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Kieferorthopädie

Was ist eine kieferorthopädische Gesichtsmaske? Frühe Korrektur des Oberkiefers

Kind mit kieferorthopädischer Gesichtsmaske zur Frühbehandlung des Oberkiefers
In diesem Artikel 8
  1. Was ist eine Gesichtsmaske und wie funktioniert sie?
  2. In welchem Alter und bei welchen Befunden wird sie eingesetzt?
  3. Wie viele Stunden am Tag wird die Gesichtsmaske getragen?
  4. Wie lange dauert die Behandlung und welche Ergebnisse sind zu erwarten?
  5. Kann die Gesichtsmaske zusammen mit Alignern verwendet werden?
  6. Ist nach der Gesichtsmaske eine kieferorthopädische Behandlung nötig?
  7. Wann sollte Ihr Kind in Ankara kieferorthopädisch untersucht werden?
  8. Häufig gestellte Fragen

Kurze Antwort: Die kieferorthopädische Gesichtsmaske ist ein herausnehmbares Gerät, das sich an Stirn und Kinn abstützt und bei Kindern im Wachstumsalter mit zurückliegendem Oberkiefer eingesetzt wird, um den Oberkiefer nach vorne zu lenken. Sie wird in der Regel im Alter von 6 bis 10 Jahren, 12 bis 14 Stunden am Tag und überwiegend nachts getragen. Die Behandlung dauert in den meisten Fällen 6 bis 12 Monate; bis zum Wachstumsabschluss sind regelmäßige Kontrollen und in späteren Jahren möglicherweise eine zweite kieferorthopädische Phase erforderlich.

Wenn Ihnen auffällt, dass die unteren Zähne Ihres Kindes vor die oberen beißen oder das Mittelgesicht im Profil zurückliegt, kann Ihre Kieferorthopädin bzw. Ihr Kieferorthopäde eine kieferorthopädische Gesichtsmaske empfehlen. Die Gesichtsmaske ist ein herausnehmbares, außerhalb des Mundes abgestütztes Gerät, mit dem bei Kindern im Wachstumsalter die Entwicklung des Oberkiefers nach vorne gelenkt wird. In diesem Beitrag erklären wir, wie die Gesichtsmaske funktioniert, in welchem Alter sie wirksam ist, wie sie im Alltag getragen wird und was Sie danach erwarten können.

Was ist eine Gesichtsmaske und wie funktioniert sie?

Die Gesichtsmaske ist ein kieferorthopädisches Gerät aus Polstern, die an Stirn und Kinn anliegen, und einem verbindenden Metallrahmen; sie übt eine leichte, kontinuierliche Kraft nach vorne auf den Oberkiefer aus. In der Fachliteratur wird sie auch als „umgekehrter Headgear“ oder „Protraktionsmaske“ (Delaire-Maske) bezeichnet.

Das Funktionsprinzip ist recht einfach. Im Mund befindet sich eine an den oberen Zähnen befestigte Apparatur; elastische Gummizüge werden in kleine Haken an deren Vorderseite eingehängt und mit dem Querbügel der Maske vor dem Mund verbunden. Die Gummizüge ziehen den Oberkiefer nach vorne und leicht nach unten. Im Wachstumsalter kann der Oberkieferknochen auf diese Kraft reagieren, weil die Nähte, an denen er mit den übrigen Schädelknochen verbunden ist, noch nicht vollständig verknöchert sind.

Die Apparatur im Mund enthält häufig auch eine Dehnschraube. Die seitliche Erweiterung des Oberkiefers korrigiert einen schmalen Gaumen und kann zugleich die Nähte für die Bewegung vorbereiten und so die Vorverlagerung unterstützen. Welche Apparatur verwendet wird, entscheidet die Ärztin bzw. der Arzt anhand der Kieferstruktur des Kindes.

In welchem Alter und bei welchen Befunden wird sie eingesetzt?

Die Gesichtsmaske wird vor allem bei skelettalen Klasse-III-Bissanomalien mit zurückliegendem Oberkiefer und bei Kindern im Wachstumsalter eingesetzt. Am deutlichsten spricht die Behandlung in der frühen Wechselgebissphase an, wenn Milch- und bleibende Zähne nebeneinander stehen; bei den meisten Kindern entspricht das etwa dem Alter von 6 bis 10 Jahren.

Einige Anzeichen, die Eltern bemerken können:

  • Die unteren Schneidezähne beißen vor die oberen Schneidezähne (umgekehrter Frontzahnbiss)
  • Das Mittelgesicht wirkt von der Seite betrachtet flach oder eingesunken
  • Der Unterkiefer erscheint deutlich vorstehend
  • Kreuzbiss im Seitenzahnbereich

Nicht jeder umgekehrte Biss ist skelettal bedingt. Bei manchen Kindern liegt das Problem nur in der Neigung der Zähne, oder das Kind schiebt den Unterkiefer aus Gewohnheit nach vorne. Welcher Fall vorliegt, wird durch klinische Untersuchung, Röntgenaufnahmen und gegebenenfalls kephalometrische Messungen festgestellt. Deshalb empfehlen die Türkische Gesellschaft für Kieferorthopädie (Türk Ortodonti Derneği) und die American Association of Orthodontists (AAO), die erste kieferorthopädische Untersuchung von Kindern etwa im Alter von 7 Jahren durchzuführen. Weitere Informationen zu altersabhängigen kieferorthopädischen Möglichkeiten finden Sie in unserem Beitrag Ab welchem Alter sind Aligner möglich?.

Mit nachlassendem Wachstum und zunehmender Verknöcherung der Nähte nimmt die skelettale Wirkung der Gesichtsmaske deutlich ab. Nach der Pubertät lässt sich dieselbe Wirkung in der Regel nicht mehr erzielen; deshalb ist der richtige Zeitpunkt einer der entscheidenden Faktoren der Behandlung.

Wie viele Stunden am Tag wird die Gesichtsmaske getragen?

In der Regel wird empfohlen, die Gesichtsmaske 12 bis 14 Stunden am Tag zu tragen; der Großteil dieser Zeit entfällt auf den Nachtschlaf. Wird die Maske abends zu Hause angelegt und bis zum Morgen getragen, erreichen die meisten Kinder die angestrebte Tragezeit.

Die Stärke der Kraft wird von der Ärztin bzw. dem Arzt eingestellt, und die Gummizüge werden in bestimmten Abständen erneuert. Da die Elastizität der Gummizüge mit der Zeit nachlässt, kann ein täglicher Wechsel verlangt werden. In den ersten Tagen können ein leichter Druck auf die Zähne sowie Rötungen an Stirn und Kinn durch die Polster auftreten; saubere Polster und die Kontrolle der Hautkontaktstellen verringern diese Probleme.

Die Rolle der Eltern ist bei dieser Behandlung sehr groß. Eine nachts getragene Gesichtsmaske kann Kindern anfangs fremd vorkommen. Die Tragezeiten in einem Kalender festzuhalten, die Maske zu einem festen Teil des Abendrituals zu machen und das Kind altersgerecht über die Behandlung zu informieren, verbessert die Mitarbeit deutlich.

  • Die Maske muss während der Schulzeit nicht getragen werden.
  • Beim Sport und Spielen sollte sie abgenommen werden.
  • Das Ein- und Aushängen der Gummizüge sollte unter Aufsicht der Eltern erfolgen.
  • Wegen der Apparatur im Mund ist beim Zähneputzen besondere Sorgfalt nötig.

Wie lange dauert die Behandlung und welche Ergebnisse sind zu erwarten?

Die Behandlung mit der Gesichtsmaske dauert in den meisten Fällen 6 bis 12 Monate; die Dauer hängt vom Ausmaß der anfänglichen Fehlstellung und davon ab, wie regelmäßig das Kind die Maske trägt. Ziel ist in der Regel ein normaler Überbiss der Frontzähne und sogar eine leichte Überkorrektur.

Mit einer im passenden Alter begonnenen und regelmäßig getragenen Gesichtsmaske soll die Entwicklung des Oberkiefers nach vorne unterstützt, der umgekehrte Frontzahnbiss korrigiert und das Gesichtsprofil ausgewogener werden. Ein Teil der Wirkung ist skelettal, ein Teil betrifft die Zähne.

Ein wichtiger Punkt, den Eltern kennen sollten: Das Wachstum des Unterkiefers ist weitgehend genetisch bestimmt und setzt sich während der gesamten Pubertät fort. Deshalb kann der umgekehrte Biss selbst nach einer erfolgreichen Gesichtsmaskenbehandlung während des Wachstums teilweise wiederkehren. Das bedeutet nicht, dass die Behandlung gescheitert ist; es handelt sich um einen biologischen Vorgang, der durch regelmäßige Kontrollen beurteilt werden muss. In manchen schweren skelettalen Fällen kann nach Abschluss des Wachstums eine orthognathe Chirurgie (Kieferumstellungsoperation) in Betracht kommen. Welcher Weg geeignet ist, entscheidet die Ärztin bzw. der Arzt anhand der Verlaufskontrollen über die Jahre.

Kann die Gesichtsmaske zusammen mit Alignern verwendet werden?

Die Aufgabe der Gesichtsmaske ist es, die Kieferbeziehung auf skelettaler Ebene zu verändern; Aligner sind dagegen in erster Linie dafür gedacht, Zähne zu bewegen. Daher ersetzen sich die beiden Methoden nicht, können sich aber in verschiedenen Behandlungsphasen ergänzen. Nachdem das Kieferwachstum in der frühen Phase gelenkt wurde, können Probleme der Zahnstellung in geeigneten Fällen mit Optionen für Kinder wie Invisalign First behandelt werden. Die Grenzen der Wirkung von Alignern auf die Kieferstruktur haben wir in unserem Beitrag Korrigieren Aligner die Kieferstellung? ausführlich behandelt.

Ist nach der Gesichtsmaske eine kieferorthopädische Behandlung nötig?

Nach der Behandlung mit der Gesichtsmaske sind bei den meisten Kindern eine Beobachtungsphase und in späteren Jahren eine zweite kieferorthopädische Behandlungsphase notwendig. Während sich die Frühbehandlung auf die Korrektur der Kieferbeziehung konzentriert, werden Zahnstellung und Feineinstellung des Bisses nach dem Durchbruch der bleibenden Zähne gesondert geplant.

Um die erreichte Korrektur nach dem Absetzen der Maske zu halten, kann die Ärztin bzw. der Arzt für eine gewisse Zeit ein nachts zu tragendes Retentionsgerät empfehlen. Solange das Kind wächst, wird die Kieferbeziehung mit jährlichen oder halbjährlichen Kontrollen überwacht. Ist das bleibende Gebiss vollständig, kann je nach Bedarf mit einer festen Bracketbehandlung oder in geeigneten Fällen mit Invisalign die zweite Phase beginnen.

Umfang und Zeitpunkt dieser zweiten Phase sind bei jedem Kind unterschiedlich. Eine Frühbehandlung kann dazu beitragen, dass die spätere Behandlung einfacher ausfällt; ob sie notwendig sein wird und wie sie erfolgt, zeigt sich jedoch erst im Rahmen der Wachstumskontrollen.

Wann sollte Ihr Kind in Ankara kieferorthopädisch untersucht werden?

Wenn Sie bei Ihrem Kind einen umgekehrten Biss, einen Kreuzbiss oder ein deutliches Ungleichgewicht im Gesichtsprofil bemerken, ist es wichtig, mit der Untersuchung nicht zu warten, bis die Wachstumsphase vorbei ist. In unserer Praxis in Oran, Çankaya, untersucht unsere Fachzahnärztin für Kieferorthopädie die Kieferentwicklung Ihres Kindes, erstellt die notwendigen Unterlagen und plant bei Behandlungsbedarf gemeinsam mit Ihnen den passenden Zeitpunkt; für Informationen und Termine können Sie uns kontaktieren.

Häufig gestellte Fragen

Tut die Gesichtsmaske dem Kind weh?

Die Gesichtsmaske übt eine kontrollierte, leichte Kraft aus. In den ersten Tagen können Druck an den Zähnen und leichte Beschwerden an den Auflagestellen der Polster auftreten; bei den meisten Kindern lässt dieses Gefühl rasch nach. Bei deutlichen Schmerzen, Hautwunden oder einer gelockerten Apparatur sollten Sie sich an die Ärztin bzw. den Arzt wenden.

Muss die Gesichtsmaske auch in der Schule getragen werden?

Nein, bei den meisten Behandlungsplänen muss die Maske in der Schule nicht getragen werden. Die empfohlene tägliche Tragezeit wird in der Regel in den Abendstunden und während des Nachtschlafs erreicht. Regelmäßige Tragezeiten sind entscheidend für die Wirksamkeit der Behandlung.

Wirkt die Gesichtsmaske noch in der Pubertät?

Die skelettale Wirkung der Gesichtsmaske ist in den frühen Phasen des Wachstums ausgeprägt und nimmt mit zunehmendem Alter ab. Nach der Pubertät ist in der Regel nicht mehr mit derselben Wirkung zu rechnen. Welche Optionen für ein Kind in diesem Alter infrage kommen, beurteilt die Ärztin bzw. der Arzt anhand der Untersuchung und der Unterlagen.

Kann das Problem nach der Gesichtsmaskenbehandlung wiederkehren?

Da das Wachstum des Unterkiefers die gesamte Pubertät über anhält, kann der umgekehrte Biss bei manchen Kindern teilweise zurückkehren. Deshalb finden nach der Behandlung bis zum Wachstumsabschluss regelmäßige Kontrollen statt. Falls nötig, wird eine zusätzliche kieferorthopädische Behandlung geplant.

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Information und Untersuchung in Ankara

Für eine persönliche Einschätzung zu Was ist eine kieferorthopädische Gesichtsmaske? Frühe Korrektur des Oberkiefers können Sie einen Untersuchungstermin in der Zahnpoliklinik Funda Sarıkaya vereinbaren.

Die Poliklinik liegt im Park Oran Ofis, Oran, Çankaya, Ankara – neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall.

Angeboten werden Kieferorthopädie, Invisalign-Aligner, digitaler iTero-Intraoralscan und allgemeine Zahnmedizin.

Praxis
Funda Sarıkaya Zahnpoliklinik
Adresse
Park Oran Ofis, Laden Nr. 70, Kudüs Cd., Oran, Çankaya / Ankara
Orientierung
Neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall
Öffnungszeiten
Montag–Samstag 09:00–20:00
Telefon
+90 312 911 60 36
Sprachen
Türkisch, Englisch, Deutsch, Russisch

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information; für Diagnose und Behandlungsentscheidung ist eine Untersuchung nötig. Dieser Artikel wurde aus dem Türkischen übersetzt.

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