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Zahnfleischpilz (orale Candidose): Anzeichen und Behandlung

Weiße Beläge auf der Zunge als Anzeichen von Mundsoor
In diesem Artikel 7
  1. Was ist Mundsoor?
  2. Ursachen und Risikogruppen
  3. Anzeichen
  4. Behandlung
  5. Vorbeugung beim Tragen von Prothesen und Schienen
  6. Wenn Sie einen weißen Fleck im Mund bemerken
  7. Häufig gestellte Fragen

Kurze Antwort: Zahnfleischpilz bzw. Mundsoor (orale Candidose) ist eine Infektion, die durch eine übermäßige Vermehrung der natürlicherweise im Mund vorkommenden Candida-Pilze entsteht. Sie kann abwischbare weiße Beläge, Rötungen, Brennen und Einrisse in den Mundwinkeln verursachen. Das Tragen von Zahnprothesen, Antibiotika, inhalative Kortikosteroide, Diabetes und Mundtrockenheit erhöhen das Risiko. Behandelt wird mit ärztlich empfohlenen Antimykotika und durch Beseitigung der Ursache.

Wenn Sie auf der Zunge, an der Wangeninnenseite oder am Gaumen weiße Beläge bemerkt haben, unter denen beim Abwischen eine rote Fläche zurückbleibt, oder Einrisse in den Mundwinkeln bzw. Rötung und Brennen unter Ihrer Prothese, kann eine Pilzinfektion die Ursache sein. Der medizinische Name für das, was umgangssprachlich als Zahnfleischpilz oder Mundpilz bezeichnet wird, lautet orale Candidose (Mundsoor). Sie entsteht durch eine übermäßige Vermehrung von Candida-Pilzen, die natürlicherweise im Mund vorkommen. In diesem Beitrag erklären wir Ursachen, Risikogruppen, Anzeichen und Behandlung von Mundsoor und wie man ihm besonders beim Tragen von Prothesen oder Schienen vorbeugen kann.

Was ist Mundsoor?

Mundsoor (orale Candidose) ist eine Infektion, die entsteht, wenn Candida-Pilze – meist die Art Candida albicans –, die normalerweise harmlos im Mund leben, sich infolge eines gestörten Gleichgewichts übermäßig vermehren. In einem gesunden Mund werden diese Pilze durch Bakterien und das Immunsystem in Schach gehalten. Gerät dieses Gleichgewicht aus den Fugen, vermehren sich die Pilze und verursachen eine Infektion des Mundgewebes.

Auch wenn der Ausdruck „Zahnfleischpilz“ verbreitet ist, beschränkt sich die Infektion nicht auf das Zahnfleisch; auch Zunge, Wangeninnenseite, Gaumen, Mundwinkel und Rachen können betroffen sein. Mundsoor ist für sich genommen meist keine ernste Erkrankung, sollte aber ernst genommen werden, da er ein Hinweis auf eine zugrunde liegende Ursache sein kann.

Mundsoor zeigt sich häufig in mehreren klinischen Formen:

  • Form mit weißen Belägen: Abwischbare weiße Beläge an Zunge, Wangeninnenseite und Gaumen, die an geronnene Milch oder Quark erinnern. Nach dem Abwischen kann darunter eine rote, empfindliche Fläche zurückbleiben.
  • Rote (erythematöse) Form: Rötung und Brennen, vor allem am Gaumen und auf dem Zungenrücken. Sie kann nach längerer Einnahme von Antibiotika oder Anwendung inhalativer Kortikosteroide auftreten.
  • Prothesenstomatitis: Rötung im Gaumenbereich unter einer herausnehmbaren Prothese, die den Umrissen der Prothese entspricht.
  • Mundwinkelrhagaden: Rötung, Einrisse und wunde Stellen in den Mundwinkeln.

Ursachen und Risikogruppen

Mundsoor tritt häufiger in Situationen auf, die das Immunsystem schwächen, das mikrobielle Gleichgewicht im Mund stören oder günstige Bedingungen für das Pilzwachstum schaffen. Die wichtigsten Risikofaktoren sind:

  • Herausnehmbare Prothesen: Vor allem wenn die Prothese auch nachts getragen und nicht ausreichend gereinigt wird, begünstigt das die Vermehrung von Pilzen unter der Prothese.
  • Säuglinge und ältere Menschen: Bei Säuglingen, weil das Immunsystem noch in der Entwicklung ist, bei älteren Menschen wegen Prothesen und chronischer Erkrankungen tritt er häufiger auf.
  • Antibiotika: Breitbandantibiotika können auch die nützlichen Bakterien im Mund verringern und so das Pilzwachstum begünstigen.
  • Inhalative Kortikosteroide: Inhalationsmedikamente zur Behandlung von Asthma und COPD können sich im Mund ablagern. Den Mund nach der Anwendung mit Wasser auszuspülen, verringert dieses Risiko.
  • Diabetes: Besonders bei schlecht eingestelltem Blutzucker steigt das Risiko.
  • Mundtrockenheit: Lässt die schützende Wirkung des Speichels nach, können sich Pilze leichter vermehren.
  • Zustände und Behandlungen, die das Immunsystem unterdrücken: Chemotherapie, Strahlentherapie im Kopf-Hals-Bereich, Medikamente nach Organtransplantationen und Erkrankungen, die das Immunsystem beeinträchtigen.
  • Rauchen und unzureichende Mundhygiene.

Anzeichen

Die typischsten Anzeichen von Mundsoor sind abwischbare weiße Beläge, Rötungen im Mund, Brennen und Geschmacksveränderungen; bei manchen Menschen sind die Beschwerden aber nur sehr gering. Mögliche Anzeichen sind:

  • Weiße oder cremefarbene Beläge an Zunge, Wangeninnenseite, Gaumen oder Zahnfleisch
  • Rötung, Brennen und Schmerzgefühl im Mund
  • Empfindlichkeit, die vor allem bei scharfen und sauren Speisen zunimmt
  • Ein pelziges Gefühl im Mund oder ein verminderter Geschmackssinn
  • Einrisse und Rötungen in den Mundwinkeln
  • Bei Prothesenträgern Rötung und Empfindlichkeit unter der Prothese
  • Bei Säuglingen Trinkverweigerung und Unruhe

Schmerzen beim Schlucken oder das Gefühl, dass der Bissen stecken bleibt, können darauf hindeuten, dass sich die Infektion auf Rachen und Speiseröhre ausgebreitet hat, und erfordern eine ärztliche Beurteilung. Nicht jeder weiße Fleck im Mund ist ein Pilz; weiße oder rote Flecken, die sich nicht abwischen lassen, lange bestehen bleiben oder verhärtet sind, sollten unbedingt untersucht werden.

Behandlung

Die Behandlung von Mundsoor umfasst die Beseitigung der Infektion mit Antimykotika und das Ausschalten der begünstigenden Ursache. Das Vorgehen richtet sich nach dem allgemeinen Gesundheitszustand und der Ausdehnung der Infektion.

  1. Diagnose: In den meisten Fällen reicht eine Untersuchung der Mundhöhle für die Diagnose aus. Bei Bedarf kann ein Abstrich von der Veränderung entnommen und im Labor untersucht werden.
  2. Antimykotika: Bei leichten Infektionen werden in der Regel Medikamente in Form von Gelen, Suspensionen oder Lutschtabletten im Mund angewendet. Bei ausgedehnteren oder hartnäckigen Infektionen können Medikamente zum Einnehmen empfohlen werden. Wahl des Medikaments, Anwendungsdauer und -art sollten ausschließlich ärztlich festgelegt werden; auch wenn die Beschwerden abklingen, sollte die Behandlung über den empfohlenen Zeitraum fortgesetzt werden.
  3. Behandlung der zugrunde liegenden Ursache: Eine gute Blutzuckereinstellung, die richtige Inhalationstechnik, die Behandlung von Mundtrockenheit und die Korrektur schlecht sitzender Prothesen sind wichtig, um Rückfällen vorzubeugen.
  4. Behandlung der Prothese: Bei Prothesenträgern reicht es nicht, nur das Mundgewebe zu behandeln; auch die Prothese muss sachgerecht gereinigt und desinfiziert werden. Andernfalls kann die Infektion rasch wiederkehren.

Bei häufig wiederkehrendem oder auf die Behandlung nicht ansprechendem Mundsoor kann eine Überweisung an die entsprechende Fachärztin oder den entsprechenden Facharzt erfolgen, um abzuklären, ob ein Zustand vorliegt, der das Immunsystem beeinträchtigt.

Vorbeugung beim Tragen von Prothesen und Schienen

Für Menschen, die Prothesen oder Schienen tragen, ist die tägliche, regelmäßige Reinigung der Apparaturen und eine Erholungsphase für das Mundgewebe der wirksamste Weg, Mundsoor vorzubeugen. Die Oberfläche von Prothesen und Schienen kann mikroskopisch porös sein; dort haften Pilze und Bakterien an, indem sie eine klebrige Schicht, den sogenannten Biofilm, bilden.

Für Trägerinnen und Träger herausnehmbarer Prothesen

  • Nehmen Sie Ihre Prothese täglich heraus und bürsten Sie sie mit einer weichen Prothesenbürste und Seifenwasser oder einem Prothesenreiniger. Normale Zahnpasta kann die Prothesenoberfläche zerkratzen.
  • Sofern Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt nichts anderes sagt, nehmen Sie die Prothese nachts heraus und lassen Sie Ihr Mundgewebe sich erholen.
  • Lassen Sie die Prothese über Nacht nicht trocken liegen, sondern bewahren Sie sie nach Empfehlung des Herstellers oder Ihrer Zahnarztpraxis in einem sauberen Behälter auf.
  • Reinigen Sie Zahnfleisch, Zunge und Gaumen sanft mit einer weichen Bürste.
  • Lassen Sie den Sitz Ihrer Prothese bei regelmäßigen Kontrollen überprüfen; drückende oder wackelnde Prothesen können Gewebereizungen und Infektionen begünstigen.

Für Trägerinnen und Träger von Alignern und Aufbissschienen

  • Spülen Sie die Schienen jedes Mal, wenn Sie sie herausnehmen, mit kaltem oder lauwarmem Wasser ab; heißes Wasser kann die Schienen verformen.
  • Putzen Sie Ihre Zähne, bevor Sie die Schienen einsetzen; achten Sie darauf, dass keine Speisereste unter den Schienen bleiben.
  • Trinken Sie mit eingesetzten Schienen außer Wasser keine zuckerhaltigen oder sauren Getränke.
  • Reinigen Sie die Schienen täglich nach der von Ihrer Kieferorthopädin empfohlenen Methode und bewahren Sie sie bei Nichtgebrauch in ihrer Aufbewahrungsbox auf.

Ausführliche Informationen zur richtigen Reinigung von Alignern finden Sie in unserem Beitrag Wie reinigt man Aligner? In unserer Klinik wird die Aligner-Behandlung mit dem Invisalign-System durchgeführt, und die Pflege der Schienen wird zu Beginn der Behandlung ausführlich erklärt.

Wenn Sie einen weißen Fleck im Mund bemerken

Wenn weiße Flecken oder Rötungen in Ihrem Mund nicht innerhalb weniger Tage verschwinden, häufig wiederkehren oder Sie beim Tragen einer Prothese Brennen und Empfindlichkeit verspüren, empfiehlt sich eine Untersuchung. In unserer Poliklinik in Oran, Çankaya, in Ankara werden Ihr Mundgewebe und gegebenenfalls Ihre Prothese oder Ihre Schienen gemeinsam beurteilt; wenn nötig, überweisen wir Sie an die entsprechende Fachärztin oder den entsprechenden Facharzt.

Häufig gestellte Fragen

Ist Mundsoor ansteckend?

Da Candida-Pilze ohnehin bei den meisten Menschen natürlicherweise im Mund vorkommen, gilt Mundsoor unter gesunden Erwachsenen in der Regel nicht als ansteckend. Bei stillenden Müttern kann jedoch eine wechselseitige Übertragung zwischen Brustwarze und Mund des Säuglings stattfinden. In diesem Fall wird empfohlen, Mutter und Kind gemeinsam untersuchen zu lassen.

Verschwindet Mundsoor von selbst?

Bei leichten Fällen mit vorübergehender Ursache, etwa nach einer kurzen Antibiotikaeinnahme, können die Beschwerden von selbst nachlassen. In den meisten Fällen sind jedoch eine Behandlung mit Antimykotika und die Korrektur der zugrunde liegenden Ursache nötig. Bei Belägen, die nicht innerhalb weniger Tage verschwinden, sollten Sie ärztlichen oder zahnärztlichen Rat einholen.

Ich trage eine Prothese – was kann ich gegen Pilzinfektionen tun?

Es wird empfohlen, die Prothese täglich herauszunehmen und mit einer Prothesenbürste und einem geeigneten Reiniger zu säubern, sie nachts herauszunehmen, sofern Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt nichts anderes sagt, und auch das Mundgewebe sanft zu bürsten. Eine regelmäßige Kontrolle des Prothesensitzes verringert zudem Gewebereizungen und das Infektionsrisiko.

Wie beugt man Mundsoor bei der Anwendung von Inhalatoren vor?

Wenn Sie den Mund nach der Anwendung kortikosteroidhaltiger Inhalatoren mit Wasser ausspülen und ausspucken, lagert sich weniger Wirkstoff im Mund ab. Hält Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es für sinnvoll, kann auch eine Inhalierhilfe (Spacer) nützlich sein. Setzen Sie Ihr Medikament nicht eigenmächtig ab.

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Information und Untersuchung in Ankara

Für eine persönliche Einschätzung zu Zahnfleischpilz (orale Candidose): Anzeichen und Behandlung können Sie einen Untersuchungstermin in der Zahnpoliklinik Funda Sarıkaya vereinbaren.

Die Poliklinik liegt im Park Oran Ofis, Oran, Çankaya, Ankara – neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall.

Angeboten werden allgemeine Zahnmedizin, Kieferorthopädie und Behandlung von Kiefer- und Muskelbeschwerden.

Praxis
Funda Sarıkaya Zahnpoliklinik
Adresse
Park Oran Ofis, Laden Nr. 70, Kudüs Cd., Oran, Çankaya / Ankara
Orientierung
Neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall
Öffnungszeiten
Montag–Samstag 09:00–20:00
Telefon
+90 312 911 60 36
Sprachen
Türkisch, Englisch, Deutsch, Russisch

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information; für Diagnose und Behandlungsentscheidung ist eine Untersuchung nötig. Dieser Artikel wurde aus dem Türkischen übersetzt.

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