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Was ist eine Wurzelkanalbehandlung? Ablauf und worauf zu achten ist

Querschnitt eines Backenzahns mit Wurzelkanälen zur Veranschaulichung einer Wurzelkanalbehandlung
In diesem Artikel 8
  1. Was ist eine Wurzelkanalbehandlung und warum ist sie nötig?
  2. Bei welchen Anzeichen wird eine Wurzelkanalbehandlung durchgeführt?
  3. Welche Schritte umfasst eine Wurzelkanalbehandlung?
  4. Tut eine Wurzelkanalbehandlung weh?
  5. Warum sind Pflege und Krone nach einer Wurzelkanalbehandlung wichtig?
  6. Häufige Fragen rund um die Wurzelkanalbehandlung
  7. Wann sollten Sie bei Zahnschmerzen in Ankara ärztlichen Rat einholen?
  8. Häufig gestellte Fragen

Kurze Antwort: Eine Wurzelkanalbehandlung ist eine Behandlung, die durchgeführt wird, wenn sich das Zahnmark (Pulpa) – das Gewebe aus Nerven und Gefäßen im Inneren des Zahns – durch tiefe Karies, einen Riss oder einen Stoß entzündet oder infiziert hat; ihr Ziel ist es, den Zahn zu erhalten, statt ihn zu entfernen. Unter örtlicher Betäubung wird die Pulpa entfernt, die Wurzelkanäle werden aufbereitet, desinfiziert und mit einem speziellen Füllmaterial verschlossen. Die Behandlung wird in der Regel in einer oder mehreren Sitzungen abgeschlossen; anschließend wird der Zahn in den meisten Fällen mit einer Füllung oder einer Krone gestärkt.

Der Satz „Sie brauchen eine Wurzelbehandlung“ löst bei vielen Patientinnen und Patienten Angst aus. Ein großer Teil dieser Angst geht auf Erfahrungen von vor vielen Jahren und auf Hörensagen zurück. Heute ist die Wurzelkanalbehandlung jedoch ein Routineeingriff der Zahnmedizin, der mit guter Betäubung und modernen Instrumenten durchgeführt wird, und ein wirksamer Weg, den natürlichen Zahn im Mund zu erhalten. In diesem Beitrag erklären wir in einfacher Sprache, was eine Wurzelkanalbehandlung ist, bei welchen Anzeichen sie nötig ist, welche Schritte sie umfasst und worauf man nach der Behandlung achten sollte.

Was ist eine Wurzelkanalbehandlung und warum ist sie nötig?

Bei einer Wurzelkanalbehandlung wird die Pulpa, das lebende Gewebe im Inneren des Zahns, entfernt, und die Wurzelkanäle werden desinfiziert und gefüllt; ihr Ziel ist es, die Infektion zu beseitigen und den Zahn dabei zu erhalten, statt ihn zu entfernen. In der Zahnmedizin wird dieses Fachgebiet als Endodontie bezeichnet.

Außen besitzt der Zahn harten Zahnschmelz und darunter Dentin. Ganz innen liegt die Pulpa, die aus Nerven, Gefäßen und Bindegewebe besteht. Über feine Kanäle, die entlang der Zahnwurzeln verlaufen, ist die Pulpa mit dem Kieferknochen verbunden. Durch tiefe Karies, einen Riss im Zahn, einen Stoß oder wiederholte Eingriffe am selben Zahn können Bakterien in die Pulpa gelangen. Eine entzündete Pulpa kann nicht von selbst heilen; bleibt sie unbehandelt, kann sich die Entzündung bis zur Wurzelspitze ausbreiten und einen Abszess im Knochen sowie Schwellungen im umgebenden Gewebe verursachen.

An diesem Punkt gibt es zwei Möglichkeiten: den Zahn zu entfernen oder ihn mit einer Wurzelkanalbehandlung zu erhalten. Der Erhalt des natürlichen Zahns ist mit Blick auf die Kaufunktion, die Stellung der Nachbarzähne und den Erhalt des Kieferknochens in den meisten Fällen der bevorzugte Weg.

Ein häufiges Missverständnis ist, dass ein wurzelbehandelter Zahn vollständig „tot“ und funktionslos werde. Auch wenn die Pulpa entfernt wird, bleiben die Wurzelhaut, die den Zahn mit dem Kieferknochen verbindet, und das umgebende Gewebe lebendig; der Zahn kaut weiterhin mit und erhält gemeinsam mit den Nachbarzähnen den Biss. Was sich ändert: Der Zahn spürt Wärme und Kälte nicht mehr und kann mit der Zeit etwas brüchiger werden. Deshalb ist die Entscheidung über die Restauration nach der Behandlung mindestens ebenso wichtig wie die Wurzelkanalbehandlung selbst.

Bei welchen Anzeichen wird eine Wurzelkanalbehandlung durchgeführt?

Situationen, die eine Wurzelkanalbehandlung erfordern, machen sich oft durch deutliche Beschwerden bemerkbar; manchmal verursachen sie jedoch keinerlei Symptome und fallen nur auf dem Röntgenbild auf. Häufige Anzeichen sind:

  • Schmerzen, die nach dem Ende eines Wärme- oder Kältereizes noch lange anhalten
  • Spontan auftretende, pochende Schmerzen, die vor allem nachts zunehmen
  • Empfindlichkeit beim Kauen oder beim Berühren des Zahns
  • Schwellung, ein pickelartiges Bläschen oder Ausfluss am Zahnfleisch
  • Grau-dunkle Verfärbung des Zahns (besonders nach einem Stoß)
  • Schwellung im Gesicht oder am Kiefer

Keines dieser Anzeichen bedeutet für sich allein, dass eine Wurzelkanalbehandlung nötig ist; dieselben Beschwerden können auch von Zahnfleischproblemen oder empfindlichem Dentin ausgehen. Die endgültige Entscheidung fällt anhand der klinischen Untersuchung, eines Tests der Reaktion des Zahns auf Reize und der Röntgenbeurteilung.

Welche Schritte umfasst eine Wurzelkanalbehandlung?

Die Schritte einer Wurzelkanalbehandlung sind Untersuchung, Betäubung, Zugang zur Pulpa, Reinigung und Aufbereitung der Kanäle, deren Füllung und die Restauration des oberen Zahnanteils. Je nach Zahl der Wurzeln und Kanäle und nach dem Zustand der Infektion kann die Behandlung in einer einzigen Sitzung abgeschlossen werden oder mehrere Sitzungen dauern.

  1. Untersuchung und Röntgen: Zustand des Zahns, Zahl der Wurzeln und eine mögliche Entzündung an der Wurzelspitze werden beurteilt.
  2. Örtliche Betäubung: Der Zahn und seine Umgebung werden betäubt.
  3. Isolierung: Um den Zahn vor Speichel und Bakterien zu schützen, wird meist ein Spanngummi (Kofferdam) verwendet.
  4. Zugangskavität: Durch eine kleine Öffnung im oberen Teil des Zahns wird die Pulpakammer erreicht, und kariöses Gewebe wird entfernt.
  5. Reinigung und Aufbereitung der Kanäle: Mit feinen Feilen wird entzündetes Gewebe entfernt, die Kanäle werden aufbereitet und mit desinfizierenden Lösungen gespült. Die Kanallänge wird mithilfe elektronischer Geräte und Röntgenaufnahmen gemessen.
  6. Medikamentöse Einlage (bei Bedarf): Ist die Infektion ausgedehnt, wird vorübergehend ein antibakterielles Medikament in die Kanäle eingebracht und der Zahn mit einer provisorischen Füllung verschlossen.
  7. Wurzelfüllung: Die gereinigten Kanäle werden mit einem biokompatiblen Füllmaterial und einem Sealer dicht gefüllt.
  8. Restauration des oberen Zahnanteils: Der obere Teil des Zahns wird mit einer endgültigen Füllung verschlossen; bei großem Substanzverlust wird eine Krone geplant.

Tut eine Wurzelkanalbehandlung weh?

Da eine Wurzelkanalbehandlung unter örtlicher Betäubung erfolgt, spüren die meisten Patientinnen und Patienten während des Eingriffs keine Schmerzen; wahrgenommen werden meist nur Druck und Vibration. Für Menschen, die vor der Behandlung starke Schmerzen haben, ist die Wurzelkanalbehandlung sogar der Eingriff, der die Ursache der Schmerzen beseitigt.

In manchen Fällen, besonders bei einer starken Entzündung im Zahn, wirkt die Betäubung schwerer; dann kann die Ärztin bzw. der Arzt nachbetäuben. In den ersten Tagen nach der Behandlung sind eine Empfindlichkeit beim Kauen oder ein leichtes Ziehen im Zahn üblich und klingen in der Regel von selbst ab. Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt empfiehlt Ihnen für diese Zeit bei Bedarf ein Schmerzmittel. Schmerzen, die mit den Tagen zunehmen, Schwellungen oder Fieber sind dagegen nicht normal und sollten gemeldet werden.

Warum sind Pflege und Krone nach einer Wurzelkanalbehandlung wichtig?

Dass der Zahn nach einer Wurzelkanalbehandlung mit einer geeigneten Füllung oder Krone geschützt wird, ist entscheidend für den langfristigen Erfolg der Behandlung. Wurzelbehandelte Zähne können durch die Entfernung der Pulpa und den Substanzverlust vor der Behandlung brüchiger werden. Besonders bei großen Backenzähnen wird wegen der hohen Kaukräfte in den meisten Fällen eine Krone empfohlen.

Nach der Behandlung sollten Sie auf Folgendes achten:

  • Nichts essen, bis die Betäubung abgeklungen ist; das ist wichtig, damit Sie sich nicht auf Lippe oder Wange beißen.
  • Mit dem provisorisch verschlossenen Zahn keine harten Speisen kauen.
  • Die endgültige Füllung oder Krone nicht hinauszögern; bleibt die provisorische Füllung lange im Zahn, steigt das Risiko von Undichtigkeiten und einer erneuten Infektion.
  • Den Zahn wie Ihre übrigen Zähne regelmäßig putzen und Zahnseide verwenden.
  • Zu den Kontrollterminen kommen; die Heilung an der Wurzelspitze wird manchmal über Monate per Röntgen verfolgt.

Häufige Fragen rund um die Wurzelkanalbehandlung

Bleibt ein wurzelbehandelter Zahn ein Leben lang erhalten? Fachgerecht behandelte und gut restaurierte wurzelbehandelte Zähne können viele Jahre im Mund bleiben. Neue Karies, Brüche oder Zahnfleischerkrankungen können jedoch auch diese Zähne betreffen; regelmäßige Pflege ist unerlässlich.

Was geschieht, wenn eine Wurzelkanalbehandlung nicht erfolgreich ist? Selten bleibt die Heilung aus. Dann werden Optionen wie eine Revision der Wurzelkanalbehandlung oder eine Wurzelspitzenresektion in Betracht gezogen. Die Zahnentfernung ist meist die letzte Option.

Ist eine Wurzelkanalbehandlung in der Schwangerschaft möglich? Bei Bedarf kann sie, besonders im zweiten Schwangerschaftsdrittel, unter geeigneten Vorsichtsmaßnahmen durchgeführt werden. Teilen Sie Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt Ihre Schwangerschaft unbedingt mit. Weitere Fragen beantworten wir auf unserer Seite mit den häufig gestellten Fragen.

Wann sollten Sie bei Zahnschmerzen in Ankara ärztlichen Rat einholen?

Wenn der Schmerz in Ihrem Zahn nach dem Ende des Reizes anhält, Sie nachts aufweckt oder Sie eine Schwellung und Ausfluss am Zahnfleisch bemerken, ist es wichtig, die Untersuchung nicht aufzuschieben; ein frühes Eingreifen erhöht die Chance, den Zahn zu erhalten. In unserer Praxis in Oran, Çankaya, ermitteln wir die Ursache der Schmerzen durch Untersuchung und Röntgen und besprechen jeden Schritt mit Ihnen, bevor wir beginnen, falls eine Wurzelkanalbehandlung nötig ist.

Häufig gestellte Fragen

In wie vielen Sitzungen ist eine Wurzelkanalbehandlung abgeschlossen?

Je nach Zahl der Wurzeln, Aufbau der Kanäle und Zustand der Infektion kann die Behandlung in einer Sitzung abgeschlossen werden oder zwei bis drei Sitzungen dauern. Die Zahl der Sitzungen schätzt die Ärztin bzw. der Arzt nach Untersuchung und Röntgen ein.

Warum verfärbt sich ein Zahn nach einer Wurzelkanalbehandlung?

Ein Absterben des Nervs nach einem Stoß, Blutbestandteile in der Pulpa oder bestimmte Wurzelfüllmaterialien können dazu führen, dass der Zahn mit der Zeit dunkler wird. Bei Frontzähnen lässt sich dies durch internes Bleichen oder eine Krone beheben.

Kann man den Zahn nicht einfach ziehen statt einer Wurzelkanalbehandlung?

Die Zahnentfernung ist eine Option, doch für den entfernten Zahn ist dann eine Versorgung wie ein Implantat oder eine Brücke nötig; andernfalls können die Nachbarzähne wandern und der Knochen baut ab. Wenn möglich, wird der Erhalt des natürlichen Zahns in den meisten Fällen bevorzugt.

Wann darf man nach einer Wurzelkanalbehandlung essen?

Essen ist möglich, sobald die Betäubung vollständig abgeklungen ist. Bis die endgültige Füllung oder Krone eingesetzt ist, wird empfohlen, mit dem behandelten Zahn keine harten Speisen zu kauen.

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Information und Untersuchung in Ankara

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Die Poliklinik liegt im Park Oran Ofis, Oran, Çankaya, Ankara – neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall.

Angeboten werden allgemeine Zahnmedizin, Kieferorthopädie und Behandlung von Kiefer- und Muskelbeschwerden.

Praxis
Funda Sarıkaya Zahnpoliklinik
Adresse
Park Oran Ofis, Laden Nr. 70, Kudüs Cd., Oran, Çankaya / Ankara
Orientierung
Neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall
Öffnungszeiten
Montag–Samstag 09:00–20:00
Telefon
+90 312 911 60 36
Sprachen
Türkisch, Englisch, Deutsch, Russisch

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information; für Diagnose und Behandlungsentscheidung ist eine Untersuchung nötig. Dieser Artikel wurde aus dem Türkischen übersetzt.

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