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Kieferorthopädie

Was ist eine Aufbissschiene? Einsatz bei der Kiefergelenkbehandlung

Transparente Aufbissschiene aus hartem Acryl für die Behandlung des Kiefergelenks
In diesem Artikel 8
  1. Was ist eine Aufbissschiene?
  2. Wie unterscheidet sich eine Aufbissschiene von einer Knirscherschiene?
  3. In welchen Fällen wird eine Aufbissschiene eingesetzt?
  4. Wie wird eine Aufbissschiene hergestellt und wie lange wird sie getragen?
  5. Wie wird eine Aufbissschiene gepflegt?
  6. Worauf sollte man beim Tragen der Schiene achten?
  7. Wann sollten Sie bei Kiefergelenkbeschwerden in die Praxis kommen?
  8. Häufig gestellte Fragen

Kurze Antwort: Eine Aufbissschiene ist ein individuell angefertigtes Gerät aus hartem Acryl, das über die Zähne gesetzt wird; sie ist auch als Okklusionsschiene bekannt. Sie soll den Biss vorübergehend ausgleichen und so die Belastung von Kiefergelenk und Kaumuskulatur verringern. Sie wird bei Kiefergelenkschmerzen, Gelenkgeräuschen und Zähnepressen eingesetzt, meist nachts. Art und Tragedauer werden nach der Untersuchung zahnärztlich festgelegt.

Menschen, die wegen Schmerzen im Kiefergelenk, Geräuschen beim Öffnen des Mundes oder morgendlicher Muskelermüdung in die Zahnarztpraxis kommen, wird häufig eine Aufbissschiene empfohlen. Eine Aufbissschiene ist ein individuell angefertigtes, hartes Gerät, das über die Zähne gesetzt wird und Kaumuskulatur und Kiefergelenk helfen soll, sich in einer ausgeglicheneren Position zu entspannen. In der Fachliteratur wird sie auch als Okklusionsschiene bezeichnet. In diesem Beitrag erklären wir, was eine Aufbissschiene ist, wie sie sich von der häufig verwechselten Knirscherschiene unterscheidet, in welchen Fällen sie eingesetzt wird und wie sie gepflegt werden sollte.

Was ist eine Aufbissschiene?

Eine Aufbissschiene ist ein meist aus hartem Acryl gefertigtes intraorales Gerät, das zwischen den oberen und unteren Zähnen liegt, den Biss vorübergehend reguliert und die Belastung von Kiefergelenk und Kaumuskulatur verringern soll. Sie wird meist im Oberkiefer, manchmal auch im Unterkiefer getragen und hat eine Fläche, die alle Zähne bedeckt.

Die Oberfläche der Schiene wird so geglättet, dass die Zähne des Gegenkiefers gleichzeitig und gleichmäßig aufliegen. Dadurch werden vorzeitige Kontakte zwischen den Zähnen ausgeschaltet, die Muskeln arbeiten in einer entspannteren Position, und der Druck auf das Gelenk wird verteilt. Es gibt mehrere, für unterschiedliche Zwecke gestaltete Arten:

  • Stabilisierungsschiene: Die am häufigsten verwendete Art. Sie bedeckt alle Zähne, bildet eine ebene Bissfläche und soll die Muskeln entspannen.
  • Protrusionsschiene (Repositionierungsschiene): Sie ist so gestaltet, dass sie den Unterkiefer für eine bestimmte Zeit leicht nach vorn verlagert. Sie wird bei bestimmten Formen von Diskusproblemen im Gelenk zeitlich begrenzt und unter engmaschiger Kontrolle eingesetzt.

Welche Art gewählt wird, legt die Zahnärztin oder der Zahnarzt anhand der Ursache der Beschwerden und der Untersuchungsbefunde fest.

Wie unterscheidet sich eine Aufbissschiene von einer Knirscherschiene?

Die Aufbissschiene ist ein hartes Gerät, das mit eingestelltem Biss zur Behandlung von Kiefergelenk- und Muskelproblemen angefertigt wird; die Knirscherschiene (Nachtschiene) ist dagegen ein einfacher aufgebauter Schutz, der vor allem die Zähne vor Abnutzung durch Pressen und Knirschen schützt. Da beide nachts getragen werden können, werden sie häufig verwechselt.

  • Zweck: Die Hauptaufgabe der Knirscherschiene ist der Schutz der Zähne und Restaurationen. Die Aufbissschiene zielt dagegen auf das Gleichgewicht von Muskeln und Gelenk.
  • Material: Knirscherschienen können weich, halbhart oder hart sein. Aufbissschienen bestehen meist aus hartem Acryl; weiche Materialien werden in der Gelenkbehandlung nicht bevorzugt, da sie bei manchen Menschen das Pressen verstärken können.
  • Biss-Einstellung: Die Oberfläche der Aufbissschiene wird im Mund sorgfältig anhand der Kontakte der Gegenzähne eingeschliffen. Bei der Knirscherschiene ist diese Einstellung begrenzter.
  • Kontrolle: Die Aufbissschiene wird je nach Verlauf der Beschwerden in bestimmten Abständen kontrolliert und neu eingestellt.

Fertig gekaufte Schutzschienen, die in heißem Wasser erweicht und angepasst werden, sind nicht individuell angefertigt und ersetzen daher keine Gelenkbehandlung. Ein langfristiger, unkontrollierter Gebrauch von Geräten, die nur einen Teil der Zähne bedecken, kann zu unerwünschten Zahnbewegungen führen.

In welchen Fällen wird eine Aufbissschiene eingesetzt?

Die Aufbissschiene wird als Teil der Behandlung bei verschiedenen Belastungen des Kiefers eingesetzt, vor allem bei Kiefergelenkerkrankungen (craniomandibuläre Dysfunktion, CMD), Schmerzen der Kaumuskulatur sowie Zähnepressen und -knirschen. Bei folgenden Beschwerden kann sie infrage kommen:

  • Schmerzen im Kiefergelenk oder vor dem Ohr
  • Klicken, Knacken oder Reibegeräusche beim Öffnen und Schließen des Mundes
  • Morgendliche Ermüdung und Verspannung der Kaumuskulatur
  • Ausstrahlende Schmerzen an den Schläfen, seitlich im Gesicht oder um das Ohr
  • Eingeschränkte Mundöffnung oder gelegentliches Hängenbleiben des Kiefers
  • Zahnabnutzung, Brüche und Empfindlichkeit durch Zähnepressen

Die Aufbissschiene wird meist nicht allein, sondern als Teil eines umfassenden Ansatzes empfohlen. Dazu gehören, für eine Weile auf harte und stark zu kauende Lebensmittel zu verzichten, keinen Kaugummi zu kauen, Wärmeanwendungen, Kieferübungen, Stressbewältigung und bei Bedarf Physiotherapie. Liegt die Ursache der Beschwerden nicht nur bei Zähnen und Kiefer, kann eine Zusammenarbeit mit anderen Fachrichtungen nötig sein.

Zusammenhang mit der kieferorthopädischen Behandlung

Bei manchen Menschen mit Fehlbiss kann nach der Kontrolle der Gelenkbeschwerden mit der Schiene eine kieferorthopädische Behandlung infrage kommen. Es wäre jedoch nicht richtig zu behaupten, dass eine Bisskorrektur Kiefergelenkerkrankungen in jedem Fall löst; diese Entscheidung richtet sich nach den Untersuchungsbefunden und dem Verlauf der Beschwerden.

Wie wird eine Aufbissschiene hergestellt und wie lange wird sie getragen?

Die Aufbissschiene wird nach einem Abdruck oder einem digitalen Scan der Zähne individuell im Labor gefertigt und bei der Eingliederung im Mund an den Biss angepasst; die Tragedauer reicht je nach Art der Beschwerden von einigen Wochen bis zu einigen Monaten.

  1. Untersuchung: Kiefergelenke und Muskeln werden abgetastet, die Mundöffnung wird gemessen und Gelenkgeräusche werden abgehört. Bei Bedarf werden eine Panoramaröntgenaufnahme oder eine erweiterte Bildgebung veranlasst.
  2. Abdruck und Bissregistrierung: Von Ober- und Unterkiefer wird ein Abdruck oder digitaler Scan angefertigt; die Lage der Kiefer zueinander wird registriert.
  3. Herstellung: Die Schiene wird im Labor aus hartem Acryl gefertigt.
  4. Eingliederung und Einstellung: Die Schiene wird eingesetzt, die Kontakte mit den Gegenzähnen werden mit Farbfolie markiert und so lange eingestellt, bis gleichmäßige Kontakte bestehen.
  5. Kontrollen: Bei den Kontrollen, in den ersten Wochen häufiger und danach in bestimmten Abständen, wird die Schienenoberfläche neu angepasst.

Die Schiene wird meist nachts im Schlaf getragen. Bei Menschen, die auch tagsüber pressen, kann ein Tragen zu bestimmten Zeiten am Tag empfohlen werden. Tragedauer und -häufigkeit sollten unbedingt nach zahnärztlicher Empfehlung festgelegt werden; ob die Schiene nach Abklingen der Beschwerden ganz abgesetzt wird, wird ebenfalls beim Kontrolltermin entschieden.

Wie wird eine Aufbissschiene gepflegt?

Die Aufbissschiene sollte nach jedem Tragen mit kaltem oder lauwarmem Wasser abgespült, mit einer weichen Bürste vorsichtig gereinigt und in einer trockenen, belüfteten Box aufbewahrt werden. Die richtige Pflege verlängert die Lebensdauer der Schiene und verhindert Bakterienablagerungen.

  • Verwenden Sie kein heißes Wasser; Acryl kann sich durch Hitze verformen.
  • Abrasive Zahnpasten können die Oberfläche der Schiene zerkratzen; milde Seife oder empfohlene Reinigungsmittel sind vorzuziehen.
  • Putzen Sie Ihre Zähne, bevor Sie die Schiene einsetzen.
  • Wickeln Sie die Schiene nicht in eine Serviette; so gehen die meisten Schienen verloren oder werden versehentlich weggeworfen.
  • Bewahren Sie sie außerhalb der Reichweite von Haustieren auf.
  • Bemerken Sie Risse, Brüche oder einen veränderten Sitz, tragen Sie die Schiene nicht weiter, sondern wenden Sie sich an die Praxis.

Regelmäßige Kontrollen der Schiene ermöglichen es auch zu verfolgen, ob sich an den Zähnen oder am Biss unerwartet etwas verändert. Antworten auf weitere praktische Fragen zu Schienen und intraoralen Geräten finden Sie auf unserer Seite Häufig gestellte Fragen.

Worauf sollte man beim Tragen der Schiene achten?

Am wichtigsten ist für Träger einer Aufbissschiene, die Schiene regelmäßig zu tragen und jede neu auftretende Veränderung der Zahnärztin oder dem Zahnarzt mitzuteilen. Nach dem Herausnehmen der Schiene am Morgen kann sich der Biss kurzzeitig anders anfühlen; dieses Gefühl vergeht meist rasch. Bemerken Sie jedoch eine den ganzen Tag anhaltende Bissveränderung, zunehmende Schmerzen beim Tragen oder ein neues Gelenkgeräusch, muss die Schiene eventuell neu eingestellt werden.

Wann sollten Sie bei Kiefergelenkbeschwerden in die Praxis kommen?

Bestehen Ihre Kieferschmerzen seit einigen Wochen, haben Sie beim Öffnen des Mundes das Gefühl, dass der Kiefer blockiert, oder wachen Sie morgens mit deutlich ermüdeten Muskeln auf, ist es ratsam, sich ohne Aufschub untersuchen zu lassen. In unserer Praxis in Oran, Çankaya, werden Kiefergelenk und Biss untersucht und die möglichen Ursachen der Beschwerden beurteilt; gemeinsam planen wir, ob eine Aufbissschiene für Sie geeignet ist und welche unterstützenden Schritte sinnvoll sind.

Häufig gestellte Fragen

Beseitigt eine Aufbissschiene Kieferschmerzen vollständig?

Eine Aufbissschiene kann bei vielen Menschen helfen, muskel- und gelenkbedingte Beschwerden zu verringern, reicht aber nicht in jedem Fall allein aus. In Kombination mit veränderten Gewohnheiten, Übungen und Stressbewältigung lassen sich bessere Ergebnisse erzielen. Das Ansprechen ist von Mensch zu Mensch verschieden.

Kann man eine fertige Schiene aus der Apotheke verwenden?

Fertige Schutzschienen ersetzen keine Gelenkbehandlung, da sie nicht individuell angefertigt und nicht an den Biss angepasst werden. Bei langem, unkontrolliertem Gebrauch können sie unerwünschte Zahnbewegungen verursachen. Es wird empfohlen, vor der Verwendung zahnärztlichen Rat einzuholen.

Beeinflusst eine Aufbissschiene das Sprechen?

Da die Schiene meist nachts getragen wird, beeinflusst sie das Sprechen im Alltag nicht. Muss sie tagsüber getragen werden, kann in den ersten Tagen ein leichter Unterschied beim Sprechen spürbar sein. Bei den meisten Menschen nimmt dieser rasch ab.

Wie oft sollte eine Aufbissschiene kontrolliert werden?

In den ersten Wochen nach der Eingliederung wird häufiger kontrolliert, danach in Abständen, die sich nach dem Verlauf der Beschwerden richten. Bei den Kontrollen wird die Schienenoberfläche neu eingestellt und die Entwicklung am Kiefergelenk beurteilt.

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Information und Untersuchung in Ankara

Für eine persönliche Einschätzung zu Was ist eine Aufbissschiene? Einsatz bei der Kiefergelenkbehandlung können Sie einen Untersuchungstermin in der Zahnpoliklinik Funda Sarıkaya vereinbaren.

Die Poliklinik liegt im Park Oran Ofis, Oran, Çankaya, Ankara – neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall.

Angeboten werden allgemeine Zahnmedizin, Kieferorthopädie und Behandlung von Kiefer- und Muskelbeschwerden.

Praxis
Funda Sarıkaya Zahnpoliklinik
Adresse
Park Oran Ofis, Laden Nr. 70, Kudüs Cd., Oran, Çankaya / Ankara
Orientierung
Neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall
Öffnungszeiten
Montag–Samstag 09:00–20:00
Telefon
+90 312 911 60 36
Sprachen
Türkisch, Englisch, Deutsch, Russisch

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information; für Diagnose und Behandlungsentscheidung ist eine Untersuchung nötig. Dieser Artikel wurde aus dem Türkischen übersetzt.

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