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Kieferorthopädie

Was ist ein Rückbiss? Behandlung bei zurückliegendem Ober- und Unterkiefer

Seitenprofil mit zurückliegendem Unterkiefer – Rückbiss
In diesem Artikel 7
  1. Was ist eine Kieferrücklage?
  2. Unterschied zwischen Unterkiefer- und Oberkieferrücklage
  3. Frühbehandlung bei Kindern
  4. Kieferorthopädische Kamouflage bei Erwachsenen
  5. Wann ist eine orthognathe Chirurgie nötig?
  6. Wann sollten Sie sich in Ankara untersuchen lassen, wenn Sie eine Kieferrücklage bemerken?
  7. Häufig gestellte Fragen

Kurze Antwort: Bei einem Rückbiss bzw. einer Kieferrücklage liegt der Unter- oder Oberkiefer im Verhältnis zum übrigen Gesicht und zum Gegenkiefer zu weit hinten. Genetik, Wachstumsunterschiede und Gewohnheiten wie Mundatmung spielen eine Rolle. Bei Kindern im Wachstum lässt sich die Kieferentwicklung mit funktionskieferorthopädischen Geräten lenken; bei Erwachsenen mit abgeschlossenem Wachstum kommen eine kieferorthopädische Kamouflage oder eine gemeinsam mit der Kieferorthopädie geplante orthognathe Chirurgie zum Einsatz. Die Methode wird anhand von Untersuchung und Röntgenanalyse festgelegt.

Eine Kieferrücklage ist eine häufige kieferorthopädische Situation, die das Gesichtsprofil, den Biss und manchmal die Atmung beeinflusst. Bei manchen Menschen zeigt sie sich nur als leichter Profilunterschied, bei anderen geht sie mit Problemen wie Kaubeschwerden, einer deutlichen Stufe zwischen den Frontzähnen oder Schnarchen einher. Der entscheidende Faktor für die Behandlung ist das Alter: Was während des Wachstums möglich ist, unterscheidet sich deutlich von dem, was nach abgeschlossenem Wachstum möglich ist. In diesem Beitrag erklären wir Schritt für Schritt, wie die Behandlung einer Kieferrücklage je nach Alter geplant wird.

Was ist eine Kieferrücklage?

Bei einer Kieferrücklage liegt der Unter- oder Oberkiefer im Verhältnis zu den übrigen Teilen des Gesichtsschädels und zum Gegenkiefer zu weit hinten oder ist nicht ausreichend entwickelt. In der Zahnmedizin wird dies meist als skelettale Fehlstellung bewertet; das Problem liegt also nicht nur in der Zahnstellung, sondern in Größe oder Lage der Kieferknochen.

Die wichtigsten Ursachen sind:

  • Vererbung: Die Kieferform wird zu einem großen Teil vererbt. Häufig hat ein Elternteil ein ähnliches Profil.
  • Wachstumsunterschiede: Unter- und Oberkiefer können unterschiedlich schnell wachsen. Entwickelt sich einer zu wenig, bleibt er im Verhältnis zum anderen zurück.
  • Mundatmung: Lange Mundatmung, etwa wegen vergrößerter Rachen- oder Gaumenmandeln, kann über eine veränderte Zungen- und Lippenlage die Kieferentwicklung beeinflussen.
  • Gewohnheiten: Langes Daumenlutschen, Schnullergebrauch oder Zungenpressen üben besonders auf den Oberkiefer und die Frontzähne Druck aus.
  • Vorzeitiger Milchzahnverlust: Gehen Milchzähne zu früh verloren, kann das die Entwicklung der Zahnbögen negativ beeinflussen.

Unterschied zwischen Unterkiefer- und Oberkieferrücklage

Eine Unterkieferrücklage und eine Oberkieferrücklage führen in Gesicht und Biss zu nahezu entgegengesetzten Erscheinungsbildern, und auch die Behandlungsansätze unterscheiden sich.

Unterkieferrücklage

Bei einer Unterkieferrücklage (Retrognathie) liegt der Unterkiefer im Verhältnis zum Oberkiefer zu weit hinten. In der Kieferorthopädie spricht man meist von einem „Klasse-II“-Biss. Typische Befunde sind:

  • Die oberen Frontzähne stehen deutlich vor den unteren Zähnen
  • Von der Seite betrachtet ein zurückliegendes Kinn und ein konvexes Profil
  • Tiefbiss: Die oberen Frontzähne überdecken die unteren Frontzähne stark
  • Spannung im Kinnbereich beim Schließen der Lippen

Eine Unterkieferrücklage und ein Tiefbiss treten häufig gemeinsam auf. Diesen Zusammenhang und die Rolle von Alignern in dieser Situation haben wir in unserem Beitrag Behandlung des Tiefbisses mit Alignern ausführlich behandelt.

Oberkieferrücklage

Bei einer Oberkieferrücklage hat sich der Oberkiefer nicht ausreichend nach vorne oder zur Seite entwickelt. Dadurch können die unteren Zähne vor den oberen Zähnen zubeißen; dies wird als „Klasse-III“-Biss bezeichnet. Das Mittelgesicht kann eingefallen wirken, und der Unterkiefer kann als vorstehend wahrgenommen werden, auch wenn er tatsächlich normal groß ist. Ein schmaler Oberkiefer kann außerdem zu einem Kreuzbiss an den Seitenzähnen führen.

Die beiden Situationen werden nicht allein durch eine intraorale Untersuchung unterschieden, sondern mit einer seitlichen Schädelaufnahme, dem sogenannten Fernröntgenbild, und bei Bedarf mit dreidimensionaler Bildgebung. Denn hinter einem ähnlichen Erscheinungsbild der Zähne können unterschiedliche skelettale Ursachen stehen.

Frühbehandlung bei Kindern

Der wichtigste Vorteil bei der Behandlung einer Kieferrücklage im Kindesalter ist, dass das Wachstum noch andauert; in dieser Phase lässt sich die Kieferentwicklung in gewissem Maß lenken. Daher wird eine erste kieferorthopädische Beurteilung um das 7. Lebensjahr empfohlen.

Bei einer Unterkieferrücklage

Bei einer Unterkieferrücklage zielt man in der Regel auf die Phase des Wachstumsschubs; diese fällt bei Mädchen meist in das Alter von 10–12 Jahren, bei Jungen in das Alter von 11–14 Jahren. Funktionskieferorthopädische Geräte bringen den Unterkiefer nach vorne und sollen so die Kieferentwicklung in diese Richtung unterstützen und den Biss korrigieren. Diese Geräte können herausnehmbar oder festsitzend sein. Bei manchen Jugendlichen im Wachstum lässt sich ein ähnliches Ziel mit an Alignern angebrachten Flügeln verfolgen, die den Unterkiefer nach vorne lenken; in unserer Praxis wird diese Option mit dem Invisalign-System geprüft.

Bei einer Oberkieferrücklage

Bei einer Oberkieferrücklage erfolgt die Behandlung früher. Apparaturen zur Erweiterung des Oberkiefers und bei Bedarf Gesichtsmasken, die den Oberkiefer nach vorne lenken, sind meist im Alter von 6–10 Jahren am wirksamsten. In diesem Alter reagieren die Wachstumszentren im Kieferknochen besser auf äußere Kräfte.

Eine Frühbehandlung macht eine spätere Behandlung nicht immer überflüssig; sie kann jedoch den Schweregrad des Problems verringern, die unfallgefährdete Position der Frontzähne korrigieren und bei manchen Patientinnen und Patienten den späteren Bedarf an einer Operation verringern. Wichtig ist auch, zugrunde liegende Ursachen wie Mundatmung frühzeitig gemeinsam mit einer HNO-Ärztin bzw. einem HNO-Arzt zu beurteilen.

Kieferorthopädische Kamouflage bei Erwachsenen

Bei Erwachsenen mit abgeschlossenem Wachstum ist es nicht möglich, die Größe des Kieferknochens mit kieferorthopädischen Apparaturen zu verändern; bei leichter und mittlerer Kieferrücklage können die Zähne jedoch mit einer kieferorthopädischen Kamouflage so positioniert werden, dass sie die Kieferfehlstellung ausgleichen. Ziel ist ein funktioneller Biss und ein ausgewogenes Lächeln, ohne die skelettale Struktur zu verändern.

Die wichtigsten Methoden der Kamouflagebehandlung:

  • Veränderung von Neigung und Position der Zähne
  • Platzgewinn durch geplante Zahnentfernungen, wenn nötig
  • Korrektur des Bisses mit intermaxillären Gummizügen
  • Öffnen des Tiefbisses und Neupositionierung der Frontzähne

Diese Behandlungen können mit festen Zahnspangen oder in geeigneten Fällen mit Alignern durchgeführt werden. Wenn Sie wissen möchten, wo die Grenzen der Wirkung von Alignern auf die Kieferstruktur liegen, hilft Ihnen unser Beitrag korrigieren Aligner die Kieferstruktur?, Ihre Erwartungen richtig einzuordnen. Kurz gesagt: Aligner bewegen die Zähne, sie verändern nicht die Größe des Knochens.

Wann ist eine orthognathe Chirurgie nötig?

Eine orthognathe Chirurgie kommt bei Erwachsenen infrage, bei denen die skelettale Fehlstellung ausgeprägt ist und eine reine Zahnbewegung funktionell oder ästhetisch nicht ausreichen würde. Die Kieferoperation wird von einer Fachärztin bzw. einem Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie durchgeführt und fast immer gemeinsam mit einer kieferorthopädischen Behandlung geplant.

Situationen, in denen eine Operation geprüft werden kann:

  • Kau- und Beißbeschwerden aufgrund einer ausgeprägten Kieferfehlstellung
  • Die Lippen lassen sich nicht ohne Anstrengung schließen
  • Fortgeschrittene Fälle, in denen eine Kamouflage das Gesichtsprofil ungünstig beeinflussen würde
  • Atemprobleme im Zusammenhang mit einer Kieferrücklage; in diesem Fall ist auch eine schlafmedizinische und HNO-ärztliche Beurteilung nötig

Der Ablauf umfasst in der Regel drei Phasen: präoperative Kieferorthopädie zur Ausrichtung der Zähne in ihrem jeweiligen Kiefer, chirurgische Neupositionierung der Kiefer und postoperative Kieferorthopädie zur Feineinstellung des Bisses. Für eine Operation wird der Abschluss des Wachstums abgewartet; dieser fällt bei Mädchen meist in das Ende der Pubertät, bei Jungen etwas später.

Welcher Weg eingeschlagen wird, wird gemeinsam nach Ausmaß der Kieferfehlstellung, Alter, Gesichtsprofil und Erwartungen der Patientin bzw. des Patienten entschieden. Behandlungsdauer und Kosten werden nach einer umfassenden Untersuchung und Planung schriftlich mitgeteilt.

Wann sollten Sie sich in Ankara untersuchen lassen, wenn Sie eine Kieferrücklage bemerken?

Wenn Sie bei Ihrem Kind Befunde wie ein zurückliegendes Kinn, eine deutliche Stufe zwischen den Frontzähnen, Mundatmung oder ein Zubeißen der unteren Zähne vor den oberen bemerken, ist eine frühe kieferorthopädische Beurteilung wichtig, damit die Wachstumsphase nicht verpasst wird; auch bei Erwachsenen sind Kaubeschwerden oder Unzufriedenheit mit dem Profil ein ausreichender Grund für eine Untersuchung. In unserer Poliklinik im Park Oran Ofis in Oran führt die Fachzahnärztin für Kieferorthopädie Funda Pekyılmaz Sarıkaya die nötigen Röntgenanalysen durch und erläutert die dem Alter und der Situation entsprechenden Optionen; bei Bedarf wird gemeinsam mit der Kieferchirurgie geplant. Informationen zur Terminvereinbarung finden Sie auf unserer Seite Kontakt.

Häufig gestellte Fragen

Korrigiert sich eine Kieferrücklage von selbst?

In den meisten Fällen korrigiert sich eine skelettale Kieferrücklage nicht von selbst. Während des Wachstums können manche leichten Abweichungen abnehmen; um dies zu verfolgen und bei Bedarf zu lenken, ist jedoch eine kieferorthopädische Beurteilung nötig.

Kann eine Kieferrücklage ohne Operation behandelt werden?

Bei Kindern im Wachstum mit funktionskieferorthopädischen Geräten und bei Erwachsenen in leichten und mittleren Fällen mit kieferorthopädischer Kamouflage ist eine Behandlung ohne Operation häufig möglich. Bei fortgeschrittenen skelettalen Fehlstellungen kann jedoch eine Operation nötig sein.

Was ist das ideale Alter für die Behandlung einer Kieferrücklage?

Bei einer Oberkieferrücklage ist die Behandlung meist im Alter von 6–10 Jahren am wirksamsten, bei einer Unterkieferrücklage in der Phase des Wachstumsschubs, also meist zwischen 10 und 14 Jahren. Deshalb wird um das 7. Lebensjahr eine erste kieferorthopädische Kontrolle empfohlen.

Korrigieren Aligner eine Kieferrücklage?

Aligner bewegen die Zähne, sie verändern nicht die Größe des Kieferknochens. Sie können bei Erwachsenen in leichten Fällen zur Kamouflage und bei manchen Jugendlichen im Wachstum mit Elementen, die den Unterkiefer lenken, eingesetzt werden; die Eignung wird durch eine Untersuchung festgestellt.

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Information und Untersuchung in Ankara

Für eine persönliche Einschätzung zu Was ist ein Rückbiss? Behandlung bei zurückliegendem Ober- und Unterkiefer können Sie einen Untersuchungstermin in der Zahnpoliklinik Funda Sarıkaya vereinbaren.

Die Poliklinik liegt im Park Oran Ofis, Oran, Çankaya, Ankara – neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall.

Angeboten werden Kieferorthopädie, Invisalign-Aligner, digitaler iTero-Intraoralscan und allgemeine Zahnmedizin.

Praxis
Funda Sarıkaya Zahnpoliklinik
Adresse
Park Oran Ofis, Laden Nr. 70, Kudüs Cd., Oran, Çankaya / Ankara
Orientierung
Neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall
Öffnungszeiten
Montag–Samstag 09:00–20:00
Telefon
+90 312 911 60 36
Sprachen
Türkisch, Englisch, Deutsch, Russisch

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information; für Diagnose und Behandlungsentscheidung ist eine Untersuchung nötig. Dieser Artikel wurde aus dem Türkischen übersetzt.

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