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Knochenaufbau mit Knochenersatzmaterial: Was ist das? Knochenunterstützung vor Implantaten

Modell eines Kieferknochens mit Knochenersatzmaterial an einer Implantatstelle
In diesem Artikel 8
  1. Was ist ein Knochentransplantat?
  2. Welche Arten von Knochentransplantaten gibt es?
  3. Wann ist ein Knochenaufbau notwendig?
  4. Wie läuft der Eingriff ab und wie lange dauert die Heilung?
  5. Welche Risiken hat ein Knochenaufbau?
  6. Lässt sich Knochenverlust verhindern?
  7. Untersuchung bei Knochenmangel
  8. Häufig gestellte Fragen

Kurze Antwort: Ein Knochenersatzmaterial (Knochentransplantat) ist ein natürliches oder synthetisches Material, das in Bereiche mit unzureichendem Kieferknochen eingebracht wird und der Neubildung von Knochen als Gerüst dient; im Volksmund spricht man auch von „Knochenpulver“. Es wird vor allem vor Implantationen zur Vergrößerung des Knochenvolumens, zum Erhalt des Knochens in der Extraktionsalveole und beim Sinuslift eingesetzt. Die Heilungsdauer liegt je nach Eingriff meist zwischen einigen Monaten und neun Monaten.

Nach der Entfernung eines Zahns wird der umgebende Kieferknochen mit der Zeit dünner und verliert an Höhe. Bei Menschen, die sich Jahre später ein Implantat wünschen, kann das zu einem Knochenmangel führen. Der Knochenaufbau mit Knochenersatzmaterial – umgangssprachlich „Knochenpulver“ – ist der Oberbegriff für Materialien, mit denen in solchen Fällen Knochenvolumen wiederhergestellt oder erhalten wird. In diesem Beitrag erklären wir, was ein Knochentransplantat ist, welche Arten es gibt, wann es nötig ist, wie Eingriff und Heilung ablaufen und welche Risiken bestehen.

Was ist ein Knochentransplantat?

Ein Knochentransplantat ist ein Material, das in Bereiche des Kieferknochens mit Volumen- oder Höhenverlust eingebracht wird und dem Körper als Gerüst für die Bildung neuen Knochens dient. Das Transplantat verhält sich nicht wie ein dauerhafter Knochenblock; es schafft am Einsatzort eine Struktur, in die Blutgefäße und Knochenzellen einwachsen können. Mit der Zeit baut der Körper dieses Gerüst weitgehend in eigenen Knochen um.

Knochenersatzmaterialien liegen meist als Granulat oder Pulver vor – daher auch der Ausdruck „Knochenpulver“. In manchen Fällen werden auch Knochenblöcke verwendet. Damit das Material an Ort und Stelle bleibt und kein Zahnfleischgewebe in den Aufbaubereich einwächst, wird oft eine schützende Membran darübergelegt. Dieses Vorgehen nennt man „gesteuerte Knochenregeneration“ (GBR).

Welche Arten von Knochentransplantaten gibt es?

Knochentransplantate werden nach ihrer Herkunft in vier Hauptgruppen eingeteilt, die jeweils eigene Eigenschaften haben:

  • Autologes Transplantat: Knochen aus dem eigenen Körper der Patientin bzw. des Patienten, meist aus einer anderen Stelle des Kieferknochens. Da es lebende Zellen enthält, gilt es biologisch als wertvoll; Nachteile sind jedoch die zusätzliche Entnahmestelle und die begrenzte verfügbare Menge.
  • Allogenes Transplantat: Knochen menschlichen Ursprungs aus Gewebebanken, der durch spezielle Verfahren sterilisiert und sicher aufbereitet wurde. Eine zweite Operationsstelle ist nicht nötig.
  • Xenogenes Transplantat: Meist bovine (vom Rind stammende), von organischen Bestandteilen befreite mineralische Knochenstruktur. Da es sich langsam abbaut, wird es häufig gewählt, um das Volumen langfristig zu erhalten.
  • Alloplastisches (synthetisches) Transplantat: Im Labor hergestellte Materialien wie Calciumphosphat-Verbindungen und bioaktives Glas. Eine Option für Patientinnen und Patienten, die kein Material tierischen oder menschlichen Ursprungs wünschen.

Bei manchen Behandlungen werden mehrere Transplantatarten kombiniert. Welches Material gewählt wird, entscheidet die behandelnde Ärztin bzw. der Arzt anhand des Ausmaßes des Knochenverlusts, der Anatomie der Region, der geplanten Behandlung und Ihrer Präferenzen. Wenn Sie aus religiösen oder persönlichen Gründen Material bestimmter Herkunft ablehnen, sollten Sie dies unbedingt vor der Behandlung mitteilen.

Wann ist ein Knochenaufbau notwendig?

Ein Knochenaufbau ist meist dann nötig, wenn das Knochenvolumen für eine sichere Implantatsetzung nicht ausreicht oder voraussichtlich künftig nicht ausreichen wird. Die wichtigsten Einsatzbereiche sind:

  • Erhalt der Extraktionsalveole (Socket Preservation): Wird direkt nach der Zahnentfernung Ersatzmaterial in die Alveole eingebracht, lässt sich der Knochenabbau verringern. Das kann dazu beitragen, dass die spätere Implantation mit weniger Zusatzeingriffen möglich ist.
  • Knochenverbreiterung und -erhöhung: In Bereichen, die lange zahnlos waren, kann ausgedünnter oder abgesenkter Knochen vor der Implantation oder in derselben Sitzung mit einem Transplantat aufgebaut werden.
  • Sinuslift: Im hinteren Oberkiefer kann sich die Kieferhöhle nach Zahnverlust nach unten ausdehnen, sodass die für ein Implantat nötige Knochenhöhe abnimmt. Die Kieferhöhlenschleimhaut wird behutsam angehoben und darunter Ersatzmaterial eingebracht. Je nach verbleibender Knochenmenge erfolgt der Eingriff in geschlossener oder offener Technik.
  • Knochendefekte durch Parodontitis: Bei fortgeschrittener Parodontitis können bestimmte Knochendefekte um die Zähne mit regenerativen Verfahren unterstützt werden.
  • Hohlräume nach Zysten oder Tumoren: Bei großen Defekten, die nach der Entfernung von Kieferzysten zurückbleiben, kann es die Heilung unterstützen.

Der Bedarf an Knochenaufbau lässt sich am genauesten mit einer dreidimensionalen Aufnahme (DVT) bestimmen. Zweidimensionale Röntgenbilder geben zwar einen Eindruck von der Knochenhöhe, reichen zur Beurteilung der Knochenbreite aber oft nicht aus.

Wie läuft der Eingriff ab und wie lange dauert die Heilung?

Der Knochenaufbau erfolgt meist unter örtlicher Betäubung und kann je nach Umfang eine kurze oder längere Sitzung dauern. Das Zahnfleisch wird eröffnet, um die Knochenoberfläche freizulegen, das Ersatzmaterial wird in den Defekt eingebracht, bei Bedarf mit einer Membran abgedeckt und das Zahnfleisch vernäht. Kleinere Eingriffe wie der Erhalt der Extraktionsalveole können in derselben Sitzung wie die Zahnentfernung erfolgen.

Die Heilungsdauer hängt von Art und Umfang des Eingriffs ab:

  • Das Zahnfleisch ist in der Regel nach ein bis zwei Wochen weitgehend verheilt; die Fäden werden meist in diesem Zeitraum entfernt.
  • Nach Alveolenerhalt und kleineren Knochenaufbauten wartet man bis zur Implantation in den meisten Fällen einige Monate.
  • Nach einem Sinuslift oder umfangreichen Knochenaufbauten kann diese Zeit länger sein und in manchen Fällen bis zu neun Monate betragen.
  • In einigen geeigneten Fällen können Knochenaufbau und Implantation in derselben Sitzung erfolgen.

In den ersten Tagen nach dem Eingriff können Schwellungen, Blutergüsse und Empfindlichkeit auftreten. Kühlen, weiche Kost, Verzicht auf Rauchen und die Einhaltung der ärztlichen Mundpflegeanweisungen unterstützen die Heilung. Nach einem Sinuslift werden in den ersten Wochen zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen empfohlen, etwa sich nicht kräftig zu schnäuzen, nicht mit geschlossenem Mund zu niesen und nicht mit einem Strohhalm zu trinken.

Welche Risiken hat ein Knochenaufbau?

In erfahrenen Händen und bei sorgfältiger Planung ist der Knochenaufbau ein verbreiteter und gut vorhersehbarer Eingriff; wie jeder chirurgische Eingriff birgt er jedoch gewisse Risiken. Mögliche unerwünschte Ereignisse sind:

  • Infektion im Operationsgebiet
  • Aufgehen des Zahnfleischs und Freiliegen der Membran oder des Ersatzmaterials
  • Teilweiser Abbau des Transplantats oder nicht erreichte Knochenmenge
  • Einriss der Kieferhöhlenschleimhaut beim Sinuslift
  • Im Unterkiefer aufgrund der Nervennähe vorübergehende oder selten bleibende Gefühlsveränderungen

Rauchen, ein schlecht eingestellter Diabetes und unzureichende Mundhygiene können einige dieser Risiken erhöhen. Deshalb wird Ihr allgemeiner Gesundheitszustand vor dem Eingriff beurteilt und die nötigen Vorkehrungen werden geplant. Bemerken Sie nach dem Eingriff zunehmende Schmerzen, Fieber, unangenehmen Geruch oder Ausfluss, wenden Sie sich bitte umgehend an Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt. Antworten auf weitere Fragen zu Implantaten und chirurgischen Eingriffen finden Sie auf unserer Seite mit häufig gestellten Fragen.

Lässt sich Knochenverlust verhindern?

Auch wenn sich Knochenverlust nicht immer vollständig vermeiden lässt, kann er verlangsamt werden, indem Zahnlücken nach einer Extraktion nicht lange unversorgt bleiben, Zahnfleischerkrankungen früh behandelt und schlecht sitzende Prothesen erneuert werden. Wenn Sie Ihrer Zahnärztin bzw. Ihrem Zahnarzt vor einer Extraktion mitteilen, dass Sie später ein Implantat in Erwägung ziehen, können Möglichkeiten zum Erhalt der Extraktionsalveole gleich in derselben Sitzung geprüft werden.

Untersuchung bei Knochenmangel

Wenn Sie früher auf eine Implantatbehandlung verzichtet haben, weil Ihnen „zu wenig Knochen“ attestiert wurde, lassen sich Ihre Möglichkeiten mit heutigen Aufbau- und Planungsmethoden unter Umständen neu bewerten. In unserer Praxis im Park Oran Ofis in Çankaya, Ankara, wird Ihre Knochenstruktur mithilfe einer DVT-Aufnahme untersucht; wir erklären Ihnen ausführlich, ob ein Knochenaufbau nötig ist und welche Methode infrage kommt.

Häufig gestellte Fragen

Kann der Körper ein Knochentransplantat abstoßen?

Knochenersatzmaterialien werden durch spezielle Verfahren sicher und gewebeverträglich aufbereitet; eine Abstoßungsreaktion wie bei Organtransplantationen ist nicht zu erwarten. Dennoch können eine Infektion oder eine unzureichende knöcherne Einheilung des Materials auftreten. Diese Risiken lassen sich durch sorgfältige Planung und gute Pflege in der Heilungsphase verringern.

Ist der Eingriff mit Knochenpulver schmerzhaft?

Da der Eingriff unter örtlicher Betäubung erfolgt, spüren Sie währenddessen keine Schmerzen. In den folgenden Tagen können leichte Schmerzen, Schwellungen und Empfindlichkeit auftreten. Diese Beschwerden lassen sich mit der empfohlenen Pflege und den verordneten Medikamenten meist gut kontrollieren.

Wann kann nach einem Knochenaufbau das Implantat gesetzt werden?

Das hängt von der Art des Transplantats und vom Umfang des Eingriffs ab. Bei kleineren Aufbauten wartet man einige Monate, nach einem Sinuslift oder umfangreichen Knochenaufbauten länger. In einigen geeigneten Fällen können Knochenaufbau und Implantat in derselben Sitzung erfolgen.

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Information und Untersuchung in Ankara

Für eine persönliche Einschätzung zu Knochenaufbau mit Knochenersatzmaterial: Was ist das? Knochenunterstützung vor Implantaten können Sie einen Untersuchungstermin in der Zahnpoliklinik Funda Sarıkaya vereinbaren.

Die Poliklinik liegt im Park Oran Ofis, Oran, Çankaya, Ankara – neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall.

Angeboten werden allgemeine Zahnmedizin, Kieferorthopädie und Behandlung von Kiefer- und Muskelbeschwerden.

Praxis
Funda Sarıkaya Zahnpoliklinik
Adresse
Park Oran Ofis, Laden Nr. 70, Kudüs Cd., Oran, Çankaya / Ankara
Orientierung
Neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall
Öffnungszeiten
Montag–Samstag 09:00–20:00
Telefon
+90 312 911 60 36
Sprachen
Türkisch, Englisch, Deutsch, Russisch

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information; für Diagnose und Behandlungsentscheidung ist eine Untersuchung nötig. Dieser Artikel wurde aus dem Türkischen übersetzt.

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