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Kieferorthopädie

Was ist orthognathe Chirurgie (Kieferchirurgie)? Für wen kommt sie infrage?

Orthognathe Chirurgie – Planung einer Kieferumstellung am Schädelmodell
In diesem Artikel 7
  1. Was ist orthognathe Chirurgie?
  2. Bei welchen Kieferproblemen ist sie nötig?
  3. Warum ist Kieferorthopädie vor und nach der Operation nötig?
  4. Wie verlaufen Operation und Heilung?
  5. Welche Risiken und Erwartungen gibt es?
  6. Wann sollten Sie sich bei Verdacht auf eine Kieferfehlstellung vorstellen?
  7. Häufig gestellte Fragen

Kurze Antwort: Die orthognathe Chirurgie ist eine geplante Kieferoperation, mit der Fehlstellungen in Lage und Größe von Ober- und Unterkiefer zueinander oder zum übrigen Gesicht korrigiert werden. Sie wird bei skelettalen Problemen, die sich nicht allein durch Zahnbewegung lösen lassen, in der Regel nach Abschluss des Wachstums und in gemeinsamer Planung von Kieferorthopädin bzw. Kieferorthopäde und Kieferchirurgin bzw. Kieferchirurg durchgeführt. Die kieferorthopädische Behandlung vor und nach der Operation ist Teil des Ablaufs.

Manche Bissfehlstellungen entstehen nicht durch die Zahnstellung, sondern durch Größe und Lage der Kiefer selbst. Bei einem deutlich vorstehenden Unterkiefer, einem zurückliegenden Oberkiefer oder einer Kieferasymmetrie reicht es funktionell wie ästhetisch möglicherweise nicht aus, nur die Zähne zu bewegen. Die orthognathe Chirurgie ist eine kieferchirurgische Methode, die gemeinsam mit der Kieferorthopädie geplant wird, um solche skelettalen Fehlstellungen zu korrigieren. In diesem Beitrag behandeln wir, für wen sie nötig ist, welche Behandlungsphasen es gibt, wie die Heilung verläuft und welche Erwartungen realistisch sind.

Was ist orthognathe Chirurgie?

Die orthognathe Chirurgie ist eine Operation, bei der der Oberkiefer, der Unterkiefer oder beide kontrolliert durchtrennt, in eine neue Position gebracht und dort mit kleinen Platten und Schrauben fixiert werden. Ziel ist es, Funktionen wie Kauen, Abbeißen, Sprechen und Atmen zu verbessern und darüber hinaus ein ausgewogeneres Gesichtsprofil zu erreichen.

Die Operation wird in Vollnarkose von einer Fachärztin bzw. einem Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie im Krankenhaus durchgeführt. Da die meisten Schnitte im Mund erfolgen, bleiben im Gesicht in den meisten Fällen keine äußeren Narben. Die angewandte Technik hängt von der Art des Problems ab: Eingriffe am Oberkiefer, Eingriffe am Unterkiefer und bei Bedarf Eingriffe zur Korrektur der Kinnposition können einzeln oder kombiniert geplant werden.

Bei welchen Kieferproblemen ist sie nötig?

Die orthognathe Chirurgie kommt bei skelettalen Fehlstellungen infrage, die so ausgeprägt sind, dass sie sich durch Zahnbewegung nicht ausgleichen lassen. Die häufigsten Situationen sind:

  • Vorstehender Unterkiefer oder zurückliegender Oberkiefer: Skelettale Klasse-III-Situationen, bei denen die Frontzähne umgekehrt aufeinanderbeißen und der Unterkiefer deutlich vorne steht.
  • Zurückliegender Unterkiefer: Skelettale Klasse-II-Situationen, bei denen das Kinn zurückliegt und die mit einem deutlich konvexen Profil und Tiefbiss einhergehen.
  • Offener Biss: Skelettal bedingte Situationen, bei denen sich die Frontzähne nicht berühren, während die Seitenzähne Kontakt haben.
  • Gesichts- und Kieferasymmetrie: Situationen, in denen der Kiefer zu einer Seite verschoben und die Gesichtsmittellinie verzogen ist.
  • Vertikale Probleme: Etwa ein vertikal zu stark entwickelter Oberkiefer, durch den beim Lächeln übermäßig viel Zahnfleisch sichtbar wird.

Bei manchen Fällen von obstruktiver Schlafapnoe kann eine Vorverlagerung der Kiefer ebenfalls zu den Behandlungsoptionen gehören; diese Entscheidung wird gemeinsam mit einer Schlafmedizinerin bzw. einem Schlafmediziner getroffen. Nicht jede skelettale Abweichung erfordert eine Operation. Leichte und mittlere Fehlstellungen lassen sich häufig allein durch eine kieferorthopädische Behandlung, bei der die Position der Zähne im Knochen korrigiert wird, zu einem akzeptablen Biss führen. Wenn Sie wissen möchten, wie sich Aligner auf die Kieferstruktur auswirken, erklärt unser Beitrag korrigieren Aligner die Kieferstruktur? diesen Unterschied ausführlich.

Das geeignete Alter für die Operation

Die orthognathe Chirurgie wird in der Regel nach Abschluss des Gesichts- und Kieferwachstums geplant. Wann das Wachstum endet, ist individuell verschieden; bei Mädchen ist es meist früher, bei Jungen etwas später abgeschlossen. Ob das Wachstum abgeschlossen ist, beurteilt die Behandlerin bzw. der Behandler anhand von Handröntgenaufnahmen, aufeinanderfolgenden Fernröntgenmessungen und klinischer Verlaufskontrolle. Bei Operationen während des Wachstums kann das weitere Kieferwachstum das Ergebnis verändern.

Warum ist Kieferorthopädie vor und nach der Operation nötig?

Die orthognathe Chirurgie ist keine eigenständige Behandlung, sondern Teil eines Ablaufs, der gemeinsam mit einer kieferorthopädischen Behandlung durchgeführt wird. Vor der Operation werden die Zähne so ausgerichtet, dass sie korrekt aufeinanderbeißen, sobald die Kiefer in ihre neue Position gebracht sind.

Bei Menschen mit skelettaler Fehlstellung können sich die Zähne im Laufe der Jahre geneigt haben, um sich an diese Situation anzupassen; dies nennt man dentale Kompensation. Ein wichtiges Ziel der präoperativen Kieferorthopädie ist es, diese Neigungen aufzuheben (Dekompensation). Deshalb können Biss und Aussehen in der Zeit vor der Operation vorübergehend eine ausgeprägtere Fehlstellung zeigen; das ist ein erwarteter Teil des Plans. Diese Phase kann in den meisten Fällen ein Jahr oder etwas länger dauern.

Auch nach der Operation wird die kieferorthopädische Behandlung für die abschließende Feineinstellung der Zähne noch eine Zeit lang fortgesetzt. Nach Behandlungsende ist ein Retainer nötig, um die neue Position der Zähne zu erhalten. In geeigneten Fällen ist es je nach Beurteilung der Kieferorthopädin bzw. des Kieferorthopäden auch möglich, die kieferorthopädische Vorbereitung statt mit einer festen Zahnspange mit Alignern durchzuführen; in unserer Praxis wird die Aligner-Behandlung mit Invisalign durchgeführt. In manchen Zentren kann die präoperative Kieferorthopädie mit dem Ansatz „Surgery first“ verkürzt werden; diese Option eignet sich nicht für jeden Fall.

Wie wird geplant?

In der Planungsphase werden Gesichtsfotos, intraorale Scans oder Abdrücke, Fernröntgenaufnahmen und häufig eine dreidimensionale Tomografie angefertigt. Anhand dieser Unterlagen legen Kieferorthopäde und Kieferchirurg gemeinsam fest, um wie viele Millimeter und in welche Richtung die Kiefer bewegt werden. Heute ist mit digitaler Software eine virtuelle OP-Planung möglich, und die bei der Operation verwendeten Splints können nach diesem Plan hergestellt werden.

Wie verlaufen Operation und Heilung?

Die Operation erfolgt in Vollnarkose und erfordert meist einen Krankenhausaufenthalt von einem bis zu mehreren Tagen. Je nach Umfang des Eingriffs kann die Operation mehrere Stunden dauern.

In der Heilungsphase ist vor allem mit Folgendem zu rechnen:

  • Schwellungen und Blutergüsse: Sie nehmen in den ersten Tagen zu und gehen dann innerhalb von Wochen zurück. Kühlen und die empfohlene Pflege erleichtern diese Zeit.
  • Ernährung: In den ersten Wochen wird flüssige und danach weiche Kost empfohlen; der Übergang zur normalen Ernährung erfolgt schrittweise und nach Anweisung der Chirurgin bzw. des Chirurgen.
  • Gefühlsveränderungen: Vor allem nach Unterkieferoperationen tritt häufig ein Taubheitsgefühl an Unterlippe und Kinn auf. In den meisten Fällen bildet es sich innerhalb von Monaten zurück, bei manchen Menschen kann es jedoch teilweise bestehen bleiben.
  • Rückkehr in den Alltag: Eine Rückkehr zu Bürotätigkeiten ist meist innerhalb weniger Wochen möglich; bis zur Rückkehr zu Kontaktsportarten dauert es länger.

Das Verwachsen der Knochen in ihrer neuen Position dauert einige Monate. In dieser Zeit sind regelmäßige Kontrollen bei Chirurg und Kieferorthopäde sowie eine sorgfältige Mundhygiene wichtig.

Welche Risiken und Erwartungen gibt es?

Auch wenn die orthognathe Chirurgie von erfahrenen Teams häufig durchgeführt wird, birgt sie wie jeder chirurgische Eingriff gewisse Risiken. Dazu gehören Infektionen, Blutungen, Gefühlsverlust durch Beeinträchtigung von Nerven, Beschwerden im Kiefergelenk, ein teilweiser Rückfall des Ergebnisses im Laufe der Zeit (Rezidiv) und selten die Notwendigkeit einer weiteren Operation. Die Risiken sollten von der Chirurgin bzw. dem Chirurgen je nach allgemeinem Gesundheitszustand und Umfang des geplanten Eingriffs ausführlich erläutert werden.

Realistische Erwartungen sind mindestens ebenso wichtig wie die technische Planung. Das Hauptziel der Operation ist ein funktioneller Biss und eine ausgewogene Gesichtsstruktur; wie stark sich das Gesicht verändert, ist individuell verschieden. Wenn vor der Entscheidung mögliche Ergebnisse anhand digitaler Simulationen besprochen werden und verstanden wird, warum die Operation empfohlen wird und welche Alternativen es gibt, wird der Entscheidungsprozess fundiert.

Wann sollten Sie sich bei Verdacht auf eine Kieferfehlstellung vorstellen?

Wenn Sie bemerken, dass Ihre Frontzähne umgekehrt aufeinanderbeißen, Ihnen das Kauen schwerfällt, Ihr Kiefer deutlich asymmetrisch ist oder Sie Ihre Lippen nicht ohne Anstrengung schließen können, ist eine kieferorthopädische Beurteilung ein sinnvoller erster Schritt. In unserer Praxis in Çankaya, Ankara, wird anhand von Untersuchung und Unterlagen beurteilt, ob das Problem dental oder skelettal bedingt ist; wenn eine Operation erforderlich sein könnte, erfolgt die Planung gemeinsam mit der Kieferchirurgie.

Häufig gestellte Fragen

In welchem Alter wird eine orthognathe Chirurgie durchgeführt?

In der Regel nach Abschluss des Gesichts- und Kieferwachstums. Wann das Wachstum endet, ist individuell verschieden und wird von der Behandlerin bzw. dem Behandler anhand von Röntgenaufnahmen und klinischer Verlaufskontrolle beurteilt. Bei Operationen während des Wachstums besteht die Möglichkeit, dass sich das Ergebnis verändert.

Bleiben nach einer Kieferoperation Narben im Gesicht?

Da die meisten Schnitte im Mund erfolgen, bleibt in den meisten Fällen keine sichtbare Narbe im Gesicht. Bei bestimmten speziellen Techniken können kleine äußere Schnitte nötig sein; dies erläutert die Chirurgin bzw. der Chirurg in der Planungsphase.

Ist eine Behandlung nur mit Kieferorthopädie, ohne orthognathe Chirurgie, möglich?

Leichte und mittlere skelettale Fehlstellungen lassen sich häufig allein durch eine kieferorthopädische Behandlung zu einem akzeptablen Biss führen. Bei ausgeprägten Fehlstellungen reicht es dagegen im Hinblick auf Funktion und Gesichtsharmonie möglicherweise nicht aus, nur die Zähne zu bewegen. Welcher Weg geeignet ist, wird nach Auswertung der Unterlagen festgelegt.

Wie lange muss man sich nach der Operation weich ernähren?

In den ersten Wochen wird flüssige und weiche Kost empfohlen, danach erfolgt schrittweise der Übergang zur normalen Ernährung. Die Dauer legt die Chirurgin bzw. der Chirurg je nach Umfang des Eingriffs und Heilungsverlauf fest.

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Information und Untersuchung in Ankara

Für eine persönliche Einschätzung zu Was ist orthognathe Chirurgie (Kieferchirurgie)? Für wen kommt sie infrage? können Sie einen Untersuchungstermin in der Zahnpoliklinik Funda Sarıkaya vereinbaren.

Die Poliklinik liegt im Park Oran Ofis, Oran, Çankaya, Ankara – neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall.

Angeboten werden Kieferorthopädie, Invisalign-Aligner, digitaler iTero-Intraoralscan und allgemeine Zahnmedizin.

Praxis
Funda Sarıkaya Zahnpoliklinik
Adresse
Park Oran Ofis, Laden Nr. 70, Kudüs Cd., Oran, Çankaya / Ankara
Orientierung
Neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall
Öffnungszeiten
Montag–Samstag 09:00–20:00
Telefon
+90 312 911 60 36
Sprachen
Türkisch, Englisch, Deutsch, Russisch

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information; für Diagnose und Behandlungsentscheidung ist eine Untersuchung nötig. Dieser Artikel wurde aus dem Türkischen übersetzt.

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