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Kieferorthopädie

Was ist eine kieferorthopädische Minischraube (TAD)? In welchen Fällen wird sie eingesetzt?

In diesem Artikel 10
  1. Was ist eine kieferorthopädische Minischraube (TAD)?
  2. Was ist Verankerung, und warum ist sie wichtig?
  3. In welchen Fällen wird eine Minischraube eingesetzt?
  4. Wird die Minischraube zusammen mit Alignern und Zahnspange verwendet?
  5. Wie wird eine Minischraube gesetzt?
  6. Ist die Minischraube sicher?
  7. Wie wird die Minischraube gepflegt?
  8. Wie wird die Minischraube entfernt, hinterlässt sie Spuren?
  9. Kieferorthopädische Untersuchung in Ankara
  10. Häufig gestellte Fragen

Kurze Antwort: Die kieferorthopädische Minischraube (TAD) ist eine sehr kleine Titanschraube, die vorübergehend im Kieferknochen platziert wird. Sie bietet bei der Zahnbewegung einen festen Stützpunkt und verhindert, dass andere Zähne unerwünscht verrutschen. Sie wird unter örtlicher Betäubung gesetzt, ist nach getaner Arbeit leicht zu entfernen und ist anders als ein Zahnimplantat keine dauerhafte Struktur.

Um in der kieferorthopädischen Behandlung Zähne zu bewegen, braucht man stets einen Stützpunkt. Wenn man einen Zahn verschiebt, dürfen die Nachbarzähne nicht ungewollt mitwandern. Genau hier kommt die kieferorthopädische Minischraube ins Spiel. Diese kleinen Schrauben, auch als TAD (Temporary Anchorage Device, also temporäres Verankerungselement) bekannt, werden bei Behandlungen mit Zahnspange oder Alignern eingesetzt, um manche Bewegungen überhaupt möglich oder besser vorhersehbar zu machen. Im Folgenden lesen Sie in einfachen Worten, was eine Minischraube ist, wie sie gesetzt wird und in welchen Fällen sie bevorzugt wird.

Was ist eine kieferorthopädische Minischraube (TAD)?

Die kieferorthopädische Minischraube ist eine kleine Schraube mit einem Durchmesser von wenigen Millimetern, meist aus einer Titanlegierung, die im Kieferknochen oder im Gaumenbereich platziert wird. Ihre Aufgabe ist es, bei der Zahnbewegung einen festen Stützpunkt, also eine Verankerung, zu bieten. Werden Zähne bewegt, indem sie sich gegenseitig abstützen, können manche Zähne ungewollt verrutschen; die Minischraube holt sich ihren Halt vom Knochen, um das zu verringern.

Die Minischraube ist eine vorübergehende Struktur, die am Ende der Behandlung entfernt wird. Darin unterscheidet sie sich von dauerhaften Zahnimplantaten, die fehlende Zähne ersetzen; Größe, Zweck und Verweildauer sind andere.

Was ist Verankerung, und warum ist sie wichtig?

Verankerung ist in der Kieferorthopädie der feste Halt, der der auf die Zähne wirkenden Kraft entgegensteht. So wie ein Schiffsanker an seinem Platz bleibt, würde auch der Zahn, den wir bewegen wollen, nicht wie geplant vorankommen, wenn der Stützpunkt nachgibt. Bei herkömmlichen Methoden können andere Zähne oder extraorale Geräte, die an Nacken oder Kopf getragen werden, zur Verankerung dienen. Extraorale Geräte lassen sich nicht immer leicht anwenden, da sie von der Mitarbeit des Patienten abhängen.

Die Minischraube bietet hier eine Option, die weniger von der Mitarbeit des Patienten abhängt; einmal an der richtigen Stelle gesetzt, bietet sie den ganzen Tag über einen festen Halt. Deshalb können sich Behandlerinnen in manchen Behandlungen für die Minischraube entscheiden, vor allem wenn Knochenstruktur und Zahnbewegungsplan es zulassen. Zu Verankerung und verwandten Begriffen können Sie in unser Zahnmedizin-Glossar schauen.

In welchen Fällen wird eine Minischraube eingesetzt?

Nicht jeder Kieferorthopädie-Patient braucht eine Minischraube. Die meisten Behandlungen werden auch ohne Schraube erfolgreich abgeschlossen. Hauptsächlich kann die Behandlerin in folgenden Fällen eine Minischraube vorschlagen:

  • Zurückbewegen der hinteren Zähne: Wenn die Backenzähne nach hinten bewegt werden müssen, um einen Engstand aufzulösen oder Platz für die Frontzähne zu schaffen.
  • Lückenschluss: Wenn Lücken, die nach einer Extraktion entstanden sind, geschlossen werden sollen, ohne dass die hinteren Zähne nach vorn wandern.
  • Zähne nach oben oder unten bewegen: Um bei Bildern wie dem offenen Biss die hinteren Zähne nach innen zu drücken (Intrusion); bei einem „Gummy Smile“ (Zahnfleischlächeln), um die Frontzähne kontrolliert nach oben zu führen.
  • Aufrichten eines geneigten Zahns: Wenn ein seitlich gekippter oder nach vorn gefallener Backenzahn aufgerichtet werden muss.
  • Mittellinienkorrektur: Wenn Zähne seitlich verschoben werden müssen, um obere und untere Mittellinie in Übereinstimmung zu bringen.
  • Unterstützung der Bisskorrektur bei Erwachsenen: Bei manchen erwachsenen Patienten als nicht-chirurgische Alternative zur teilweisen Korrektur des Bisses.

Diese Liste bedeutet nicht, dass die Minischraube in jedem Fall nützt. Knochenstruktur, Zahnstellung und Ziel sind bei jedem Patienten anders; die Entscheidung über den Einsatz wird durch gemeinsame Beurteilung von Untersuchung, Röntgenbild und Messungen getroffen. Lesen Sie auch unseren Beitrag zu Bissproblemen und offenem Biss, der Bissprobleme ausführlicher beschreibt.

Wird die Minischraube zusammen mit Alignern und Zahnspange verwendet?

Ja, Minischrauben können sowohl mit festsitzender Zahnspange als auch mit der Aligner-Behandlung zusammen verwendet werden. Bei der Aligner-Behandlung kann die Minischraube als zusätzliche Unterstützung für Bewegungen eingeplant werden, bei denen die Aligner allein begrenzt bleiben könnten. In unserer Poliklinik wird die Aligner-Behandlung ausschließlich mit Invisalign durchgeführt; ob eine Minischraube nötig ist, wird in der Planungsphase beurteilt.

Ist bei der Aligner-Behandlung eine Minischraube vorhanden, können besondere Aussparungen vorbereitet werden, damit der Aligner nicht auf die Schraube drückt. Da diese Details in der Planungsphase digital gelöst werden, ist die Anwendung für den Patienten in der Regel unkompliziert. Den Umfang der Aligner-Behandlung können Sie auf der Seite Aligner-Behandlung nachlesen.

Wie wird eine Minischraube gesetzt?

Das Setzen einer Minischraube ist in der Regel ein kurzer Eingriff im Mund und wird in den meisten Fällen im Behandlungsstuhl in einer einzigen Sitzung durchgeführt. Der allgemeine Ablauf sieht so aus:

  1. Planung: Anhand von Röntgenbild und bei Bedarf dreidimensionaler Bildgebung wird der Bereich für die Schraube so bestimmt, dass benachbarte Zahnwurzeln nicht geschädigt werden.
  2. Betäubung des Bereichs: Die Stelle wird mit örtlicher Betäubung unempfindlich gemacht. Bei manchen Patienten wird auch ein oberflächliches Betäubungsgel verwendet. Ziel ist, dass während des Eingriffs kein Schmerz empfunden wird; ein Druckgefühl kann auftreten.
  3. Einsetzen: Die Minischraube wird mit einem kleinen Handinstrument in den Knochen eingedreht. Meist ist kein größerer chirurgischer Schnitt nötig.
  4. Kontrolle: Es wird geprüft, ob die Schraube fest sitzt, und bei Bedarf wird die Apparatur oder der Gummizug, der die Kraft ausübt, sofort befestigt.

Nach dem Eingriff kann es im Bereich zu leichter Empfindlichkeit oder Schwellung kommen. Diese Beschwerden klingen in der Regel innerhalb weniger Tage ab. Es genügt, weiche Speisen zu bevorzugen und den Bereich wie von der Behandlerin empfohlen sauber zu halten. Wenn die Beschwerden zunehmen oder Sie Rötung und eitrigen Ausfluss im Bereich bemerken, sollten Sie Ihre Behandlerin aufsuchen.

Ist die Minischraube sicher?

Der Einsatz von Minischrauben in der Kieferorthopädie ist ein verbreitetes und gut bekanntes Verfahren; bei richtiger Planung und geeigneter Patientenauswahl gilt er allgemein als sicher. Dennoch gibt es wie bei jedem medizinischen Eingriff einige mögliche Risiken:

  • Die Schraube kann sich im Lauf der Zeit lockern oder herausfallen; dann kann ein erneutes Setzen nötig werden.
  • Reizung, Rötung oder Entzündung des Zahnfleischs um die Schraube; die Mundhygiene ist für dieses Risiko wichtig.
  • Die Schraube kann in die Nähe benachbarter Zahnwurzeln geraten; dieses Risiko versucht man durch richtige Planung und Bildgebung so gering wie möglich zu halten.
  • Bei Platzierungen in der Nähe empfindlicher Bereiche wie Gaumen oder Kieferhöhle ist zusätzliche Vorsicht erforderlich.

Rauchen, unkontrollierte Allgemeinerkrankungen und unzureichende Mundhygiene können die Heilung und den Halt der Schraube im Knochen beeinträchtigen. Deshalb ist es wichtig, Ihre Behandlerin ausführlich über Ihre Krankengeschichte zu informieren.

Wie wird die Minischraube gepflegt?

Ein gesundes Zahnfleisch um die Schraube beeinflusst unmittelbar, wie lange die Schraube im Mund bleiben kann. Wichtig ist, den Bereich mit einer weichen Zahnbürste behutsam zu reinigen, eine von der Behandlerin empfohlene Mundspülung oder ein Gel zu verwenden, falls vorhanden, und die Schraube nicht ständig mit Zunge oder Finger zu berühren. Auch sollte man darauf achten, dass sich keine sehr harten, klebrigen Speisen an der Schraube verfangen. Für die tägliche Mundpflege kann unser Beitrag zur richtigen Putztechnik eine Orientierung sein.

Wie wird die Minischraube entfernt, hinterlässt sie Spuren?

Ist die angestrebte Zahnbewegung abgeschlossen, wird die Minischraube in der Praxis meist in sehr kurzer Zeit entfernt. Bei vielen Patienten kann sie ohne Betäubung allein durch Lösen mit einem Handinstrument herausgenommen werden; bei Bedarf wird eine oberflächliche Betäubung angewendet. Nach dem Entfernen heilt die kleine Öffnung, in der die Schraube saß, in der Regel in kurzer Zeit ab. Eine bleibende Spur im Zahnfleisch ist nicht zu erwarten; die Heilung kann jedoch von Mensch zu Mensch variieren.

Nach dem Entfernen der Minischraube wird die Behandlung mit der letzten Feineinstellung abgeschlossen, die durch einen Retainer gesichert wird. Damit die Zähne in der neuen Position bleiben, sollte die Nutzung eines Retainers nach der Empfehlung der Behandlerin fortgesetzt werden.

Kieferorthopädische Untersuchung in Ankara

Wenn Sie wissen möchten, ob bei Ihrer kieferorthopädischen Behandlung Verankerungsunterstützung nötig ist, oder Fragen zur Minischraube stellen möchten, können Sie sich in unserer Poliklinik im Gebäude Park Oran Ofis in Çankaya untersuchen lassen. Nach der Untersuchung werden Ihnen Ihr Behandlungsplan, mögliche Alternativen und die Kosten schriftlich mitgeteilt. Für einen Termin können Sie unsere Seite Kontakt nutzen.

Häufig gestellte Fragen

Tut eine kieferorthopädische Minischraube weh?

Der Bereich, in den sie gesetzt wird, wird mit örtlicher Betäubung unempfindlich gemacht, daher sind während des Eingriffs keine Schmerzen zu erwarten; es kann lediglich ein Druckgefühl auftreten. Nach dem Eingriff kann einige Tage lang eine leichte Empfindlichkeit auftreten, die in der Regel von selbst nachlässt.

Sind Minischraube und Zahnimplantat dasselbe?

Nein. Ein Zahnimplantat wird dauerhaft anstelle eines fehlenden Zahns eingesetzt. Die kieferorthopädische Minischraube ist dagegen ein vorübergehendes Hilfsmittel, das nur während der Behandlung Halt gibt und nach getaner Arbeit entfernt wird.

Wie lange bleibt die Minischraube im Mund?

Die Dauer richtet sich nach den zu bewegenden Zähnen und dem Behandlungsplan. In manchen Fällen sind es einige Monate, in manchen länger. Die Behandlerin entfernt die Schraube, sobald die Zielbewegung abgeschlossen ist.

Ist bei der Aligner-Behandlung eine Minischraube nötig?

Bei den meisten Patienten nicht. Sie kann nur für bestimmte Bewegungen, bei denen die Aligner allein begrenzt bleiben könnten, als zusätzliche Unterstützung eingeplant werden. Ob sie nötig ist, wird nach Untersuchung und Planung festgelegt.

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Information und Untersuchung in Ankara

Für eine persönliche Einschätzung zu Was ist eine kieferorthopädische Minischraube (TAD)? In welchen Fällen wird sie eingesetzt? können Sie einen Untersuchungstermin in der Zahnpoliklinik Funda Sarıkaya vereinbaren.

Die Poliklinik liegt im Park Oran Ofis, Oran, Çankaya, Ankara – neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall.

Angeboten werden Kieferorthopädie, Invisalign-Aligner, digitaler iTero-Intraoralscan und allgemeine Zahnmedizin.

Praxis
Funda Sarıkaya Zahnpoliklinik
Adresse
Park Oran Ofis, Laden Nr. 70, Kudüs Cd., Oran, Çankaya / Ankara
Orientierung
Neben der Panora Mall, gegenüber der One Tower Mall
Öffnungszeiten
Montag–Samstag 09:00–20:00
Telefon
+90 312 911 60 36
Sprachen
Türkisch, Englisch, Deutsch, Russisch

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information; für Diagnose und Behandlungsentscheidung ist eine Untersuchung nötig. Dieser Artikel wurde aus dem Türkischen übersetzt.

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