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Kinderzahngesundheit

Antibiotika bei Kindern und Zahngesundheit: Was Sie wissen sollten

Kind nimmt Antibiotikasaft mit dem Messlöffel ein – Zahngesundheit
In diesem Artikel 7
  1. Wirken sich Antibiotika auf die Zähne von Kindern aus?
  2. Wie entstehen Tetracyclin-Verfärbungen?
  3. Erhöhen Antibiotikasäfte das Kariesrisiko?
  4. Wann ist bei Zahninfektionen ein Antibiotikum nötig?
  5. Welche Empfehlungen gelten für die richtige Anwendung von Antibiotika?
  6. Wann sollten Sie sich vorstellen, wenn Sie Veränderungen an den Zähnen Ihres Kindes bemerken?
  7. Häufig gestellte Fragen

Kurze Antwort: Die meisten Antibiotika schaden den Zähnen bei richtiger Anwendung nicht dauerhaft. Medikamente aus der Gruppe der Tetracycline können jedoch dauerhafte Zahnverfärbungen verursachen, wenn sie während der Zahnentwicklung, also in der Schwangerschaft und etwa vor dem achten Lebensjahr, eingenommen werden. Zuckerhaltige Säfte erhöhen das Kariesrisiko, besonders wenn sie nachts gegeben werden. Wasser trinken nach dem Medikament und weiterhin regelmäßiges Zähneputzen verringern dieses Risiko.

Da Ohren-, Hals- und Atemwegsinfektionen im Kindesalter häufig sind, kommen viele Kinder schon vor ihrem dritten oder vierten Geburtstag mit Antibiotika in Berührung. Das wirft bei Eltern eine berechtigte Frage auf: Schaden diese Medikamente den Zähnen des Kindes? Der Zusammenhang zwischen Antibiotika und den Zähnen von Kindern hängt von der Art des Medikaments, dem Alter des Kindes und der Darreichungsform ab. In diesem Beitrag erklären wir, welche Antibiotika dauerhafte Zahnverfärbungen verursachen können, wie Säfte das Kariesrisiko beeinflussen, wann bei Zahninfektionen tatsächlich ein Antibiotikum nötig ist und worauf Eltern achten sollten.

Wirken sich Antibiotika auf die Zähne von Kindern aus?

Die meisten Antibiotika verursachen bei richtiger Indikation und empfohlener Anwendung keine dauerhaften Schäden an den Zähnen; manche Antibiotikagruppen können jedoch bei Gabe während der Zahnentwicklung Verfärbungen verursachen, und Säfte können das Kariesrisiko erhöhen. Deshalb sollte die Wirkung nicht unter einem einzigen Punkt, sondern anhand mehrerer getrennter Mechanismen betrachtet werden.

  • Einlagerung während der Zahnentwicklung: Manche Medikamente können sich an das sich entwickelnde Zahngewebe binden und eine Verfärbung von innen verursachen.
  • Zucker und Säure in Säften: Das Süßen von Kinderformulierungen schafft ein zuckerhaltiges Milieu, das lange im Mund verbleibt.
  • Veränderung der Mundflora: Antibiotika können das Gleichgewicht der Keime im Mund vorübergehend verändern; bei manchen Kindern können Pilzinfektionen wie Mundsoor auftreten.
  • Möglicher Zusammenhang mit Schmelzbildungsstörungen: Einige Studien deuten darauf hin, dass zwischen häufiger Antibiotikaeinnahme in der frühen Kindheit und Schmelzbildungsstörungen an Backen- und Schneidezähnen ein Zusammenhang bestehen könnte. Ein Ursache-Wirkungs-Zusammenhang ist jedoch nicht gesichert; auch die zugrunde liegenden Erkrankungen und Fieber könnten eine Rolle spielen.

Diese Informationen sind kein Grund, auf Antibiotika zu verzichten, wenn sie nötig sind. Das Risiko einer unbehandelten schweren Infektion ist weitaus größer als mögliche Auswirkungen auf die Zähne. Wichtig ist, dass Antibiotika gezielt eingesetzt werden und die Mundpflege in dieser Zeit nicht vernachlässigt wird.

Wie entstehen Tetracyclin-Verfärbungen?

Tetracyclin-Verfärbungen sind dauerhafte, aus dem Zahninneren stammende Farbveränderungen, die entstehen, wenn Antibiotika der Tetracyclin-Gruppe während der Zahnentwicklung eingenommen werden und sich das Medikament an das Kalzium im sich bildenden Zahngewebe bindet. Da die Verfärbung nicht auf der Zahnoberfläche, sondern in der Zahnstruktur liegt, lässt sie sich weder durch Zähneputzen noch durch Zahnsteinentfernung beseitigen.

Das Risiko ist auf die Phase der Zahnbildung beschränkt. Die Milchzähne entwickeln sich ab der zweiten Schwangerschaftshälfte, die bleibenden Frontzähne in den ersten Lebensjahren nach der Geburt. Deshalb wird in der Schwangerschaft und bei Kindern unter etwa acht Jahren in der Regel auf klassische Tetracycline verzichtet. Auch wenn aktuelle Leitlinien angeben, dass das Verfärbungsrisiko bei der kurzzeitigen Anwendung bestimmter neuerer Medikamente derselben Gruppe bei schweren Infektionen gering ist, wird diese Entscheidung stets von der behandelnden Kinderärztin bzw. dem behandelnden Kinderarzt getroffen.

Wie sieht die Verfärbung aus?

  • Sie kann gelbe, graue, braune oder bläuliche Töne haben.
  • Manchmal betrifft sie den ganzen Zahn, manchmal zeigt sie sich in horizontalen Bändern.
  • An lichtexponierten Zähnen kann sie mit der Zeit dunkler werden.
  • Die Intensität der Farbe hängt von Dosis und Einnahmedauer des Medikaments sowie von der Entwicklungsphase ab, in der sich der Zahn zu diesem Zeitpunkt befand.

Bei leichten Verfärbungen können professionelle Bleaching-Verfahren eine gewisse Verbesserung bringen. Bei ausgeprägteren Verfärbungen können im Erwachsenenalter ästhetische Restaurationen wie Komposit- oder Keramikveneers in Betracht kommen. Welche Methode geeignet ist, wird nach Untersuchung von Art und Tiefe der Verfärbung festgelegt.

Erhöhen Antibiotikasäfte das Kariesrisiko?

Ja, zuckerhaltige Antibiotikasäfte können das Kariesrisiko erhöhen, besonders wenn sie nachts und in kurzen Abständen gegeben werden. Damit Kinder das Medikament annehmen, werden Säfte meist gesüßt; manche haben zudem eine klebrige Konsistenz. Bleibt der Zucker lange auf der Zahnoberfläche, bilden die Bakterien im Mund Säure, und der Zahnschmelz wird geschwächt.

Besonders ausgeprägt ist das Risiko in folgenden Situationen:

  • Das Medikament wird direkt vor dem Schlafengehen gegeben und der Mund nicht gereinigt (da der Speichelfluss nachts abnimmt, ist die Schutzwirkung schwächer)
  • Lang andauernde oder wiederholte Behandlungen
  • Kinder mit chronischen Erkrankungen, die ständig Säfte einnehmen
  • Nach dem Saft werden weitere zuckerhaltige Getränke wie Milch oder Fruchtsaft gegeben

Um dem vorzubeugen, ist es nicht richtig, das Medikament auszulassen. Stattdessen ist es hilfreich, dem Kind nach dem Saft einige Schlucke Wasser zu geben, den Mund ausspülen zu lassen, wenn das Alter es erlaubt, und die Einnahme nach Möglichkeit in die Stunde vor dem Zähneputzen zu legen. Für Kinder, die über längere Zeit Medikamente einnehmen müssen, können Sie Ihre Kinderärztin bzw. Ihren Kinderarzt oder Ihre Apotheke fragen, ob eine zuckerfreie Formulierung infrage kommt. Erwähnt sei auch, dass manche Eisensäfte dunkle, oberflächliche Beläge auf den Zähnen hinterlassen können; anders als Tetracyclin-Verfärbungen lassen sich diese durch eine professionelle Zahnreinigung in der Regel entfernen.

Wann ist bei Zahninfektionen ein Antibiotikum nötig?

Bei Infektionen, die von den Zähnen ausgehen, ist ein Antibiotikum nötig, wenn es Anzeichen dafür gibt, dass sich die Infektion über die Umgebung des Zahns hinaus ausgebreitet hat, oder wenn der Allgemeinzustand des Kindes beeinträchtigt ist; bei einfachen Zahnschmerzen ist es allein keine Lösung. Die eigentliche Behandlung einer Zahninfektion besteht darin, die Infektionsquelle zu beseitigen.

Beispiele für Situationen, in denen ein Antibiotikum infrage kommen kann:

  • Eine sich ausbreitende Schwellung im Gesicht, ein Ödem, das bis zum Auge oder unter das Kinn reicht
  • Den ganzen Körper betreffende Symptome wie Fieber und Abgeschlagenheit
  • Deutlich tastbare, schmerzhafte Lymphknoten am Hals
  • Schwierigkeiten beim Öffnen des Mundes oder beim Schlucken
  • Kinder mit einer Erkrankung, die das Immunsystem beeinträchtigt

Selbst in diesen Fällen reicht ein Antibiotikum allein in der Regel nicht aus. Wird die Quelle nicht durch Maßnahmen wie eine Wurzelbehandlung am kariösen Zahn (bei Milchzähnen eine Pulpabehandlung), eine Abszessdrainage oder bei Bedarf eine Zahnentfernung beseitigt, kann die Infektion schnell wiederkehren. Bei einem lokalen, auf den Zahn begrenzten Problem setzt eine unnötige Antibiotikagabe das Kind dagegen Nebenwirkungen aus und trägt dazu bei, dass Bakterien Resistenzen gegen das Medikament entwickeln. Über den Bedarf an einem Antibiotikum und die Art des Medikaments entscheidet die Ärztin bzw. der Arzt nach der Untersuchung.

Welche Empfehlungen gelten für die richtige Anwendung von Antibiotika?

Antibiotika sollten nur auf ärztliche Verordnung, über die empfohlene Dauer und in den angegebenen Abständen eingenommen werden; zum Schutz der Zahngesundheit sollte während der Einnahmezeit besonders auf die Mundpflege geachtet werden. Praktische Punkte, auf die Eltern achten können:

  1. Brechen Sie die Behandlung nicht eigenmächtig ab: Auch wenn die Beschwerden abklingen, sollte das Medikament über die empfohlene Dauer gegeben werden, sofern die Ärztin bzw. der Arzt nichts anderes sagt.
  2. Verwenden Sie keine Restbestände zu Hause: Ein Antibiotikum aus einer früheren Erkrankung oder ein für ein anderes Kind verordnetes Medikament zu geben, ist nicht richtig.
  3. Geben Sie nach dem Medikament Wasser: Einige Schlucke Wasser nach dem Saft verkürzen die Zeit, die der Zucker auf den Zähnen verbleibt.
  4. Reinigen Sie nach der Abenddosis den Mund: Nach einem vor dem Schlafengehen gegebenen Saft ist es wichtig, die Zähne zu putzen oder den Mund zumindest mit Wasser auszuspülen.
  5. Vernachlässigen Sie das Zähneputzen nicht: Auch wenn die Routinen während der Krankheit durcheinandergeraten, sollte zweimal täglich mit fluoridhaltiger Zahnpasta geputzt werden.
  6. Beobachten Sie die Mundhöhle: Bemerken Sie auf der Zunge oder an der Wangeninnenseite abwischbare weiße Beläge, wenden Sie sich wegen einer möglichen Pilzinfektion an Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt.
  7. Teilen Sie frühere Medikamentenreaktionen mit: Informieren Sie sowohl die Kinderärztin bzw. den Kinderarzt als auch die Zahnärztin bzw. den Zahnarzt unbedingt über Allergien oder Nebenwirkungen, die bei Ihrem Kind bereits aufgetreten sind.

Weitere häufige Fragen zur Mundgesundheit von Kindern, zur Medikamenteneinnahme und zu vorbeugenden Maßnahmen finden Sie auf unserer Seite häufig gestellte Fragen.

Wann sollten Sie sich vorstellen, wenn Sie Veränderungen an den Zähnen Ihres Kindes bemerken?

Wenn Sie an den Zähnen Ihres Kindes Verfärbungen, weiße oder gelb-braune Flecken, Empfindlichkeit oder eine Schwellung im Gesicht bemerken, ist es sinnvoll, eine zahnärztliche Beurteilung einzuplanen; bei einer schnell wachsenden Schwellung im Gesicht und Fieber sollten Sie sich ohne Abwarten vorstellen. In unserer Poliklinik in Oran, Çankaya, in der Nähe des Panora Einkaufszentrums werden die Zähne von Kindern altersgerecht untersucht, die Art der Verfärbungen bestimmt und bei Bedarf vorbeugende Maßnahmen oder Behandlungsoptionen gemeinsam mit der Familie geplant.

Häufig gestellte Fragen

Verfärbt Amoxicillin die Zähne von Kindern?

Amoxicillin ist nicht als Medikament bekannt, das wie Tetracycline eine Verfärbung von innen verursacht. Auch wenn einige Studien einen möglichen Zusammenhang zwischen häufiger Antibiotikaeinnahme in der frühen Kindheit und Schmelzbildungsstörungen nahelegen, ist dieser Zusammenhang nicht gesichert. Bei Bedarf ist die Einnahme auf ärztliche Empfehlung angebracht.

Lassen sich Tetracyclin-Verfärbungen durch Bleaching entfernen?

Da die Tetracyclin-Verfärbung in der inneren Zahnstruktur liegt, lässt sie sich durch Zähneputzen nicht entfernen. Bei leichten Verfärbungen kann ein professionelles Bleaching eine gewisse Aufhellung bewirken. Bei ausgeprägten Verfärbungen werden ästhetische Optionen wie Komposit- oder Keramikveneers geprüft.

Ist es richtig, einem Kind bei Zahnschmerzen ein Antibiotikum zu geben?

Bei auf den Zahn begrenzten Schmerzen ist ein Antibiotikum in der Regel keine Lösung; die eigentliche Behandlung besteht darin, dass die Zahnärztin bzw. der Zahnarzt die Infektionsquelle beseitigt. Bei Befunden wie einer sich ausbreitenden Schwellung im Gesicht oder Fieber kann ein Antibiotikum nötig sein. Diese Entscheidung muss unbedingt nach einer Untersuchung von der Ärztin bzw. dem Arzt getroffen werden.

Muss man nach der Gabe eines Saftes sofort die Zähne putzen?

Einige Schlucke Wasser nach dem Saft oder Ausspülen des Mundes verkürzen die Zeit, die der Zucker auf den Zähnen verbleibt. Besonders nach der Abenddosis wird empfohlen, die Zähne zu reinigen. Bei den Tagesdosen ist es eine praktische Lösung, das Medikament zeitnah zur Putzzeit zu geben.

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Information und Untersuchung in Ankara

Für eine persönliche Einschätzung zu Antibiotika bei Kindern und Zahngesundheit: Was Sie wissen sollten können Sie einen Untersuchungstermin in der Zahnpoliklinik Funda Sarıkaya vereinbaren.

Die Poliklinik liegt im Park Oran Ofis, Oran, Çankaya, Ankara – neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall.

Angeboten werden allgemeine Zahnmedizin, Kieferorthopädie und Behandlung von Kiefer- und Muskelbeschwerden.

Praxis
Funda Sarıkaya Zahnpoliklinik
Adresse
Park Oran Ofis, Laden Nr. 70, Kudüs Cd., Oran, Çankaya / Ankara
Orientierung
Neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall
Öffnungszeiten
Montag–Samstag 09:00–20:00
Telefon
+90 312 911 60 36
Sprachen
Türkisch, Englisch, Deutsch, Russisch

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information; für Diagnose und Behandlungsentscheidung ist eine Untersuchung nötig. Dieser Artikel wurde aus dem Türkischen übersetzt.

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