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Mundpflege

Schadet zu festes Zähneputzen? Was zu kräftiges Putzen bewirkt

Hand hält eine Zahnbürste mit weichen Borsten im richtigen Winkel am Zahnfleischrand
In diesem Artikel 7
  1. Woran erkennt man, dass man zu fest putzt?
  2. Wie führt zu festes Putzen zu Zahnfleischrückgang und Schmelzabrieb?
  3. Werden Zähne durch viel Putzen weißer?
  4. Welcher Druck und welche Borstenhärte sind richtig?
  5. Was tun, wenn bereits Schäden entstanden sind?
  6. Wann sollten Sie in Ankara eine Zahnärztin oder einen Zahnarzt aufsuchen?
  7. Häufig gestellte Fragen

Kurze Antwort: Ja, wer die Zähne zu fest oder mit einer harten Zahnbürste putzt, kann mit der Zeit Zahnfleischrückgang, Abnutzung am Zahnhals und Empfindlichkeit verursachen. Stärkerer Druck sorgt nicht für eine gründlichere Reinigung; bakterieller Zahnbelag wird mit einer weichen Bürste und leichtem Druck, zweimal täglich etwa zwei Minuten lang, wirksam entfernt. Übermäßiges Putzen hellt die Zähne nicht auf, sondern kann sie im Gegenteil gelblicher erscheinen lassen.

Viele Menschen, die ihre Zähne „richtig sauber“ bekommen möchten, drücken die Bürste kräftig an, bevorzugen harte Borsten und putzen länger. Bakterieller Zahnbelag auf der Zahnoberfläche ist jedoch eine weiche Schicht, und zu seiner Entfernung braucht es nicht Kraft, sondern die richtige Technik. Zu festes Zähneputzen kann langfristig zu Problemen wie Zahnfleischrückgang, Abnutzung am Zahnhals und Empfindlichkeit führen. In diesem Beitrag behandeln wir die Anzeichen für zu festes Putzen, die Auswirkungen auf Zahnfleisch und Zahnschmelz, die Antwort auf die Frage „Werden Zähne durch viel Putzen weißer?“ und was sich tun lässt, wenn bereits Schäden entstanden sind.

Woran erkennt man, dass man zu fest putzt?

Die deutlichsten Anzeichen dafür, dass Sie zu fest putzen, sind Borsten, die sich schon nach kurzer Zeit nach außen spreizen, beginnender Zahnfleischrückgang und Empfindlichkeit bei Kälte oder Wärme. Zur Selbsteinschätzung können Sie folgende Fragen durchgehen:

  • Verbiegen oder spreizen sich die Borsten Ihrer Zahnbürste innerhalb weniger Wochen?
  • Bemerken Sie Zahnfleischrückgang, vor allem im Bereich der Eckzähne und der kleinen Backenzähne?
  • Wirken Ihre Zähne länger als früher?
  • Gibt es nahe dem Zahnfleischrand Kerben oder Stufen, die Sie mit dem Fingernagel ertasten können?
  • Verursachen kaltes Wasser, kalte Luft oder süße Speisen einen kurzen, stechenden Schmerz?
  • Ist Ihr Zahnfleisch nach dem Putzen gereizt oder blutet es?

Manche dieser Anzeichen können auch andere Ursachen haben, etwa eine Zahnfleischerkrankung; eine sichere Beurteilung erfolgt daher durch eine zahnärztliche Untersuchung.

Wie führt zu festes Putzen zu Zahnfleischrückgang und Schmelzabrieb?

Putzen mit hohem Druck und waagerechten, sägeartigen Bewegungen drängt das Zahnfleisch mit der Zeit zurück und nutzt die harten Gewebe am Zahnhals ab. Dieser Prozess verläuft meist langsam und wird erst über Jahre bemerkt.

Zahnfleischrückgang

Das Zahnfleisch ist gegenüber mechanischen Verletzungen empfindlich, vor allem bei Menschen mit dünnem Zahnfleisch und in Bereichen, in denen der Zahn auf der Lippenseite nur von dünnem Knochen bedeckt ist. Ständiges zu festes Putzen reizt dieses Gewebe und kann dazu beitragen, dass sich das Zahnfleisch zurückzieht und die Wurzeloberfläche des Zahns freilegt. Dabei sollte man nicht vergessen, dass Zahnfleischrückgang auch andere Ursachen hat, etwa Zahnfleischerkrankungen, kieferorthopädische Zahnbewegungen, Zähnepressen und erbliche Veranlagung.

Abnutzung von Schmelz und Wurzeloberfläche

Der Zahnschmelz ist das härteste Gewebe des Körpers, wird zum Zahnhals hin jedoch dünner. Die bei Zahnfleischrückgang freiliegende Wurzeloberfläche ist nicht mit Schmelz, sondern mit dem deutlich weicheren Zement und Dentin bedeckt. Aggressives Putzen mit harten Borsten und abrasiven Zahnpasten kann in diesem Bereich keilförmige Defekte verursachen. Solche Abnutzungen können dazu führen, dass der Zahn empfindlich wird und mit der Zeit an dieser Stelle geschwächt ist.

Festes Putzen direkt nach sauren Speisen und Getränken kann den Abrieb verstärken. Säure weicht die Schmelzoberfläche vorübergehend auf; wer in dieser Phase putzt, trägt die aufgeweichte Schicht leichter ab.

Werden Zähne durch viel Putzen weißer?

Nein, häufiges oder zu festes Putzen macht die Zähne nicht weißer; im Gegenteil kann es sie langfristig gelblicher erscheinen lassen. Der Grund ist der Schichtaufbau des Zahns. Der Schmelz in der äußeren Schicht ist durchscheinend, das darunterliegende Dentin hat von Natur aus eine eher gelbliche Farbe. Je stärker der Schmelz abgenutzt und dünner wird, desto mehr scheint das Dentin durch, und der Zahn wirkt gelblicher.

Das Putzen kann einen Teil der oberflächlichen Verfärbungen durch Tee, Kaffee oder Rauchen entfernen, dafür braucht es aber keine Kraft. Besonders riskant ist es, stark abrasive Weißmacher-Zahnpasten mit einer harten Bürste und hohem Druck zu kombinieren. Haben Sie Wünsche hinsichtlich Ihrer Zahnfarbe, sind eine professionelle Zahnreinigung oder ein Bleaching nach zahnärztlicher Beurteilung die sichereren Optionen.

Welcher Druck und welche Borstenhärte sind richtig?

Die allgemeine Empfehlung zahnmedizinischer Fachgesellschaften lautet, zweimal täglich etwa zwei Minuten mit einer weichen Zahnbürste und leichtem Druck zu putzen. Für das richtige Zähneputzen können Sie auf folgende Punkte achten:

  1. Wählen Sie eine weiche Zahnbürste: Harte und mittelharte Bürsten sind für die meisten Menschen unnötig. Weiche Borsten passen sich dem Zahnfleischrand und den Zahnzwischenräumen besser an.
  2. Halten Sie die Bürste wie einen Stift: Wer sie fest mit der ganzen Faust umgreift, übt unbewusst zu viel Kraft aus. Das Halten mit den Fingerspitzen verringert den Druck ganz natürlich.
  3. 45-Grad-Winkel und kleine Bewegungen: Setzen Sie die Borsten in einem Winkel von etwa 45 Grad am Zahnfleischrand an und putzen Sie mit kleinen, rüttelnden oder kreisenden Bewegungen. Vermeiden Sie lange waagerechte Bewegungen.
  4. Wenn Sie eine elektrische Zahnbürste verwenden: Es genügt, die Bürste über die Zähne zu führen; zusätzliches Andrücken ist nicht nötig. Modelle mit Drucksensor können Sie warnen, wenn Sie zu stark drücken, und so helfen, die Gewohnheit zu korrigieren.
  5. Warten Sie nach sauren Speisen: Nach Fruchtsaft, kohlensäurehaltigen Getränken oder sauren Speisen schützt es den Zahnschmelz, eine Weile mit dem Putzen zu warten und den Mund in der Zwischenzeit mit Wasser auszuspülen.
  6. Wechseln Sie Ihre Zahnbürste regelmäßig: In der Regel wird empfohlen, die Bürste alle drei Monate oder sobald sich die Borsten spreizen zu erneuern. Spreizen sich die Borsten sehr schnell, kann das ein Zeichen dafür sein, dass Sie zu fest drücken.

Zusätzlich zum Zähneputzen ist die Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürste für die Mundgesundheit mindestens ebenso wichtig wie das Putzen selbst. Weitere Fragen zum Zähneputzen und zur Mundpflege finden Sie auf unserer Seite Häufig gestellte Fragen.

Was tun, wenn bereits Schäden entstanden sind?

Sind durch zu festes Putzen Schäden entstanden, besteht der erste Schritt darin, die Putzgewohnheit zu korrigieren; anschließend plant die Zahnärztin bzw. der Zahnarzt je nach Ausmaß von Empfindlichkeit und Abnutzung die passende Behandlung. Verlorener Zahnschmelz und zurückgegangenes Zahnfleisch bilden sich nicht von selbst neu, das Fortschreiten lässt sich jedoch aufhalten und die Beschwerden lassen sich lindern.

  • Zahnpasten gegen Empfindlichkeit: Regelmäßig angewendet, können sie helfen, die Empfindlichkeit freiliegenden Dentins zu verringern.
  • Fluoridanwendungen: In der Praxis aufgetragene Fluoridlacke können die Empfindlichkeit verringern und die Zahnoberfläche stärken.
  • Zahnhalsfüllungen: Haben sich deutliche Kerben gebildet, lassen sich diese Bereiche mit zahnfarbenem Füllungsmaterial wiederherstellen; das verringert die Empfindlichkeit und schützt den Zahn.
  • Zahnfleischbehandlungen: Bei fortgeschrittenem Zahnfleischrückgang können in geeigneten Fällen von einer Fachzahnärztin bzw. einem Fachzahnarzt für Parodontologie chirurgische Optionen wie ein Zahnfleischtransplantat geprüft werden.
  • Kontrolle von Zähnepressen: Kommt Zähnepressen oder -knirschen hinzu, kann eine Nachtschiene empfohlen werden; auch diese Gewohnheit kann zur Abnutzung am Zahnhals beitragen.

Für Menschen in kieferorthopädischer Behandlung, etwa mit Alignern, ist es wichtig, die Zähne vor dem Einsetzen der Schienen zu reinigen; auch das erfordert jedoch nicht festeres, sondern sorgfältigeres Putzen.

Wann sollten Sie in Ankara eine Zahnärztin oder einen Zahnarzt aufsuchen?

Wenn Sie bemerken, dass Ihr Zahnfleisch zurückgeht oder Ihre Zähne länger wirken, oder wenn Sie bei Kaltem und Süßem eine deutliche Empfindlichkeit spüren, ist es sinnvoll, Ihre Putztechnik und Ihren Zahnfleischzustand zahnärztlich beurteilen zu lassen. In unserer Praxis im Park Oran Ofis in Çankaya erhalten Sie bei der Untersuchung auch Empfehlungen zur passenden Zahnbürste und Technik; bei Bedarf planen wir die Behandlungsmöglichkeiten gemeinsam.

Häufig gestellte Fragen

Reinigt eine harte Zahnbürste die Zähne gründlicher?

Nein. Bakterieller Zahnbelag ist eine weiche Schicht und lässt sich mit einer weichen Zahnbürste und der richtigen Technik wirksam entfernen. Harte Borsten können Zahnfleisch und Zahnhals schädigen, vor allem wenn sie mit hohem Druck eingesetzt werden.

Schadet eine elektrische Zahnbürste dem Zahnfleisch?

Richtig angewendet, sind elektrische Zahnbürsten in der Regel sicher. Es genügt, die Bürste ohne Andrücken über die Zahnflächen zu führen. Modelle mit Drucksensor warnen bei zu starkem Druck und können so helfen, die Gewohnheit des zu festen Putzens zu korrigieren.

Bildet sich Zahnfleischrückgang zurück?

Zurückgegangenes Zahnfleisch kehrt nicht von selbst an seine alte Position zurück. Wird die Ursache beseitigt, lässt sich das Fortschreiten verlangsamen oder stoppen. Bei deutlichem Rückgang können in geeigneten Fällen chirurgische Behandlungsmöglichkeiten am Zahnfleisch geprüft werden.

Ist es schädlich, direkt nach dem Essen die Zähne zu putzen?

Direkt nach sauren Speisen und Getränken zu putzen, kann den Schmelzabrieb verstärken, da Säure die Schmelzoberfläche vorübergehend aufweicht. In diesem Fall ist es sinnvoller, den Mund mit Wasser auszuspülen und eine Weile zu warten, bevor Sie putzen.

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Information und Untersuchung in Ankara

Für eine persönliche Einschätzung zu Schadet zu festes Zähneputzen? Was zu kräftiges Putzen bewirkt können Sie einen Untersuchungstermin in der Zahnpoliklinik Funda Sarıkaya vereinbaren.

Die Poliklinik liegt im Park Oran Ofis, Oran, Çankaya, Ankara – neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall.

Angeboten werden allgemeine Zahnmedizin, Kieferorthopädie und Behandlung von Kiefer- und Muskelbeschwerden.

Praxis
Funda Sarıkaya Zahnpoliklinik
Adresse
Park Oran Ofis, Laden Nr. 70, Kudüs Cd., Oran, Çankaya / Ankara
Orientierung
Neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall
Öffnungszeiten
Montag–Samstag 09:00–20:00
Telefon
+90 312 911 60 36
Sprachen
Türkisch, Englisch, Deutsch, Russisch

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information; für Diagnose und Behandlungsentscheidung ist eine Untersuchung nötig. Dieser Artikel wurde aus dem Türkischen übersetzt.

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