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Kieferorthopädie

Kiefergelenkbeschwerden (CMD): Symptome und Behandlungsmethoden

Frau hält sich wegen Kiefergelenkschmerzen die Wange vor dem Ohr
In diesem Artikel 8
  1. Wie funktioniert das Kiefergelenk?
  2. Was sind die Symptome einer Kiefergelenkstörung?
  3. Ursachen: Bruxismus, Stress, Trauma und Biss
  4. Was ist eine Diskusverlagerung?
  5. Behandlung: Übungen, Aufbissschiene, Botox, Arthrozentese
  6. Kieferorthopädische Behandlung und Kiefergelenk
  7. Wann sollten Sie fachlichen Rat einholen?
  8. Häufig gestellte Fragen

Kurze Antwort: Kiefergelenkbeschwerden sind der Oberbegriff für Probleme, die das Temporomandibulargelenk, das den Unterkiefer mit dem Schädel verbindet, und die umgebende Kaumuskulatur betreffen. Häufige Symptome sind Kieferschmerzen, ein Knacken beim Öffnen des Mundes, Kiefersperre und Kopfschmerzen. Zähnepressen, Stress und Traumata gehören zu den wichtigsten Ursachen. Die Behandlung beginnt in den meisten Fällen mit schonenden Maßnahmen wie Übungen und einer Aufbissschiene.

Morgendliche Müdigkeit im Kiefer, Schmerzen vor dem Ohr beim Essen oder ein Knacken beim Öffnen des Mundes gehören zu den häufigen Anzeichen dessen, was als Kiefergelenkbeschwerden bekannt ist. Diese in der Medizin als temporomandibuläre Störungen (im Deutschen meist als craniomandibuläre Dysfunktion, CMD, im Englischen als TMJ-Störungen bezeichnet) bekannten Probleme sind in der Bevölkerung recht verbreitet und lassen sich oft mit einfachen Maßnahmen unter Kontrolle bringen. In diesem Beitrag erklären wir, wie das Gelenk funktioniert, welche Symptome auftreten, welche Ursachen infrage kommen und wie das stufenweise Behandlungskonzept aussieht.

Wie funktioniert das Kiefergelenk?

Das Kiefergelenk, in dem sich der Unterkiefer direkt vor dem Ohr mit dem Schläfenbein des Schädels verbindet, ist eines der komplexesten beweglichen Gelenke des Körpers. Auf jeder Seite gibt es eines, und beide arbeiten zusammen. Im Gelenk liegt zwischen dem runden Gelenkkopf des Unterkiefers (Kondylus) und der Gelenkpfanne im Schläfenbein eine kleine Scheibe aus Faserknorpel, der Diskus. Wie ein Polster verhindert dieser Diskus, dass die Knochenflächen aneinander reiben, und sorgt für eine geschmeidige Bewegung.

Beim Öffnen des Mundes dreht sich der Kondylus zunächst um seine eigene Achse und gleitet dann zusammen mit dem Diskus nach vorn. Gesteuert werden diese Bewegungen von der Kaumuskulatur. Das harmonische Zusammenspiel von Gelenk, Diskus und Muskeln macht alltägliche Funktionen wie Sprechen, Kauen, Schlucken und Gähnen mühelos möglich. Ist dieses Zusammenspiel gestört, äußert sich das in Schmerzen, Geräuschen und Bewegungseinschränkungen.

Was sind die Symptome einer Kiefergelenkstörung?

Das häufigste Symptom einer Kiefergelenkstörung sind Schmerzen oder Druckempfindlichkeit vor dem Ohr und in der Kaumuskulatur. Weitere häufige Symptome sind:

  • Knacken, Klicken oder Reibegeräusche beim Öffnen und Schließen des Mundes
  • Den Mund nicht vollständig öffnen können oder ein kurzes Hängenbleiben des Kiefers (Kiefersperre)
  • Abweichen des Kiefers zu einer Seite beim Öffnen des Mundes
  • Kopfschmerzen an Schläfen, Stirn oder im Nacken
  • Druckgefühl im Ohr, Ohrenschmerzen oder Ohrgeräusche
  • Morgendliche Müdigkeit der Kiefer- und Gesichtsmuskulatur, empfindliche Zähne
  • Das Gefühl, dass die Zähne beim Kauen anders aufeinanderpassen

Ein Knacken allein, das weder Schmerzen noch Einschränkungen verursacht, muss nicht immer behandelt werden; bei vielen Menschen besteht es jahrelang, ohne Probleme zu machen. Ausschlaggebend für die Behandlungsentscheidung sind Stärke und Dauer der Symptome und wie stark sie den Alltag beeinträchtigen. Da Symptome wie Ohren- und Kopfschmerzen auch bei anderen Erkrankungen auftreten können, ist zur Abgrenzung eine Untersuchung unerlässlich.

Ursachen: Bruxismus, Stress, Trauma und Biss

Bei den meisten Kiefergelenkbeschwerden liegt nicht eine einzelne Ursache vor, sondern mehrere Faktoren, die sich gegenseitig beeinflussen. Einer der häufigsten ist Bruxismus, also Zähnepressen oder -knirschen tagsüber oder im Schlaf. Diese Gewohnheit setzt Kaumuskulatur und Gelenk unter ständige Belastung.

Stress und Angst können das Beschwerdebild verschlimmern, indem sie Bruxismus auslösen und die Muskelspannung erhöhen. Auch Traumata wie Schläge auf den Kiefer, langes weites Öffnen des Mundes oder plötzliches Gähnen können das Gelenkgewebe belasten. Gelenkerkrankungen wie rheumatoide Arthritis und Arthrose können die Gelenkflächen direkt beeinträchtigen.

Die Rolle des Bisses bei Kiefergelenkproblemen wird seit vielen Jahren diskutiert. Nach aktueller wissenschaftlicher Auffassung verursacht eine Bissfehlstellung allein meist keine Kiefergelenkstörung, kann aber bei manchen Menschen zusammen mit anderen Faktoren dazu beitragen. Deshalb werden irreversibles Beschleifen der Zähne oder umfassende Bissveränderungen allein zur Behebung von Gelenkbeschwerden in der Regel nicht als erste Option empfohlen. Auch eine schlechte Körperhaltung, häufiges Kaugummikauen und Nägelkauen können die Belastung des Gelenks erhöhen.

Was ist eine Diskusverlagerung?

Bei einer Diskusverlagerung verschiebt sich der Diskus im Gelenk aus seiner normalen Lage, meist nach vorn; sie ist die häufigste Ursache für Kiefergelenkgeräusche. Es gibt zwei Hauptformen.

Diskusverlagerung mit Reposition

Hier springt der bei geschlossenem Mund nach vorn verlagerte Diskus beim Öffnen des Mundes wieder auf den Kondylus zurück. In dem Moment, in dem der Diskus zurückspringt, ist ein Knacken zu hören; beim Schließen des Mundes kann manchmal ein zweites Geräusch auftreten. Liegen keine Schmerzen oder Sperren vor, genügen in den meisten Fällen Beobachtung und schonende Maßnahmen.

Diskusverlagerung ohne Reposition

Hier kehrt der Diskus auch beim Öffnen des Mundes nicht an seinen Platz zurück und blockiert das Vorgleiten des Kondylus. Dadurch ist die Mundöffnung deutlich eingeschränkt, der Kiefer weicht beim Öffnen zur betroffenen Seite ab, und das zuvor hörbare Knacken kann verschwinden. Bei plötzlich auftretenden Sperren kann eine frühe Abklärung helfen, die Behandlungsmöglichkeiten wirksamer zu nutzen.

Behandlung: Übungen, Aufbissschiene, Botox, Arthrozentese

Die Behandlung von Kiefergelenkbeschwerden folgt einem stufenweisen Konzept und beginnt mit den am wenigsten invasiven, reversiblen Methoden. Internationale Leitlinien betonen, dass die meisten Patienten durch diese schonenden Methoden Linderung erfahren.

Selbstfürsorge und Übungen: Weiche Kost, der Verzicht auf Kaugummi und sehr weites Mundöffnen, Wärmeanwendungen an der schmerzenden Stelle und das bewusste Wahrnehmen der Ruheposition, in der sich die Zähne tagsüber nicht berühren, sind die ersten Schritte. Kieferübungen, die von der Zahnärztin oder dem Zahnarzt bzw. in der Physiotherapie vermittelt werden, helfen, die Muskeln zu entspannen und die Beweglichkeit zu erhalten. Auch Stressbewältigung ist ein wichtiger Teil der Behandlung.

Aufbissschiene (Okklusionsschiene): Eine nach einem Abdruck individuell angefertigte Schiene aus hartem Acryl, die meist nachts getragen wird. Sie soll die Auswirkungen des Zähnepressens auf Gelenk und Muskeln verringern und die Zähne vor Abnutzung schützen. Weiche Schutzschienen aus der Apotheke ersetzen diese Schienen nicht und können bei manchen Menschen das Pressen sogar verstärken.

Botulinumtoxin (Botox): Bei muskulär bedingten Schmerzen infolge von Zähnepressen kann bei manchen Patienten Botulinumtoxin in die Kaumuskulatur gespritzt werden. Diese Anwendung verringert vorübergehend die Stärke der Muskelkontraktion; die Wirkung hält einige Monate an. Für wen sie geeignet ist, wird nach einer ausführlichen Untersuchung entschieden.

Arthrozentese: Ein Verfahren, bei dem der Gelenkspalt über feine Nadeln mit steriler Flüssigkeit gespült wird; es kommt bei Patienten infrage, bei denen Schmerzen und eingeschränkte Mundöffnung trotz schonender Behandlungen bestehen bleiben, insbesondere bei einer Diskusverlagerung ohne Reposition. Es wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt und soll entzündliche Substanzen aus dem Gelenk entfernen. Weitergehende chirurgische Verfahren kommen nur in ausgewählten, wenigen Fällen infrage.

Medikamente wie Schmerzmittel oder Muskelrelaxanzien können ebenfalls Teil des Behandlungsplans sein; welches Medikament wie eingenommen wird, sollte jedoch ausschließlich ärztlich entschieden werden.

Kieferorthopädische Behandlung und Kiefergelenk

Auch während einer kieferorthopädischen Behandlung können Kiefergelenkbeschwerden auftreten oder bestehende Beschwerden bemerkt werden. Manche Patienten, die Aligner tragen, stellen fest, dass sie mit eingesetzter Schiene die Zähne zusammenpressen. In diesem Fall ist es wichtig, mit Ihrer Kieferorthopädin oder Ihrem Kieferorthopäden zu sprechen, bevor Sie die Behandlung unterbrechen. Weitere Situationen, die beim Tragen von Alignern auftreten können, behandeln wir in unserem Beitrag über Probleme mit Alignern. Bei Patienten mit bestehenden Gelenkbeschwerden wird der Zustand des Gelenks bei der Planung der kieferorthopädischen Behandlung mitberücksichtigt.

Wann sollten Sie fachlichen Rat einholen?

Bei Kieferschmerzen, die länger als einige Wochen anhalten, einer deutlich eingeschränkten Mundöffnung, einer plötzlichen Kiefersperre oder Beschwerden, die Essen und Sprechen erschweren, sollten Sie eine Zahnärztin oder einen Zahnarzt aufsuchen. Bei der Untersuchung werden Gelenk und Muskeln abgetastet, die Mundöffnung gemessen und bei Bedarf Bildgebung veranlasst. In unserer Praxis im Park Oran Ofis in Oran, Çankaya, werden Ihre Kiefergelenkbeschwerden beurteilt und bei Bedarf gemeinsam mit den zuständigen Fachrichtungen ein Behandlungsweg geplant. Für allgemeine Fragen können Sie auch unsere Seite mit häufig gestellten Fragen besuchen.

Häufig gestellte Fragen

Mein Kiefer knackt – muss ich mich behandeln lassen?

Ein Knacken ohne Schmerzen, Sperre oder eingeschränkte Mundöffnung muss meist nicht behandelt werden und kann beobachtet werden. Treten zusammen mit dem Geräusch Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen auf, ist eine Untersuchung zu empfehlen. Die Entscheidung trifft die Zahnärztin oder der Zahnarzt je nach Stärke und Dauer der Symptome.

Gehen Kiefergelenkbeschwerden von selbst vorbei?

Bei vielen Menschen lassen die Symptome mit der Zeit und durch einfache Maßnahmen nach. Weiche Kost, der Verzicht auf Kaugummi, Stressbewältigung und Kieferübungen unterstützen die Besserung. Bei Symptomen, die wochenlang anhalten oder sich verschlimmern, ist eine Abklärung nötig.

Wie lange wird eine Knirscherschiene getragen?

Wie lange die Aufbissschiene getragen wird, hängt von der Art der Beschwerden ab und davon, ob das Zähnepressen fortbesteht. Manche Patienten tragen sie für einen bestimmten Zeitraum, während bei anhaltendem Pressen eine langfristige Anwendung empfohlen werden kann. Die Passform der Schiene wird bei den Kontrollterminen regelmäßig überprüft.

Ist eine Arthrozentese eine Operation?

Bei der Arthrozentese wird das Gelenk unter örtlicher Betäubung über feine, in den Gelenkspalt eingeführte Nadeln gespült; es handelt sich nicht um eine klassische offene Operation. Sie wird meist bei Patienten erwogen, die von schonenden Behandlungen nicht ausreichend profitieren. Ob sie geeignet ist, wird anhand von Untersuchungs- und Bildgebungsbefunden entschieden.

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Information und Untersuchung in Ankara

Für eine persönliche Einschätzung zu Kiefergelenkbeschwerden (CMD): Symptome und Behandlungsmethoden können Sie einen Untersuchungstermin in der Zahnpoliklinik Funda Sarıkaya vereinbaren.

Die Poliklinik liegt im Park Oran Ofis, Oran, Çankaya, Ankara – neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall.

Angeboten werden allgemeine Zahnmedizin, Kieferorthopädie und Behandlung von Kiefer- und Muskelbeschwerden.

Praxis
Funda Sarıkaya Zahnpoliklinik
Adresse
Park Oran Ofis, Laden Nr. 70, Kudüs Cd., Oran, Çankaya / Ankara
Orientierung
Neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall
Öffnungszeiten
Montag–Samstag 09:00–20:00
Telefon
+90 312 911 60 36
Sprachen
Türkisch, Englisch, Deutsch, Russisch

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information; für Diagnose und Behandlungsentscheidung ist eine Untersuchung nötig. Dieser Artikel wurde aus dem Türkischen übersetzt.

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