da er im Bereich des Gesichts wirkt, müssen einige Regeln unbedingt eingehalten werden. Sicherheit ist dabei das wichtigste Thema.

  1. Das Gerät darf nur so eingesetzt werden, wie es die Ärztin bzw. der Arzt gezeigt hat; zuerst wird der Bogen in die Röhrchen im Mund gesteckt, erst danach wird das Band befestigt.
  2. Beim Sport, beim Spielen, Herumtoben oder bei Raufereien darf das Gerät auf keinen Fall getragen werden; es besteht die Gefahr, dass es gegen das Gesicht schlägt oder die Augen verletzt.
  3. Heute verwendete Headgears haben einen Sicherheitsmechanismus, der das Band bei plötzlichem Zug vom Bogen löst; funktioniert dieser Mechanismus nicht, darf das Gerät nicht verwendet werden.
  4. Beim Abnehmen wird zuerst das Band gelöst und der Bogen zuletzt herausgenommen; das Kind sollte den Bogen nicht selbst herausziehen oder abreißen.
  5. Löst sich das Gerät, während das Kind schläft, oder treten Schmerzen im Mund auf, sollte man sich an die Praxis wenden.

Außerdem muss das Gerät täglich gereinigt, geprüft werden, ob sich die Bänder gelockert haben, und die Termine müssen regelmäßig wahrgenommen werden. Versuchen Sie nicht, das Gerät selbst zu reparieren, wenn es gebrochen oder beschädigt ist.

Wie lange wird ein Headgear verwendet?

Die Tragedauer eines Headgears liegt in den meisten Fällen zwischen einigen Monaten und einigen Jahren; diese Spanne richtet sich nach dem Behandlungsziel und der Mitarbeit des Kindes. Soll das Wachstum des Oberkiefers gelenkt werden, ist die Dauer meist länger; geht es nur darum, die Position der Backenzähne zu halten, kann sie kürzer sein.

Während der Behandlung finden die Kontrolltermine meist alle vier bis acht Wochen statt. Die Ärztin bzw. der Arzt beurteilt die Bogenlänge, die Kraftstärke und die Veränderungen im Mund des Kindes. Wird das Gerät abgesetzt, bevor die notwendige Zeit abgelaufen ist, kann ein Teil der bis dahin erreichten Korrektur verloren gehen. Ist das Ziel erreicht, plant die Ärztin bzw. der Arzt den Übergang zu anderen Geräten oder zur Phase mit fester Zahnspange; danach wird ein Retainer verwendet, um die Ergebnisse zu sichern. Mehr zum Retainer lesen Sie in unserem Beitrag Hawley-Apparatur.

Wie gewöhnt sich ein Kind an den Headgear?

Viele Kinder empfinden das Gerät in den ersten Tagen als fremd; diese Reaktion ist ganz natürlich. Einige Wege, die Familien häufig nutzen, beschleunigen die Gewöhnung: das Gerät zunächst zu Hause, kurz und im Wachzustand tragen lassen, es an das Abendritual koppeln (zum Beispiel nach dem Zähneputzen), darauf achten, dass es nicht in der Schule getragen wird, damit Geschwister oder Freunde sich nicht lustig machen, und regelmäßiges Tragen mit kleinen Belohnungen unterstützen.

Stört das Gerät den Schlaf des Kindes, entstehen Wunden im Mund oder reizt das Band den Nacken, sollte dies der Ärztin bzw. dem Arzt mitgeteilt werden; oft genügen eine Anpassung des Kissens, ein weicher Überzug für das Band oder eine kleine Einstellung. Gelingt die Gewöhnung tatsächlich nicht, arbeitet die Kieferorthopädin bzw. der Kieferorthopäde an einem anderen Plan, statt das Tragen zu erzwingen.

Gibt es Alternativen zum Headgear?

Ja; je nach Alter, Bisstyp und erwarteter Mitarbeit gibt es verschiedene Methoden, die anstelle eines Headgears eingesetzt werden können. Wenn anzunehmen ist, dass das Kind das Gerät nicht regelmäßig tragen wird, rücken diese Optionen in den Vordergrund.

  • Funktionelle Apparaturen: Sie werden im Wachstumsalter eingesetzt, um den Unterkiefer nach vorne zu lenken; den allgemeinen Rahmen finden Sie in unserem Beitrag über Apparaturen.
  • Gummizüge (Elastics): Zusammen mit einer festen Zahnspange oder Alignern zwischen Ober- und Unterkiefer eingesetzte Gummizüge unterstützen in vielen Fällen die Korrektur einer Klasse-II-Beziehung.
  • Minischrauben-Verankerung: Kleine Schrauben, die im Mund gesetzt werden, um die Backenzähne nach hinten zu bewegen, können den Bedarf an extraoraler Kraft verringern.
  • Feste Geräte zur Distalisierung der Backenzähne: Mechanismen, die im Mund wirken und weniger von der Mitarbeit des Kindes abhängen.
  • Aligner: Bei Jugendlichen im geeigneten Alter und bei Erwachsenen kann eine Kieferorthopädie mit Invisalign geplant werden, bei Bedarf in Kombination mit Gummizügen.

Zu anderen Geräten, die den Unter- oder Oberkiefer lenken, lesen Sie unseren Beitrag Kieferorthopädische Gesichtsmaske. Welche Methode geeignet ist, lässt sich nur durch eine kieferorthopädische Untersuchung und Röntgenauswertung bestimmen.

Beurteilung in Ankara

Wenn vermutet wird, dass der Oberkiefer Ihres Kindes vorsteht oder wegen der Position der Backenzähne kein Platz für die Zähne vorhanden ist, wird in unserer Praxis im Park Oran in Çankaya eine fachkieferorthopädische Untersuchung durchgeführt. Nach den nötigen bildgebenden Aufnahmen erhalten Sie schriftlich Informationen dazu, ob ein Headgear nötig ist, welche Alternativen es gibt und wie die Behandlung verlaufen wird, zusammen mit den Kosten. Für einen Termin nutzen Sie bitte unsere Seite Kontakt.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Stunden am Tag wird ein Headgear getragen?

In den meisten Behandlungsplänen werden täglich etwa zwölf bis vierzehn Stunden empfohlen; diese Zeit umfasst Abend und Nacht. In der Schulzeit muss er möglicherweise nicht getragen werden. Die genaue Dauer legt die Ärztin bzw. der Arzt fest.

Bei wem wird ein Headgear eingesetzt?

Er wird meist bei Kindern im Wachstumsalter geplant, deren Oberkiefer vorsteht oder deren Backenzähne nach vorne gewandert sind. Ob er nötig ist, wird durch Untersuchung und Röntgenauswertung festgestellt.

Tut ein Headgear weh?

In den ersten Tagen können Empfindlichkeit und ein Spannungsgefühl an den Zähnen auftreten. Dieses Gefühl lässt meist rasch nach. Nehmen die Schmerzen zu oder verursacht das Gerät Wunden, sollte man sich an die Praxis wenden.

Kann man mit einem Headgear Sport treiben?

Nein. Beim Sport, Spielen und Herumtoben muss das Gerät wegen der Verletzungsgefahr im Gesicht abgenommen werden. Bei welchen Aktivitäten ein Mundschutz nötig ist, sollte mit der Ärztin bzw. dem Arzt besprochen werden.

Kann statt eines Headgears ein anderes Gerät verwendet werden?

Ja; funktionelle Apparaturen, Gummizüge, Minischrauben-Verankerungen und in manchen Fällen Aligner können in Betracht gezogen werden. Die geeignete Methode richtet sich nach Alter, Bisstyp und Mitarbeit des Kindes.

Verwandte Suchanfragen

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  • Kinderkieferorthopädie Ankara

Information und Untersuchung in Ankara

Für eine persönliche Einschätzung zu Was ist ein Headgear (extraorale Apparatur)? Wann wird er verwendet? können Sie einen Untersuchungstermin in der Zahnpoliklinik Funda Sarıkaya vereinbaren.

Die Poliklinik liegt im Park Oran Ofis, Oran, Çankaya, Ankara – neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall.

Angeboten werden Kieferorthopädie, Invisalign-Aligner, digitaler iTero-Intraoralscan und allgemeine Zahnmedizin.

Praxis
Funda Sarıkaya Zahnpoliklinik
Adresse
Park Oran Ofis, Laden Nr. 70, Kudüs Cd., Oran, Çankaya / Ankara
Orientierung
Neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall
Öffnungszeiten
Montag–Samstag 09:00–20:00
Telefon
+90 312 911 60 36
Sprachen
Türkisch, Englisch, Deutsch, Russisch

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information; für Diagnose und Behandlungsentscheidung ist eine Untersuchung nötig. Dieser Artikel wurde aus dem Türkischen übersetzt.

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