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Bruxismus (Zähnepressen und Zähneknirschen): Ursachen und Behandlung

Frau mit Kieferschmerzen am Morgen als Anzeichen von Bruxismus
In diesem Artikel 7
  1. Was ist Bruxismus?
  2. Ursachen von Bruxismus: Stress, Schlaf, Biss
  3. Welche Anzeichen gibt es und wie schadet Bruxismus den Zähnen?
  4. Behandlung: Knirscherschiene, Botox, Verhalten
  5. Bruxismus und kieferorthopädische Behandlung
  6. Wann sollten Sie in Ankara wegen Bruxismus-Beschwerden eine Praxis aufsuchen?
  7. Häufig gestellte Fragen

Kurze Antwort: Bruxismus ist das unwillkürliche Pressen oder Knirschen mit den Zähnen und kann im Schlaf oder tagsüber auftreten. Stress, Angst, Schlafstörungen, Koffein, Alkohol, Rauchen und bestimmte Medikamente sind die wichtigsten Einflussfaktoren. Häufige Anzeichen sind Kieferschmerzen am Morgen, Kopfschmerzen, Abnutzung und Empfindlichkeit der Zähne. Zur Behandlung werden eine individuell angefertigte Knirscherschiene, verhaltensbezogene Methoden, Stressbewältigung und bei geeigneten Patientinnen und Patienten Botox-Injektionen eingesetzt.

Wenn Sie morgens mit müden Kiefermuskeln, Druck an den Schläfen oder einer unerklärlichen Empfindlichkeit der Zähne aufwachen, pressen Sie nachts möglicherweise unbewusst die Zähne aufeinander. Bruxismus ist die Angewohnheit, die Zähne unwillkürlich zusammenzupressen oder aneinander zu reiben und zu knirschen; bei Erwachsenen ist er recht verbreitet. Die meisten Menschen erfahren davon erst, wenn ihr Partner oder ihre Partnerin von nächtlichen Geräuschen berichtet oder die Zahnärztin bzw. der Zahnarzt Abnutzungen an den Zähnen bemerkt. In diesem Beitrag erläutern wir Ursachen und Anzeichen von Bruxismus, die möglichen Schäden an den Zähnen und die Behandlungsmöglichkeiten.

Was ist Bruxismus?

Bruxismus ist eine Aktivität der Kiefermuskulatur, die durch wiederholtes Anspannen der Kiefermuskeln gekennzeichnet ist: Die Zähne werden zusammengepresst, knirschen aneinander, oder der Unterkiefer wird angestrengt nach vorn geschoben. Heute wird Bruxismus weniger als eigenständige Krankheit betrachtet, sondern eher als Verhalten, das aus unterschiedlichen Gründen auftreten und bei manchen Menschen gesundheitliche Probleme verursachen kann.

Bruxismus tritt in zwei Hauptformen auf:

  • Schlafbruxismus: Er tritt im Schlaf auf, die betroffene Person bemerkt ihn nicht. Das Knirschgeräusch fällt meist der Person auf, die daneben schläft.
  • Wachbruxismus: Dabei werden die Zähne tagsüber, meist in Momenten hoher Konzentration, Stress oder Anspannung, zusammengepresst oder die Kiefermuskeln angespannt. Oft handelt es sich weniger um Knirschen als um lautloses Pressen.

Ursachen und Behandlungsansätze dieser beiden Formen unterscheiden sich teilweise. Bei derselben Person können auch beide gleichzeitig vorkommen.

Ursachen von Bruxismus: Stress, Schlaf, Biss

Bruxismus hat keine einzelne Ursache; zahlreiche Faktoren wie Stress, Angst, Schlafstörungen, Lebensgewohnheiten und bestimmte Medikamente können zusammenwirken. Welcher Faktor im Vordergrund steht, ist von Mensch zu Mensch verschieden.

Stress und Angst

Vor allem der Wachbruxismus hängt eng mit Stress, Angst und intensiver geistiger Anstrengung zusammen. Lange konzentrierte Arbeit am Computer, Anspannung beim Autofahren oder ein hohes Arbeitstempo können dazu führen, dass die Zähne unbewusst zusammengepresst werden.

Schlafbezogene Faktoren

Schlafbruxismus scheint mit kurzen Weckreaktionen des Gehirns in den leichten Schlafphasen zusammenzuhängen. Auch schlafbezogene Atmungsstörungen wie Schnarchen und Schlafapnoe können gemeinsam mit Bruxismus auftreten. Wird das nächtliche Knirschen von lautem Schnarchen, Atemaussetzern und ausgeprägter Tagesmüdigkeit begleitet, ist eine Abklärung durch Schlafmedizinerinnen oder Schlafmediziner wichtig.

Lebensstil und Medikamente

  • Hoher Koffeinkonsum
  • Alkohol- und Tabakkonsum
  • Bestimmte Antidepressiva und stimulierende Medikamente
  • Bruxismus in der Familie

Die Rolle des Bisses

Früher ging man davon aus, dass eine Fehlstellung des Bisses die Hauptursache von Bruxismus sei. Nach heutigem wissenschaftlichem Stand spielt der Biss beim Auslösen von Bruxismus jedoch nur eine begrenzte Rolle. Eine Fehlokklusion kann allerdings die Belastung verstärken, die Bruxismus an den Zähnen und am Kiefergelenk verursacht.

Welche Anzeichen gibt es und wie schadet Bruxismus den Zähnen?

Die häufigsten Anzeichen von Bruxismus sind morgendliche Schmerzen oder Ermüdung der Kiefermuskeln, Kopfschmerzen sowie Abnutzung und Empfindlichkeit der Zähne. Die Beschwerden können leicht sein, bei längerem Bestehen aber auch zu dauerhaften Schäden an den Zähnen und am Kiefergelenk führen.

  • Schmerzen, Ermüdung oder Verspannung der Kiefermuskeln beim Aufwachen
  • Kopfschmerzen, die an den Schläfen beginnen
  • Nächtliche Knirschgeräusche
  • Abflachung, Verkürzung und Abnutzung der Kauflächen
  • Empfindlichkeit der Zähne gegenüber Kälte und Wärme
  • Risse oder Brüche an Zähnen, abgebrochene Füllungen und Kronen
  • Keilförmige Defekte an den Zahnhälsen
  • Schmerzen, Geräusche oder ein Blockadegefühl im Kiefergelenk beim Öffnen des Mundes
  • Bissspuren an der Wangeninnenseite, Zahnabdrücke am Zungenrand
  • Deutlich vergrößerte Kaumuskeln und ein breiter wirkendes Gesicht

Lang anhaltender und starker Bruxismus kann dazu führen, dass der Zahnschmelz abgetragen wird, das darunterliegende Dentin freiliegt und die Zähne kürzer werden. Das verursacht sowohl ästhetische als auch funktionelle Probleme und kann umfangreiche restaurative Behandlungen erfordern. Deshalb ist es wichtig, Bruxismus früh zu erkennen und Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

Behandlung: Knirscherschiene, Botox, Verhalten

Die Behandlung von Bruxismus zielt weniger darauf ab, die Angewohnheit vollständig zu beseitigen, sondern vielmehr darauf, Zähne und Kiefergelenk zu schützen, die Beschwerden zu lindern und die zugrunde liegenden Faktoren unter Kontrolle zu bringen. In den meisten Fällen werden mehrere Methoden kombiniert.

Knirscherschiene

Die Knirscherschiene ist eine harte Schutzschiene, die nach individuellem Abdruck angefertigt und im Schlaf über den Zähnen getragen wird. Sie verhindert den direkten Kontakt der Zähne, beugt so Abnutzung vor und hilft, die Belastung der Kiefermuskeln zu verteilen. Die Knirscherschiene heilt Bruxismus nicht, verringert aber die Schäden. Weiche Fertigschienen aus dem Handel bieten in Passform und Härte möglicherweise nicht denselben Schutz; bei manchen Menschen können sie das Pressen sogar verstärken. Deshalb wird empfohlen, die Schiene zahnärztlich anfertigen und regelmäßig kontrollieren zu lassen.

Botox-Behandlung

Injektionen mit Botulinumtoxin in die Kaumuskeln verringern vorübergehend die Kontraktionskraft des Muskels und können bei manchen Patientinnen und Patienten die Stärke des Pressens und die Muskelschmerzen lindern. Die Wirkung ist vorübergehend und hält meist einige Monate an; eine Wiederholung kann nötig sein. Ob diese Methode geeignet ist, welche Nebenwirkungen möglich sind und für wen sie infrage kommt, sollte ärztlich ausführlich beurteilt werden.

Verhaltensbezogene Ansätze

  • Bewusstsein: sich tagsüber daran erinnern, dass sich die Zähne nicht berühren sollten und bei geschlossenen Lippen ein kleiner Abstand zwischen den Zähnen bleiben sollte.
  • Erinnerungshilfen: mit kleinen Notizen am Telefon oder Computer die Kieferhaltung überprüfen.
  • Stressbewältigung: regelmäßige Bewegung, Atemübungen, Entspannungstechniken und bei Bedarf psychologische Unterstützung.
  • Schlafrhythmus: regelmäßige Schlafzeiten und weniger Bildschirmzeit vor dem Schlafengehen.
  • Koffein, Alkohol und Rauchen reduzieren: vor allem in den Abendstunden.
  • Kieferübungen und Wärmeanwendungen: Sie können helfen, Muskelverspannungen zu lösen.

Für abgenutzte oder abgebrochene Zähne können restaurative Behandlungen wie Füllungen oder Kronen nötig sein. Damit diese Versorgungen lange halten, ist es wichtig, den Bruxismus unter Kontrolle zu bringen und eine Knirscherschiene zu tragen.

Bruxismus und kieferorthopädische Behandlung

Eine kieferorthopädische Behandlung heilt Bruxismus nicht direkt; die Korrektur einer Fehlokklusion kann jedoch dazu beitragen, dass sich die Presskräfte gleichmäßiger auf die Zähne verteilen. Auch Menschen mit Bruxismus können kieferorthopädisch behandelt werden; dies wird bei der Behandlungsplanung berücksichtigt.

Bei Patientinnen und Patienten mit Bruxismus, die mit Alignern behandelt werden, können die Schienen den direkten Kontakt der Zähne teilweise verringern. Aligner sind jedoch nicht wie eine Knirscherschiene konstruiert und können bei starkem Pressen abgenutzt werden, Risse bekommen oder zu Schäden an den Attachments führen. Wenn Sie an Ihren Schienen ungewöhnliche Abnutzung, Löcher oder Formveränderungen bemerken, sollten Sie dies deshalb Ihrer Kieferorthopädin mitteilen. Solche Situationen, die beim Tragen von Alignern auftreten können, haben wir in unserem Beitrag zu Problemen mit Alignern ausführlich behandelt.

Besteht der Bruxismus fort, während nach der kieferorthopädischen Behandlung ein Retainer getragen wird, plant die Kieferorthopädin, wie Retainer und Knirscherschiene zusammen verwendet werden. In manchen Fällen kann eine einzige Apparatur so gestaltet werden, dass sie beide Zwecke erfüllt; diese Entscheidung wird nach ärztlicher Beurteilung getroffen.

Wann sollten Sie in Ankara wegen Bruxismus-Beschwerden eine Praxis aufsuchen?

Wenn Sie morgendliche Kieferschmerzen, häufige Kopfschmerzen, Abnutzung der Zähne oder abgebrochene Füllungen bemerken, wird eine Abklärung empfohlen, bevor dauerhafte Schäden an den Zähnen entstehen. In unserer Klinik in Oran untersuchen wir die Abnutzungsbefunde an Ihren Zähnen und Ihr Kiefergelenk und legen gemeinsam mit Ihnen den passenden schützenden Ansatz fest; für einen Termin erreichen Sie uns über unsere Kontaktseite.

Häufig gestellte Fragen

Verschwindet Bruxismus vollständig?

In den meisten Fällen wird Bruxismus eher unter Kontrolle gebracht als vollständig beseitigt. Durch Stressbewältigung, einen geregelten Schlafrhythmus und veränderte Gewohnheiten kann seine Stärke abnehmen. Die Knirscherschiene schützt Zähne und Kiefergelenk vor möglichen Schäden.

Kann man eine fertige Knirscherschiene aus der Apotheke verwenden?

Weiche Fertigschienen passen und schützen möglicherweise nicht so gut wie individuell angefertigte harte Knirscherschienen. Bei manchen Menschen können sie das Pressen verstärken und das Kiefergelenk belasten. Deshalb wird empfohlen, die Knirscherschiene zahnärztlich nach Abdruck anfertigen zu lassen.

Ist Zähneknirschen bei Kindern normal?

Nächtliches Zähneknirschen ist bei Kindern, besonders im Milchgebiss, recht häufig und nimmt mit dem Wachstum oft ab. Kommen jedoch deutliche Abnutzungen der Zähne, Kieferschmerzen, Schnarchen oder Schlafprobleme hinzu, sollte eine Abklärung erfolgen. Bei den Kontrollterminen Ihres Kindes können Sie dies mit der Zahnärztin oder dem Zahnarzt besprechen.

Ist Bruxismus ein Hindernis für eine Aligner-Behandlung?

Bruxismus ist in der Regel kein Hindernis für eine Behandlung mit Alignern, wird aber bei der Planung berücksichtigt. Da starkes Pressen zu Abnutzung oder Rissen an den Schienen führen kann, sind regelmäßige Kontrollen wichtig. Wenn Sie ungewöhnliche Veränderungen an den Schienen bemerken, sollten Sie dies Ihrer Kieferorthopädin mitteilen.

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Information und Untersuchung in Ankara

Für eine persönliche Einschätzung zu Bruxismus (Zähnepressen und Zähneknirschen): Ursachen und Behandlung können Sie einen Untersuchungstermin in der Zahnpoliklinik Funda Sarıkaya vereinbaren.

Die Poliklinik liegt im Park Oran Ofis, Oran, Çankaya, Ankara – neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall.

Angeboten werden allgemeine Zahnmedizin, Kieferorthopädie und Behandlung von Kiefer- und Muskelbeschwerden.

Praxis
Funda Sarıkaya Zahnpoliklinik
Adresse
Park Oran Ofis, Laden Nr. 70, Kudüs Cd., Oran, Çankaya / Ankara
Orientierung
Neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall
Öffnungszeiten
Montag–Samstag 09:00–20:00
Telefon
+90 312 911 60 36
Sprachen
Türkisch, Englisch, Deutsch, Russisch

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information; für Diagnose und Behandlungsentscheidung ist eine Untersuchung nötig. Dieser Artikel wurde aus dem Türkischen übersetzt.

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