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Was ist eine Alveolitis (trockene Alveole)? Behandlung von Schmerzen nach einer Zahnextraktion

Zahnärztin untersucht eine Extraktionswunde auf Alveolitis
In diesem Artikel 7
  1. Was ist eine Alveolitis und wie entsteht sie?
  2. Welche Anzeichen hat eine Alveolitis?
  3. Wie verläuft die Behandlung einer Alveolitis?
  4. Was können Sie bei einer Alveolitis zu Hause tun?
  5. Wie lässt sich einer Alveolitis vorbeugen?
  6. Wann sollten Sie in Ankara zur Zahnärztin, wenn die Schmerzen nach einer Extraktion zunehmen?
  7. Häufig gestellte Fragen

Kurze Antwort: Die Alveolitis (trockene Alveole, Dry Socket) ist ein schmerzhafter Zustand, der entsteht, wenn sich das Blutgerinnsel, das sich nach einer Zahnextraktion in der Extraktionswunde bilden sollte, vorzeitig auflöst oder herauslöst und der Knochen freiliegt. Sie äußert sich meist durch Schmerzen, die zwei bis vier Tage nach der Extraktion stärker werden und zum Ohr und zur Schläfe ausstrahlen, eine leer wirkende Zahnfach-Öffnung und unangenehmen Geruch. Zur Behandlung spült die Zahnärztin bzw. der Zahnarzt die Stelle und bringt eine beruhigende Einlage ein. Nicht zu rauchen und die Verhaltensregeln nach der Extraktion zu befolgen, verringert das Risiko.

In den ersten Tagen nach einer Zahnextraktion sind leichte Schmerzen und Empfindlichkeit zu erwarten und nehmen von Tag zu Tag ab. Bei manchen Patienten nehmen die Schmerzen am zweiten oder dritten Tag jedoch deutlich zu, statt abzuklingen. Die häufigste Ursache dafür ist die Alveolitis, im Volksmund trockene Alveole genannt. Auch wenn eine Alveolitis nicht gefährlich ist, ist sie sehr unangenehm und lässt sich durch zahnärztliche Behandlung rasch lindern. In diesem Beitrag erläutern wir, was eine Alveolitis ist, welche Anzeichen sie hat, wie die Behandlung abläuft, was Sie zu Hause tun können und wie sie sich vorbeugen lässt.

Was ist eine Alveolitis und wie entsteht sie?

Bei einer Alveolitis geht das Blutgerinnsel im Zahnfach (Alveole) des entfernten Zahns verloren, bevor die Heilung abgeschlossen ist, sodass der darunterliegende Knochen und die Nervenenden dem Mundmilieu ausgesetzt sind. Normalerweise füllt sich die Lücke nach einer Zahnextraktion rasch mit Blut, und es bildet sich ein Gerinnsel. Dieses Gerinnsel dient als natürliche Schutzschicht für den Knochen und als Gerüst, auf dem neues Gewebe entsteht. Löst es sich vorzeitig auf oder wird es herausgelöst, verzögert sich die Heilung, und der freiliegende Knochen verursacht starke Schmerzen.

Auch wenn der Name an eine „Entzündung“ denken lässt, ist die Alveolitis im klassischen Sinne keine Infektion; es handelt sich eher um eine Wundheilungsstörung, bei der die Knochenoberfläche lokal gereizt ist. Im normalen Verlauf sind die Schmerzen nach einer Extraktion am ersten Tag am stärksten und nehmen in den folgenden Tagen stetig ab; innerhalb einiger Wochen wird das Zahnfach von Zahnfleischgewebe bedeckt. Bei einer Alveolitis kehrt sich diese Kurve um: Nachdem die Schmerzen in den ersten Tagen nachgelassen haben, treten sie erneut und stärker auf. Dieser Unterschied ist für Patienten der wichtigste Hinweis, um den Zustand zu erkennen.

Eine Alveolitis tritt nur bei einem kleinen Teil aller Extraktionen auf; nach der operativen Entfernung unterer Weisheitszähne kommt sie jedoch häufiger vor. Die wichtigsten Faktoren, die das Risiko erhöhen, sind:

  • Rauchen: Die Saugbewegung kann das Gerinnsel lösen, und die Inhaltsstoffe des Tabaks beeinträchtigen die Durchblutung im Wundbereich. Rauchen ist einer der stärksten Risikofaktoren für eine Alveolitis.
  • Schwierige und lange Extraktionen: Vor allem bei verlagerten Weisheitszähnen erhöht die stärkere Beanspruchung des Knochengewebes das Risiko.
  • Nichtbeachtung der Verhaltensregeln nach der Extraktion: Häufiges Ausspucken am ersten Tag, kräftiges Gurgeln, Trinken mit dem Strohhalm oder das Berühren der Stelle mit Zunge oder Finger können das Gerinnsel lösen.
  • Eine bereits früher durchgemachte Alveolitis.
  • Einnahme oraler Kontrazeptiva: Einige Studien legen nahe, dass hormonelle Einflüsse die Auflösung des Gerinnsels begünstigen können.
  • Unzureichende Mundhygiene und eine bereits bestehende Infektion im Extraktionsbereich.

Welche Anzeichen hat eine Alveolitis?

Das typischste Anzeichen einer Alveolitis ist ein pochender, ausstrahlender Schmerz, der meist zwei bis vier Tage nach der Extraktion beginnt oder stärker wird. Dieser Schmerz unterscheidet sich von der normalen Empfindlichkeit nach einer Extraktion; er nimmt mit der Zeit zu statt ab. Weitere Anzeichen sind:

  • Ausstrahlung des Schmerzes zum Ohr, zur Schläfe, zum Auge oder zum Hals auf derselben Seite
  • Ein leer wirkendes Zahnfach; statt eines Gerinnsels kann gräulich-weißes Knochengewebe sichtbar sein
  • Unangenehmer Geschmack und Geruch im Mund
  • Schmerzen, die mit rezeptfreien Schmerzmitteln nicht ausreichend nachlassen
  • Mitunter Druckempfindlichkeit der Lymphknoten in der Umgebung

Eine Alveolitis geht meist nicht mit einer deutlichen Schwellung oder hohem Fieber einher. Treten zunehmende Schwellung, eitriger Ausfluss und Fieber im Extraktionsbereich auf, kann dies auf eine andere Infektion hindeuten; in beiden Fällen sollten Sie Ihre Zahnärztin oder Ihren Zahnarzt aufsuchen. Zu welchem Krankheitsbild die Entzündungszeichen nach einer Extraktion gehören, lässt sich nur bei einer Untersuchung klären.

Wie verläuft die Behandlung einer Alveolitis?

Die Behandlung einer Alveolitis zielt darauf ab, die Schmerzen unter Kontrolle zu bringen und die Heilung zu unterstützen, indem der freiliegende Knochen geschützt wird. Sie erfolgt in der Praxis, und die meisten Patienten spüren nach dem ersten Eingriff rasch eine deutliche Linderung.

  1. Untersuchung: Die Zahnärztin bzw. der Zahnarzt untersucht die Extraktionsstelle; bei Bedarf wird eine Röntgenaufnahme angefertigt, um zu prüfen, ob ein Wurzelrest oder ein anderes Problem vorliegt.
  2. Spülung der Stelle: Das Zahnfach wird behutsam gespült, um angesammelte Speisereste und Ablagerungen zu entfernen.
  3. Einbringen einer Einlage: In das Zahnfach wird ein spezielles Einlagematerial eingebracht, das die Schmerzen lindert und den Knochen schützt. Diese Einlage sorgt meist für eine rasche Linderung.
  4. Nachsorge: Je nach Schmerzintensität kann es nötig sein, die Einlage innerhalb einiger Tage zu wechseln oder zu erneuern. Manche Einlagen lösen sich von selbst auf, andere werden in der Praxis entfernt.
  5. Medikamentöse Unterstützung: Hält die Zahnärztin bzw. der Zahnarzt es für notwendig, können Schmerzmittel empfohlen werden. Da eine Alveolitis meist keine Infektion ist, werden Antibiotika nicht routinemäßig gegeben; bei Anzeichen einer Infektion entscheidet die Behandlerin bzw. der Behandler.

Mit der Behandlung lassen die Schmerzen meist innerhalb weniger Tage deutlich nach, und die Heilung der Stelle schreitet in etwa ein bis zwei Wochen voran. Bis das Zahnfach vollständig ausgefüllt und der Knochen umgebaut ist, dauert es länger.

Was können Sie bei einer Alveolitis zu Hause tun?

Was Sie zu Hause tun können, ersetzt die zahnärztliche Behandlung nicht, unterstützt aber den Heilungsverlauf. Zusätzlich zu den Empfehlungen Ihrer Zahnärztin oder Ihres Zahnarztes können Sie auf folgende Punkte achten:

  • Spülen Sie den Mund wie empfohlen: Meist wird ab 24 Stunden nach der Extraktion eine sanfte Spülung mit lauwarmem Salzwasser nach den Mahlzeiten empfohlen. Haben Sie eine spezielle Mundspüllösung oder eine Spülspritze erhalten, verwenden Sie diese nach Anweisung.
  • Verzichten Sie auf Zigaretten und Tabakprodukte: Nicht zu rauchen, bis die Heilung abgeschlossen ist, verhindert, dass sich sowohl die Schmerzen als auch die Heilungsdauer verlängern.
  • Bevorzugen Sie weiche Kost: Kauen Sie auf der der Extraktionsstelle gegenüberliegenden Seite; meiden Sie harte, kleinkörnige und scharf gewürzte Speisen.
  • Berühren Sie die Stelle nicht: Tasten Sie Einlage oder Zahnfach nicht mit Zunge, Finger oder Zahnstocher ab.
  • Setzen Sie die Mundpflege fort: Putzen Sie Ihre übrigen Zähne wie gewohnt; arbeiten Sie in der Nähe der Extraktionsstelle mit sanften Bewegungen.
  • Trinken Sie viel Wasser und ruhen Sie sich aus.

Es wird nicht empfohlen, Hausmittel wie Nelkenöl eigenmächtig in das Zahnfach einzubringen; eine falsche Anwendung kann das Gewebe reizen. Antworten auf weitere Fragen rund um die Zeit nach einer Extraktion finden Sie auf unserer Seite Häufig gestellte Fragen.

Wie lässt sich einer Alveolitis vorbeugen?

Die Grundlage der Vorbeugung ist der Schutz des Blutgerinnsels, das sich nach der Extraktion bildet. Besonders die ersten 24–72 Stunden nach der Extraktion sind eine kritische Phase. Um das Risiko zu verringern:

  1. Rauchen Sie nach der Extraktion möglichst mindestens 48–72 Stunden nicht; reduzieren Sie das Rauchen nach Möglichkeit schon einige Tage vor der Extraktion.
  2. Spucken Sie in den ersten 24 Stunden nicht aus, spülen Sie den Mund nicht kräftig und verwenden Sie keinen Strohhalm.
  3. Halten Sie den auf die Extraktionsstelle gelegten Gazetupfer so lange durch Zubeißen fest, wie es Ihnen gesagt wurde.
  4. Vermeiden Sie am ersten Tag sehr heiße Speisen und Getränke, Alkohol und schwere körperliche Anstrengung.
  5. Hat Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt vor oder nach der Extraktion eine Mundspülung empfohlen, verwenden Sie diese regelmäßig.
  6. Wenn Sie orale Kontrazeptiva einnehmen und eine geplante Extraktion ansteht, teilen Sie dies Ihrer Zahnärztin bzw. Ihrem Zahnarzt mit.
  7. Hatten Sie schon einmal eine Alveolitis, erwähnen Sie dies unbedingt vor der Extraktion; es können zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden.

Wann sollten Sie in Ankara zur Zahnärztin, wenn die Schmerzen nach einer Extraktion zunehmen?

Wenn Ihre Schmerzen nach einer Zahnextraktion am zweiten oder dritten Tag zunehmen statt abzuklingen, zum Ohr ausstrahlen und mit Schmerzmitteln nicht nachlassen, oder wenn Sie einen unangenehmen Geschmack und Geruch im Mund bemerken, suchen Sie Ihre Zahnärztin bzw. Ihren Zahnarzt auf, ohne den Kontrolltermin abzuwarten. In unserer Praxis in Oran untersuchen wir die Extraktionsstelle, beurteilen, ob eine Alveolitis vorliegt, und führen bei Bedarf noch im selben Termin die lindernde Behandlung durch.

Häufig gestellte Fragen

Heilt eine Alveolitis von selbst?

Eine Alveolitis kann mit der Zeit von selbst heilen, doch dieser Prozess kann sehr schmerzhaft sein und lange dauern. Die Spülung und die Einlage in der Praxis lindern die Schmerzen rasch und unterstützen die Heilung. Daher wird empfohlen, die Zahnärztin oder den Zahnarzt aufzusuchen, statt abzuwarten.

Wie lange dauert eine Alveolitis?

Nach Beginn der Behandlung lassen die Schmerzen meist innerhalb weniger Tage deutlich nach. Bei den meisten Patienten schreitet die Heilung innerhalb von ein bis zwei Wochen voran; bis das Zahnfach vollständig ausgefüllt ist, kann es länger dauern.

Woran erkenne ich, dass ich eine trockene Alveole habe?

Schmerzen, die zwei bis vier Tage nach der Extraktion zunehmen statt abzuklingen und zum Ohr ausstrahlen, ein leer wirkendes Zahnfach und ein unangenehmer Geschmack im Mund sind die typischsten Hinweise. Für eine sichere Diagnose ist eine zahnärztliche Untersuchung nötig.

Wann darf man nach einer Extraktion wieder rauchen?

Um das Risiko einer Alveolitis zu verringern, wird empfohlen, mindestens 48–72 Stunden, möglichst länger, nicht zu rauchen. Bis die Heilung abgeschlossen ist, auf Zigaretten zu verzichten, ist der sicherste Ansatz.

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Die Poliklinik liegt im Park Oran Ofis, Oran, Çankaya, Ankara – neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall.

Angeboten werden allgemeine Zahnmedizin, Kieferorthopädie und Behandlung von Kiefer- und Muskelbeschwerden.

Praxis
Funda Sarıkaya Zahnpoliklinik
Adresse
Park Oran Ofis, Laden Nr. 70, Kudüs Cd., Oran, Çankaya / Ankara
Orientierung
Neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall
Öffnungszeiten
Montag–Samstag 09:00–20:00
Telefon
+90 312 911 60 36
Sprachen
Türkisch, Englisch, Deutsch, Russisch

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information; für Diagnose und Behandlungsentscheidung ist eine Untersuchung nötig. Dieser Artikel wurde aus dem Türkischen übersetzt.

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