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Zahnschmerzen in der Schwangerschaft: Ursachen und was zu tun ist

Schwangere Frau hält sich die Wange, Symbolbild für Zahnschmerzen in der Schwangerschaft
In diesem Artikel 8
  1. Warum gibt es Zahnschmerzen in der Schwangerschaft?
  2. Was hilft bei Zahnschmerzen in der Schwangerschaft?
  3. Dürfen Schmerzmittel und Antibiotika genommen werden?
  4. Schmerzen am Weisheitszahn
  5. Welche Situationen sind ein Notfall?
  6. Schadet Zahnschmerz dem Baby?
  7. Wann sollte man in Ankara wegen Zahnschmerzen kommen?
  8. Häufig gestellte Fragen

Kurze Antwort: Zahnschmerzen in der Schwangerschaft gehen meist auf Karies, Zahnfleischentzündung, Empfindlichkeit oder einen Weisheitszahn zurück. Spülen mit lauwarmem Salzwasser, von außen eine kalte Kompresse auf die Wange und weiche Kost können vorübergehend Linderung bringen, ersetzen aber keine Untersuchung. Nehmen Sie Medikamente nur nach Empfehlung Ihrer Ärztin bzw. Ihres Arztes. Schmerzen und Infektionen werden in der Schwangerschaft nicht aufgeschoben; die Behandlung planen Ihre Frauenärztin bzw. Ihr Frauenarzt und Ihre Zahnärztin bzw. Ihr Zahnarzt gemeinsam.

Zahnschmerzen in der Schwangerschaft sind körperlich anstrengend und werfen viele Fragen auf: Darf ich ein Schmerzmittel nehmen, muss ich bis zur Geburt mit dem Zahnarztbesuch warten, schadet dieser Schmerz dem Baby? Zahnschmerzen in der Schwangerschaft gehen meist auf bekannte Ursachen wie Karies, Zahnfleischentzündung, Empfindlichkeit oder einen Weisheitszahn zurück, und die Schwangerschaft allein ist kein Grund, notwendige Zahnbehandlungen aufzuschieben. In diesem Beitrag behandeln wir die möglichen Ursachen der Schmerzen, was man zu Hause zur vorübergehenden Linderung tun kann, wie man mit Medikamenten umgeht und welche Anzeichen einen sofortigen Zahnarztbesuch erfordern.

Warum gibt es Zahnschmerzen in der Schwangerschaft?

Die häufigsten Ursachen für Zahnschmerzen in der Schwangerschaft sind Karies, Zahnfleischentzündung, Zahnempfindlichkeit und Entzündungen rund um den Weisheitszahn. Die Schwangerschaft verursacht diese Probleme nicht direkt; manche Veränderungen können aber ihr Auftreten oder Fortschreiten begünstigen.

  • Karies: Häufige kleine Mahlzeiten, Heißhunger auf Süßes und durch Übelkeit vernachlässigtes Zähneputzen können Karies beschleunigen. Eine Karies, die sich dem Nerv nähert, führt zu pochenden Schmerzen, die durch Warm und Kalt ausgelöst werden oder von selbst beginnen.
  • Zahnfleischentzündung: Schwangerschaftshormone verstärken die Reaktion des Zahnfleisches auf Plaque; Schwellung, Bluten und Ziehen können auftreten.
  • Zahnempfindlichkeit: Die beim Erbrechen in den Mund gelangende Magensäure kann den Schmelz angreifen; bei kalten Getränken oder beim Putzen kann kurzzeitiges Ziehen auftreten. Zu den Ursachen der Empfindlichkeit lesen Sie unseren Beitrag Warum entsteht Zahnempfindlichkeit?.
  • Weisheitszahn: Das Zahnfleisch um einen teilweise verlagerten Weisheitszahn kann sich entzünden und Schmerzen und Schwellung verursachen.
  • Zähneknirschen: Stress und Veränderungen des Schlafrhythmus können das nächtliche Knirschen verstärken; das macht sich morgens als diffuser Schmerz in Kiefer und Zähnen bemerkbar.

Zu den allgemeinen Ursachen von Zahnschmerzen und zur Abklärung bietet unser Beitrag Warum entstehen Zahnschmerzen und wie vergehen sie? ausführlichere Informationen.

Was hilft bei Zahnschmerzen in der Schwangerschaft?

Bei Zahnschmerzen in der Schwangerschaft können einfache Maßnahmen zu Hause vorübergehend Linderung bringen; sie beseitigen jedoch nicht die Ursache des Schmerzes und ersetzen keine Untersuchung. Bis Sie die Zahnärztin oder den Zahnarzt erreichen, können Sie Folgendes versuchen:

  1. Mit lauwarmem Salzwasser spülen: Geben Sie in ein Glas lauwarmes Wasser eine kleine Menge Salz, spülen Sie den Mund vorsichtig und spucken Sie aus. Das kann helfen, die Stelle zu reinigen und das Zahnfleisch zu beruhigen.
  2. Von außen eine kalte Kompresse auf die Wange legen: Legen Sie in ein Tuch gewickeltes Eis etwa 10–15 Minuten auf die Wange und machen Sie dann eine Pause. Legen Sie Eis nicht direkt auf Zahn oder Zahnfleisch.
  3. Weiche und lauwarme Kost: Meiden Sie sehr heiße, sehr kalte, harte oder zuckerhaltige Speisen; kauen Sie nicht auf der schmerzenden Seite.
  4. Behutsame Reinigung: Reinigen Sie den schmerzenden Bereich vorsichtig mit weicher Bürste und Zahnseide, damit dort keine Speisereste bleiben.
  5. Mit leicht erhöhtem Kopf ruhen: Ein zusätzliches Kissen im Liegen kann bei manchen Menschen das Pochen verringern.

Für verbreitete Hausmittel wie Nelken, alkoholische Getränke oder verschiedene Kräutermischungen, die auf Zahn oder Zahnfleisch aufgetragen werden, ist die Wirksamkeit nur begrenzt belegt, und sie können das Gewebe reizen. Auch pflanzliche Produkte sollten in der Schwangerschaft nicht ohne Rücksprache mit der Ärztin bzw. dem Arzt angewendet werden. Schmerztabletten neben den schmerzenden Zahn ans Zahnfleisch zu legen, ist ebenfalls nicht geeignet, da es zu Verätzungen führen kann.

Dürfen Schmerzmittel und Antibiotika genommen werden?

In der Schwangerschaft kann ein Schmerzmittel oder ein Antibiotikum nötig werden; welches Medikament in welcher Menge und wie lange angewendet wird, entscheidet jedoch nur die Ärztin bzw. der Arzt. Während für einige Schmerzmittelgruppen empfohlen wird, sie in bestimmten Phasen der Schwangerschaft nicht anzuwenden, gelten auch manche Antibiotika in der Schwangerschaft als ungeeignet. Nehmen Sie deshalb keine Medikamente aus dem Arzneischrank zu Hause oder solche, die Sie früher bei einer anderen Beschwerde verwendet haben, auf eigene Entscheidung ein.

In der Praxis beurteilen Ihre Frauenärztin bzw. Ihr Frauenarzt und Ihre Zahnärztin bzw. Ihr Zahnarzt die Lage gemeinsam; Schwangerschaftswoche, Allgemeinzustand und Ausmaß der Infektion werden berücksichtigt. Ein Punkt sollte nicht vergessen werden: Medikamente unterdrücken Schmerz oder Infektion oft nur vorübergehend; solange eine Karies oder ein infizierter Zahn nicht behandelt wird, kehrt das Problem in der Regel zurück. Deshalb wird ein Medikament meist nicht als Ersatz für die Zahnbehandlung betrachtet, sondern als begleitender Schritt. Da eine lokale Betäubung in der Schwangerschaft in geeigneter Dosierung möglich ist, können auch Eingriffe wie Füllung oder Wurzelbehandlung geplant werden, um die Schmerzursache zu beseitigen.

Schmerzen am Weisheitszahn

Weisheitszahnschmerzen in der Schwangerschaft entstehen meist durch die Entzündung der Zahnfleischkappe über dem teilweise verlagerten Weisheitszahn. Dieses Bild nennt man Perikoronitis. Es können Schwellung hinter dem Zahn, Schmerzen beim Schlucken, eingeschränkte Mundöffnung und ein schlechter Geschmack auftreten. Das in der Schwangerschaft empfindlichere Zahnfleisch kann Entzündungen in diesem Bereich begünstigen.

In leichten Fällen können eine Reinigung der Stelle in der Praxis und Spülen mit lauwarmem Salzwasser zu Hause Linderung bringen. Geplante chirurgische Eingriffe wie die Entfernung eines Weisheitszahns werden meist auf die Zeit nach der Geburt verschoben; bei einer wiederkehrenden oder sich ausbreitenden Infektion kann die Zahnärztin bzw. der Zahnarzt je nach Schwangerschaftswoche jedoch einen umfassenderen Eingriff erwägen. Einzelheiten zur Zahnentfernung in der Schwangerschaft finden Sie in unserem Beitrag Zahnentfernung in der Schwangerschaft, zum Zeitpunkt des Durchbruchs der Weisheitszähne in unserem Beitrag Wann kommen die Weisheitszähne?.

Welche Situationen sind ein Notfall?

Schwellung an Gesicht oder Kiefer, Fieber, Schluck- oder Atembeschwerden, deutlich eingeschränkte Mundöffnung und zunehmend starke Schmerzen sind Situationen, in denen man ohne Abwarten die Zahnärztin oder den Zahnarzt aufsuchen sollte. Diese Anzeichen können darauf hindeuten, dass sich die Infektion über den Zahn hinaus ausgebreitet hat.

  • Schwellung an der Wange, unter dem Kiefer oder um das Auge
  • Fieber, Abgeschlagenheit, Schüttelfrost
  • Schwierigkeiten beim Schlucken oder Atmen
  • Schwierigkeiten, den Mund zu öffnen
  • Zahnverletzung, abgebrochener oder verschobener Zahn
  • Schmerz, der auf Schmerzmittel nicht anspricht und nachts aus dem Schlaf weckt

Zahnnotfälle werden in der Schwangerschaft nicht aufgeschoben. Bei Schmerzen oder Infektion kann die Behandlung in jeder Phase der Schwangerschaft geplant werden; für planbare Eingriffe ist meist das zweite Trimester (14.–27. Woche) die angenehmste Phase. Notwendige Bildgebung kann mit Bleischürze und Schilddrüsenschutz erfolgen, und die Strahlendosis eines Zahnröntgens ist sehr gering. Einen Überblick über Zahnbehandlungen in der Schwangerschaft finden Sie in unserem Beitrag Zahnbehandlung in der Schwangerschaft.

Schadet Zahnschmerz dem Baby?

Der Zahnschmerz selbst schadet dem Baby nicht direkt; entscheidend ist, die hinter dem Schmerz stehende Infektion nicht unbehandelt zu lassen. Lang anhaltender Schmerz kann zu Schlaflosigkeit, gestörter Ernährung und Stress führen; das beeinträchtigt das allgemeine Wohlbefinden der werdenden Mutter.

Eine unbehandelte Zahninfektion kann dagegen zu einem Abszess werden, sich auf das umgebende Gewebe ausbreiten und Fieber verursachen. Fieber und eine ausgedehnte Infektion sind in der Schwangerschaft Zustände, die Ärztinnen und Ärzte besonders vermeiden möchten. Deshalb empfehlen internationale Fachgesellschaften, Zahnschmerzen und Infektionen in der Schwangerschaft ohne Abwarten zu behandeln. Wenn Sie in dieser Zeit Fragen zu Zahnspange oder Aligner-Behandlung haben, lesen Sie den Beitrag Zahnspange und Aligner in der Schwangerschaft.

Wann sollte man in Ankara wegen Zahnschmerzen kommen?

Haben Sie Zahnschmerzen, die länger als ein bis zwei Tage anhalten, nachts zunehmen oder mit Schwellung auftreten, wird empfohlen, die Untersuchung nicht aufzuschieben. In unserer Zahnpoliklinik im Park Oran Ofis in Çankaya wird die Schmerzursache abgeklärt, und die Behandlung wird unter Berücksichtigung Ihrer Schwangerschaftswoche und bei Bedarf in Abstimmung mit Ihrer Frauenärztin bzw. Ihrem Frauenarzt geplant. Informationen zu Anfahrt und Terminen finden Sie auf unserer Kontaktseite.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich bei Zahnschmerzen in der Schwangerschaft bis zur Geburt warten?

Nein, Zahnschmerzen und Infektionen sind in der Schwangerschaft Zustände, bei denen man nicht abwarten sollte. Notwendige Zahnbehandlungen können in jeder Phase der Schwangerschaft durchgeführt werden; für planbare Eingriffe ist meist das zweite Trimester am angenehmsten. Den Zeitpunkt beurteilen Ihre Frauenärztin bzw. Ihr Frauenarzt und Ihre Zahnärztin bzw. Ihr Zahnarzt gemeinsam.

Kann ich bei Zahnschmerzen in der Schwangerschaft von mir aus ein Schmerzmittel nehmen?

In der Schwangerschaft wird empfohlen, kein Medikament auf eigene Entscheidung einzunehmen. Manche Schmerzmittelgruppen gelten in bestimmten Phasen der Schwangerschaft als ungeeignet. Ob und welches Medikament nötig ist, entscheidet Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt.

Helfen Nelken oder Raki bei Zahnschmerzen?

Für die Wirksamkeit solcher Hausmittel gibt es nur begrenzte Belege, und sie können das Gewebe reizen, wenn man sie auf Zahn oder Zahnfleisch aufträgt. In der Schwangerschaft sind einfache Maßnahmen wie Spülen mit lauwarmem Salzwasser und eine kalte Kompresse von außen vorzuziehen, und für die Ursache des Schmerzes sollte man die Zahnärztin bzw. den Zahnarzt aufsuchen.

Warum ziehen die Zähne in der Schwangerschaft?

Dass Magensäure beim Erbrechen den Schmelz angreift, Zahnfleischrückgang oder beginnende Karies können ein Ziehen verursachen. Wenn Sie nach dem Erbrechen den Mund mit Wasser spülen und etwa eine halbe Stunde mit dem Zähneputzen warten, schützt das den Schmelz. Hält das Ziehen an, ist eine Untersuchung nötig.

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Information und Untersuchung in Ankara

Für eine persönliche Einschätzung zu Zahnschmerzen in der Schwangerschaft: Ursachen und was zu tun ist können Sie einen Untersuchungstermin in der Zahnpoliklinik Funda Sarıkaya vereinbaren.

Die Poliklinik liegt im Park Oran Ofis, Oran, Çankaya, Ankara – neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall.

Angeboten werden allgemeine Zahnmedizin, Kieferorthopädie und Behandlung von Kiefer- und Muskelbeschwerden.

Praxis
Funda Sarıkaya Zahnpoliklinik
Adresse
Park Oran Ofis, Laden Nr. 70, Kudüs Cd., Oran, Çankaya / Ankara
Orientierung
Neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall
Öffnungszeiten
Montag–Samstag 09:00–20:00
Telefon
+90 312 911 60 36
Sprachen
Türkisch, Englisch, Deutsch, Russisch

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information; für Diagnose und Behandlungsentscheidung ist eine Untersuchung nötig. Dieser Artikel wurde aus dem Türkischen übersetzt.

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